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Schleswig-Holstein Kfz-Gewerbe in Schleswig-Holstein fordert Hardware-Nachrüstungen

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
19.07.2018, 22:10  |  531   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Schleswig-Holsteins Kraftfahrzeuggewerbe verlangt, die vom Abgas-Skandal betroffenen Diesel-Fahrzeuge kurzfristig auf Kosten der Hersteller mit Hardware nachzurüsten. Die Landesregierung müsse auf Bundesebene Druck machen, damit Nachrüstsysteme zugelassen werden, sagte Jan-Nikolas Sontag, Geschäftsführer des Verbandes des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein, den Kieler Nachrichten (Freitagsausgabe). Es sei unverständlich, dass die Hardware-Nachrüstung noch immer nicht zugelassen sei.

"Diese Systeme bieten die einzige effiziente Möglichkeit, Euro 5- und zum Teil auch ältere Euro 4-Fahrzeuge hinsichtlich der Schadstoffausstöße auf den aktuellen Stand zu bringen." So könnten die umweltbelastenden Ausstöße erheblich reduziert und die Fahrzeuge weiter uneingeschränkt genutzt werden: "Sie würden dann nicht unter Fahrverbote fallen, und Wertverluste gingen ebenfalls zurück." Bisher kalkulierten Entwickler von Nachrüst-Systemen mit Kosten von 2.500 bis 3.000 Euro pro Auto, sagte Sontag. Würden nach einer Zulassung auch große Hersteller wie Bosch einsteigen, sei aber mit sinkenden Preisen zu rechnen.
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2 Kommentare

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Kommentare

Pardon, hier fehlt etwas:

Diese Hardwarelösungen waren voraussehbar bei weitem nicht so teuer, wie die Propaganda der Autoindustrie (...) der Öffentlichkeit immer wieder weismachen und sie dadurch diskreditieren will.
Jan-Nikolas Sontags Aussagen kann man nur zustimmen.

Und ich erinnere mich an eine Fernsehsendung im 3.Programm (WDR III), in der Hardwarelösungen einer Nachrüstfirma vorgestellt wurden, die in einem Wagen der unteren Mittelklasse (Ford? Peugeot? Citroen? Ich weiß es nicht mehr) die Werte weit unter die gesetzlichen Grenzen absenkte. Die Firma wartete nur auf die Zulassung durch das Bundesamt, die aber auf sich warten ließ wegen der damaligen, sich elend hinziehenden Koalitionsverhandlungen(!!).
Diese Hardwarelösungen waren voraussehbar bei weitem nicht so teuer, wie die Propaganda der Autoindustrie (ganz ärgerlich in diesem Zusammenhang: Matthias Wissman, der sämtliche Argumente für seine ablehnende Haltung schuldig bleibt).

Ich persönlich traue den Software-Update-Lösungen nicht über den Weg, vor allem nicht bei VW, von denen ich befürchte, dass sie "mit heißer Nadel gestrickt sind" und keine Sicherheit vor Motorschäden bieten.
(Ich gehöre übrigens auch zu denen, die von dem Steuerkettenskandal bei VW betroffen waren. Inzwischen fahre ich einen BMW 530D - und Ruhe is ...)

Erklärt mich für verrückt, aber ich würde eine Hardwarelösung für meinen Wagen sogar selbst bezahlen - wenn sie denn genehmigt wäre ...

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