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Diesel Abgasskandal Abgasskandal-Spezial! – Ihre Fragen, unsere Antworten! Teil I

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Gastautor: Markus Mingers
19.07.2018, 13:07  |  1129   |   

Seit Monaten geistert dieses eine Thema durch sämtliche Medien, das Thema: Diesel-Abgasskandal! Dabei kann man schon mal den Überblick verlieren. Um Ihnen diesen zu verschaffen, starten wir ab heute mit unserer neuen Reihe: Abgasskandal-Spezial!


 

 

In den nächsten fünf Wochen klären wir alle Fragen rund um den Diesel-Abgasskandal. Wir beginnen mit allgemeinen Fragen, fahren mit den Fragen rund um die manipulierten Autos und dem Nachrüsten dieser fort und schließen die Reihe zu guter Letzt mit Antworten zu sämtlichen Kundenrechten und Rechtsschutz-Fragen ab.

 

Allgemeine Fragen rund um den Diesel-Abgasskandal!

 

Welche Hersteller und Modelle sind überhaupt betroffen?

 

Im Fokus stehen hier die drei großen Automobil-Hersteller: VW, Daimler und BMW.

 

Daimler: Bei der Daimler AG sind laut dem Kraftfahrtbundesamt deutschlandweit 238 000 Fahrzeuge betroffen, in Europa ca. 774 000 Autos. Diese Zahl setzt sich aus Fahrzeugen des Transporters Vito, Limousinen und Kombis der C-Klasse und den Geländewagenmodellen GLA und GLC zusammen. Es werden in Zukunft allerdings noch viele weitere Modelle unter die Lupe genommen. Zu nennen wäre hier die G-Klasse, E-Coupés, sowie S-Klassen und C-Klassen mit Renault Motor. Hinzu kommen noch Autos des Modells GLE. Bei den Motoren stehen der OM642, OM651 und OM622 unter Verdacht.

 

VW: Der VW-Konzern hat in ca. 2,8 Millionen Autos manipulierte Abgasreinigungen eingebaut. Betroffen sind hier Turbodiesel-Motoren mit 1,2 / 1,6 / 2,0 / 2,5 / 3,0 und 4,2 Litern. Zum VW-Konzern gehören auch Audi und Porsche, also sind auch diese Marken betroffen. Bei VW sind im Gegensatz zur Daimler AG die meisten Fälle bekannt.

 

BMW: BMW ist bisher gut davon gekommen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind lediglich 11 700 Fahrzeuge der 5er und 7er Reihe zurückgerufen worden. Hierbei soll es sich jedoch laut BMW um ein Missverständnis halten. Fest steht allerdings, dass BMW-Autos zu viele Stickoxide ausstoßen. Dies wurde in Versuchen der Deutschen Umwelthilfe nachgewiesen. BMW hält die eigene Motorsteuerung jedoch für legal und streitet ein vergehen vehement ab. Auch das Kraftfahrtbundesamt hält mittlerweile die Abgasreinigung BMWs für korrekt.

 

Man geht davon aus, dass viele weitere Hersteller und Autos betroffen sind. Dies muss jedoch zunächst einmal nachgewiesen werden. Zudem stellt sich die Frage welche Behörde für die Überprüfung zuständig ist. Es bliebt abzuwarten, welche Ausmaße der Abgasskandal eigentlich hat.

 

 

Wie passiert mit den manipulierten Autos?

 

Der Ablauf gestaltet sich in der Regel immer gleich. Zunächst muss der Hersteller eine legale Software entwickelt. Anschließend wird dazu aufgerufen, sich die geänderte Software aufspielen zu lassen. Wer nach der 18-monatigen Frist immer noch nicht von dem Angebot Gebrauch gemacht hat, wird der Zulassungsstelle gemeldet. Diese entscheidet anschließend, ob das Auto stillgelegt wird. Eine neue TÜV-Plakette ist nur nach der Installation möglich.

 

Wie sieht der Plan der Behörden aus?

 

Grundsätzlich möchten die Behörden, dass sogar eine verbesserte Abgastechnik eingebaut wird. Dies würde allerdings große Kosten nach sich ziehen. Hier ist die Rede von ca. 6 Milliarden, die auch die Verbraucher teils tragen müssten.

 

Die Autohersteller haben kürzlich auf einem „Dieselgipfel“ beschlossen, dass rund 5,3 Millionen Diesel-Fahrzeuge nachgerüstet werden sollen, allerdings schon inklusive der 2,5 Millionen, die das Update bereits haben. Die Marken VW, Audi, Porsche, BMW, Daimler und Opel beteiligen sich an dieser Aktion.

 

Wie finde ich die Schadstoffklasse meines PKWs heraus?

 

Diese findet man in der Zulassungsbescheinigung (Feld 14). Ein Beispiel hierfür wäre „Euro 4“.

 

Welche Möglichkeiten haben die Verbraucher?

 

Wir empfehlen Ihnen zweierlei Möglichkeiten! Dies wäre einmal zu klagen, wobei Sie sich jedoch beeilen müssen, da die Ansprüche beispielweise gegen VW zum Jahresende verjähren. Hierbei gibt es gute Erfolgsaussichten. Wir konnten bereits zahlreiche Verfahren erfolgreich gestalten. Mittlerweile ist nahezu jedes Gericht auf der Seite der Verbraucher.

 

Neben der Klage haben wir jedoch einen weiteren Tipp, wie Sie vorgehen können:

 

Widerrufen Sie Ihren Autokredit und holen Sie sich Ihr Geld zurück, womit Sie sich anschließend ein neues „sauberes Auto“ kaufen können! Dies ist durch zahlreiche fehlerhafte Verträge möglich. Lassen Sie dazu Ihre Daten kostenfrei bei uns prüfen!

 

  1. Gehen Sie dazu auf unsere Seite: https://recht-einfach.de/widerruf-autokredit/
  2. Laden Sie Ihre Daten hoch!
  3. Nach einer erfolgreichen Prüfung Ihrer Daten, widerrufen wir Ihren Autokredit und holen Ihr Geld zurück!

 

 

https://youtu.be/5Jbnc5LG62s

 

 

Weitere aktuelle Rechtsnews finden Sie auf unserem Blog und unserem YouTube-Kanal. Schauen Sie doch mal vorbei!

 

 

 

Wertpapier
Volkswagen


Disclaimer

Gastautor

Markus Mingers
Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Markus Mingers ist Rechtsanwalt im Bereich Wirtschaft sowie Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit mehr als 13 Jahren ist er als Anwalt tätig und Inhaber von Mingers & Kreuzer Rechtsanwälte. Von mehreren Kanzleistandorten u.a. Köln, München oder Jülich aus erstreitet er mit seinem Team Gelder aus Themen und Urteilen, die dem Verbraucher bis dahin unbekannt sind. Er ist Experte im Bereich Rückabwicklung Lebensversicherung, Widerruf Autokredit und Verbraucherdarlehen sowie im VW Abgasskandal und LKW Kartell. Bekannt ist Markus Mingers vor allem durch seine Auftritte bei n-tv oder RTL sowie als Experte von FOCUS Online, hier ist sein Rat im Verbraucherrecht zu aktuellen Themen gefragt.

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