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Steinhoff Tag der Rettung – wieviel Wert bleibt in der Aktie?

Nachrichtenquelle: Sharedeals
20.07.2018, 08:25  |  5990   |  78   |   
Nutzer unseres kostenlosen Live Chats waren gestern wieder einmal die ersten Anleger, die von den neuesten Entwicklungen beim gebeutelten Handelsriesen Steinhoff (WKN: A14XB9) erfuhren und umgehend reagieren konnten.

Nachdem im Tagesverlauf bekannt geworden war, dass die erforderliche Mehrheit der Gläubiger einer dreijährigen Verlängerung der Kreditlaufzeiten zugestimmt hat, explodierte das Steinhoff-Papier um zeitweise über +20%. Bis heute will und muss Steinhoff die restlichen notwendigen Details des Abkommens festzurren, um seinen Restrukturierungsplan umsetzen zu können.

Großes Durchatmen der Aktie?
Wenn heute Abend die endgültige Rettungsnews über die Ticker läuft, könnte die aktuell rund 23 Cent teure Aktie erneut einen deutlichen Sprung nach oben vollziehen – schließlich sahen Prüfer den Buchwert des Papiers per Ende März bei 0,58 Euro je Aktie.

Mittel- und langfristig wird für Aktionäre jedoch entscheidend sein, ob der Konzern und seine operativen Einheiten weiter und möglichst wieder mehr Geld verdienen. In den ersten sechs Monaten des laufenden  Fiskaljahres konnte Steinhoff trotz der Widrigkeiten immerhin ein „Sustainable EBITDA“ in Höhe von 340 Millionen Euro verbuchen. Auf lange Sicht ist das aber zu wenig, um die hohen auflaufenden Zinsen bedienen zu können.

Mögliche weitere Beteiligungsverkäufe sollten nun mindestens zum Buchwert erfolgen, damit die Aktie profitiert. Das Stillhalten der Geldgeber kommt Steinhoff bei diesem Prozess aber stark zugute, indem sich der Konzern wieder darauf konzentrieren kann, seine Tochterunternehmen flott zu kriegen.

Nuzten Sie weiterhin täglich unseren kostenlosen Live Chat mit Hunderten von erfahrenen Börsianern, um maximal von Aktien wie Steinhoff profitieren zu können.

Interessenkonflikt: Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien der hier besprochenen Unternehmen und hat die Absicht, diese – auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss.

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Kommentare

29.3
https://boerse.ard.de/aktien/steinhoff-und-xxxlutz-einigen-s…

=>
Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern feiert einen Etappensieg bei seiner finanziellen Sanierung. Man habe sich mit dem Gläubiger LSW geeinigt, der die Umschuldung der Europa-Holding von Steinhoff monatelang blockiert hatte, teilte das unter Milliardenschulden und einem Bilanzskandal ächzende Unternehmen aus dem SDax mit.

Hinter LSW steckt Andreas Seifert, der österreichische Eigentümer der Möbelkette XXXLutz, der von Steinhoff bereits die Anteile an Poco übernommen hat. Die Umschuldungs-Vereinbarung (CVA) sei auf Wunsch von LSW angepasst worden, die nötige Mehrheit der übrigen Gläubiger habe dem zugestimmt.
Zitat von faultcode: hier mal der Chart seit offiz./Haupt-Listing in Frf. am 7.12.2015 - bis einen Tag vorm Crash, 5.12.2017:


Bild: 1213_20190326011121_SNH-Crash


--> man weiß also nun auch offiziell, über 1 Jahr später, daß in obigem Zeitraum bei Steinhoff (und davor) fortlaufend Bilanzbetrug begangen wurde (sowas ist immer fortlaufend, bis es halt nicht mehr funktioniert -- woher die Assets nehmen, und nicht stehlen?!? :D ):

--> dennoch stieg der Kurs zunächst vom Initial listing-Niveau bei EUR5.00 auf bis über ~EUR6 in der Spitze, und hängte sogar den (passenden) Benchmark ein Zeitlang ab! :eek:
(SNH ist ja heutzutage noch im SDAX, was aber ein anderes Thema ist..)

