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Neuer Geschäftszweig entdeckt Das große Krypto-Geheimnis der alten Finanzindustrie

20.07.2018, 13:08  |  10583   |   |   

Laut Bloomberg sind Krypto-Policen der neue heiße Geschäftszweig vieler traditioneller Versicherer wie z. B. der Allianz. Diese halten sich jedoch bedeckt.

Es ist ein offenes Geheimnis: Immer mehr etablierte Versicherer bieten Krypto-Policen an. Brancheninsidern zufolge gelten Krypto-Versicherungen als das neue große Geschäft, in das sich immer mehr etablierte Finanzunternehmen hineinwagen. Wenige Konzerne wollen allerdings offen darüber sprechen oder bewerben die neuen Policen aktiv, so "Bloomberg".

Die Allianz ist eine der wenigen Versicherer, die sich bereiterklärte mit "Bloomberg" über das Thema zu sprechen. Das Unternehmen bietet seit etwa einem Jahr individuelle Krypto-Versicherungen, die den Diebstahl von Kryptowährungen abdecken, an. Christian Weishuber, Unternehmenssprecher der Allianz erklärte gegenüber "Bloomberg": "Versicherung für die Aufbewahrung von Kryptowährungen bieten eine große Chance. [...] wir untersuchen Produkt- und Abdeckungsoptionen in diesem Bereich".

Es ist unklar wieviel Versicherer Krypto-Policen anbieten, aber Branchenexperten gehen von mehr als einem Dutzend aus. Wichtige Versicherer am Markt sind neben der Allianz, Marsh & McLennan, American International Group, Chubb, die XL Group und Aon, die nach eigenen Angaben über 50 Prozent Marktanteil bei Krypto-Versicherungen haben. Über die Prämien ist indes wenig bekannt. XL erklärte, ohne Details zu nennen "wir sind sehr vorsichtig wenn wir die Risiken betrachten und wir analysieren sie von Fall zu Fall".

Laut "Bloomberg" hat Coinbase, eine der am weitesten verbreiteten Krypto-Börsen, für einen kleinen Teil seiner digitalen Token Krypto-Versicherungen abgeschlossen. Versichert sind Gelder in sogenannten Hot Wallets, die bis zu 2 Prozent des Kundenvermögens enthalten können und im aktiven Handel eingesetzt werden. Coinbase gibt jedoch keine Auskunft darüber, ob und wenn ja wie hoch die verbleibenden Token, die als Sicherheitsmaßnahme offline gespeichert werden, versichert sind.

Wegen zunehmender Hackerattacken sind für viele Krypto-Start-ups Versicherungen zwingend notwendig. Welch Ironie des Schicksals, dass die Krypto-Industrie, die ursprünglich aus dem techno-utopischen Wunsch heraus entstand, ihre Nutzer aus dem traditionellen Finanzsystem zu befreien, nun konventionelle Versicherungen als einen Weg in den Mainstream sieht.

Quelle:

Bloomberg

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