--> es sieht - wie immer rückblickend - aber nun so aus, daß schon damals einigen Marktteilnehmern klar war - so ab 2017Q2 spätestens - daß hier etwas nicht stimmen konnte oder plausibel war (die Vola hat auch einen ganzen "Regime shift" hingelegt, was man aber hier nicht so ohne weiteres sieht...):


Bild: 1213_20190326011646_SNH-Crashb

--> der AR2016 (7.2.2017, 195 PDF-Seiten) -- EINE OFFENBARUNG in heutigem Licht (klitzekleine Auswahl):

• die erste Finanzkennzahl erst auf Seite 14! :eek: -- vorher aber, daß bei CONFORAMA eine Tischgarnitur für €179.99 zu haben ist :rolleyes:

• LETTER FROM THE CEO (ab PDF12/195) -- 2 Seiten BlaBlaBla bis zur dritten mitten im Fließtext:

Sales for this period is expected to be approximately $3.8 billion. Excluding approximately $30 million of restructuring charges still to be expensed, the restructured business is targeting EBITDA and EBIT margins of approximately 9.0% and 6.5% respectively. (FC: Format)

• die erste Tabelle auf PDF18/195 über das "Quarter ended 30 September 2016" :eek:

• das Wort "equity" taucht erst auf PDF28/195 auf:

NET DEBT

The gearing of the group remains at acceptable levels with net debt of €5.2 billion at 30 September 2016. The net debt:equity ratio ended at 33%, which is well within self-imposed group covenant levels of 50% net debt:equity.



=> hier hätte schon damals dem aufmerksamen Leser auffallen können:
• auf Zahlen, noch dazu allzu detailierte aus einem Reich, in dem die Sonne niemals unterging, wollte man lieber nicht zu große Aufmerksamkeit lenken :D


--> und das alles damals schon auch unter den Augen von Heather Sonn (44) BA (Political Science), MSc (International Business) im Supervisory board -- zusammen mit einem:
• Ex-Professor and Head of the Department of Accountancy at the University of Durban-Westville :D

--> daß dann weiter hinten in den "Consolidated financial statements" (wie auch sonst weitverbreitet) auch noch die:
Fifteen months ended 30 September 2016
..dem..
Restated Year ended 30 June 2015 (also 12m)
..gegenübergestellt werden ohne YoY-Vergleich, setzt halt dem Ganzen noch die Krone auf (zur Hilfe: dann macht man, wie woanders auch, halt 3 Spalten, und nimmt nicht so einen großen Font wie in einem Kinderbuch :D )

--> die "Welt" merkte es nicht und der Lead-Auditor Deloitte Accountants B.V./Amsterdam (der nicht maßgeblich der Auditor der global verteilten Töchter gewesen sein muss!), ist wie üblich nicht mit "forensischen" Untersuchungen beauftragt gewesen, zumindest nicht ausdrücklich.


Ein Goodie:
• unter "Key Audit Matters" steht (bei Deloitte Amsterdam): Acquisitions – Accounting for business combinations :D -- und! Man hatte zuvor einen umfassenden Audit-Plan entwickelt (siehe im Independent auditor’s report: After being appointed as the Company’s auditors in May 2016, we developed a comprehensive plan to ensure an effective and efficient initial audit.) (FC: Format)


Ach so:
• die Commerzbank Amsterdam war auch mittendrin statt nur dabei :D


.. die wussten alle schon lange was Sache ist: es wurden ja auch keine Impairmenttest der Betiligungen durchgeführt und das wurde in der Fußnote auch nicht kommentiert, als ob das eh nicht notwendig wäre!

WWW
hier mal der Chart seit offiz./Haupt-Listing in Frf. am 7.12.2015 - bis einen Tag vorm Crash, 5.12.2017:


Bild: 1213_20190326011121_SNH-Crash


--> man weiß also nun auch offiziell, über 1 Jahr später, daß in obigem Zeitraum bei Steinhoff (und davor) fortlaufend Bilanzbetrug begangen wurde (sowas ist immer fortlaufend, bis es halt nicht mehr funktioniert -- woher die Assets nehmen, und nicht stehlen?!? :D ):

--> dennoch stieg der Kurs zunächst vom Initial listing-Niveau bei EUR5.00 auf bis über ~EUR6 in der Spitze, und hängte sogar den (passenden) Benchmark ein Zeitlang ab! :eek:
(SNH ist ja heutzutage noch im SDAX, was aber ein anderes Thema ist..)

--> es sieht - wie immer rückblickend - aber nun so aus, daß schon damals einigen Marktteilnehmern klar war - so ab 2017Q2 spätestens - daß hier etwas nicht stimmen konnte oder plausibel war (die Vola hat auch einen ganzen "Regime shift" hingelegt, was man aber hier nicht so ohne weiteres sieht...):


Bild: 1213_20190326011646_SNH-Crashb

--> der AR2016 (7.2.2017, 195 PDF-Seiten) -- EINE OFFENBARUNG in heutigem Licht (klitzekleine Auswahl):

• die erste Finanzkennzahl erst auf Seite 14! :eek: -- vorher aber, daß bei CONFORAMA eine Tischgarnitur für €179.99 zu haben ist :rolleyes:

• LETTER FROM THE CEO (ab PDF12/195) -- 2 Seiten BlaBlaBla bis zur dritten mitten im Fließtext:

Sales for this period is expected to be approximately $3.8 billion. Excluding approximately $30 million of restructuring charges still to be expensed, the restructured business is targeting EBITDA and EBIT margins of approximately 9.0% and 6.5% respectively. (FC: Format)

• die erste Tabelle auf PDF18/195 über das "Quarter ended 30 September 2016" :eek:

• das Wort "equity" taucht erst auf PDF28/195 auf:

NET DEBT

The gearing of the group remains at acceptable levels with net debt of €5.2 billion at 30 September 2016. The net debt:equity ratio ended at 33%, which is well within self-imposed group covenant levels of 50% net debt:equity.



=> hier hätte schon damals dem aufmerksamen Leser auffallen können:
• auf Zahlen, noch dazu allzu detailierte aus einem Reich, in dem die Sonne niemals unterging, wollte man lieber nicht zu große Aufmerksamkeit lenken :D


--> und das alles damals schon auch unter den Augen von Heather Sonn (44) BA (Political Science), MSc (International Business) im Supervisory board -- zusammen mit einem:
• Ex-Professor and Head of the Department of Accountancy at the University of Durban-Westville :D

--> daß dann weiter hinten in den "Consolidated financial statements" (wie auch sonst weitverbreitet) auch noch die:
Fifteen months ended 30 September 2016
..dem..
Restated Year ended 30 June 2015 (also 12m)
..gegenübergestellt werden ohne YoY-Vergleich, setzt halt dem Ganzen noch die Krone auf (zur Hilfe: dann macht man, wie woanders auch, halt 3 Spalten, und nimmt nicht so einen großen Font wie in einem Kinderbuch :D )

--> die "Welt" merkte es nicht und der Lead-Auditor Deloitte Accountants B.V./Amsterdam (der nicht maßgeblich der Auditor der global verteilten Töchter gewesen sein muss!), ist wie üblich nicht mit "forensischen" Untersuchungen beauftragt gewesen, zumindest nicht ausdrücklich.


Ein Goodie:
• unter "Key Audit Matters" steht (bei Deloitte Amsterdam): Acquisitions – Accounting for business combinations :D -- und! Man hatte zuvor einen umfassenden Audit-Plan entwickelt (siehe im Independent auditor’s report: After being appointed as the Company’s auditors in May 2016, we developed a comprehensive plan to ensure an effective and efficient initial audit.) (FC: Format)


Ach so:
• die Commerzbank Amsterdam war auch mittendrin statt nur dabei :D
Wenn die Dinge so klar klar auf Seiferts Seite liegen würden,
hätte Steinhoff nicht geklagt und wenn, dann wäre die Sache in Wien längst zu
Seiferts Gunsten ausgegangen.
Über rechtlich eindeutige Sachverhalte prozessiert man besser nicht.
Man kann nur verlieren, bestensfalls Zeit gewinnen und dabei
auch noch im Rechtsstreit Geld verlieren.

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