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Anlegerverlag Evotec: Wenn dieses Plus hält, müssten die Bären wohl einpacken

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
20.07.2018, 14:28  |  2058   |   |   

Fundamentale Argumente dafür, dass sich der Aktienkurs des Wirkstoff-Forschers Evotec (ISIN: DE0005664809) im vergangenen Herbst fast halbierte, gab es zwar nicht. Aber dieser Abverkauf der bis dahin zu den Top-Performern des Jahres 2017 gehörenden Aktie war derartig brutal, dass sich die Käuferseite nicht mehr recht herantrauen mochte. Zumal es ein ums andere Mal gelang, eine Wende an wichtigen Charthürden „abzuschießen“.

Die Bären hatten Evotec fest auf ihrem Zettel. Und es gelang ihnen, die Aktie im Zaum zu halten. Trotz der regelmäßig positiven Nachrichten, trotz neuer Kooperationen mit Celgene und Sanofi, die gutes Geld in Evotecs Kassen spülten. Mit dem einzigen, mickrigen Argument, dass Evotec die Gewinnerwartung der Analysten hinsichtlich des ersten Quartals 2018 verfehlt habe. Was erstens kein dramatisches „Fail“ war und zweitens bei Biotechnologieunternehmen so eine Sache ist, denn da die Gewinne einigermaßen genau auf Quartalsebene zu schätzen, ist kaum drin. Aber jetzt, jetzt haben die Bullen ihre Chance. Wenn Evotec da schließt, wo sie aktuell steht, kann es das gewesen sein mit diesem Leerverkäufer-Spuk. Sehen wir uns den Chart an:

 

 

Evotec hatte gestern mit dem Rückenwind einer nach oben davonziehenden MorphoSys-Aktie zugelegt, hatte aber auch eigene positive Nachrichten zu bieten: Vier Millionen als Meilensteinzahlung von Bayer. Bayer? In der Tat, Bayer. Manchen mag es da erst wieder eingefallen sein, dass Evotecs Kooperationsliste nicht nur aus den Neuzugängen Celgene und Sanofi besteht, sondern lang ist. Die Aktie, ohnehin seit Wochenbeginn gut unterwegs, lief dadurch ans untere Ende der entscheidenden Widerstandszone 16,70/16,92 Euro heran. Entscheidend insofern, weil ein Schlusskurs über 16,92 Euro aus rein charttechnischer Sicht eine Bodenbildung abschließen würde. Derzeit ist die Aktie über dieser Linie. Und dass sie am Morgen erst einmal abtauchte, dann aber davonzog und auch nicht wegrutschte, als der Gesamtmarkt zur Mittagszeit wegen Donald Trumps neuesten Drohungen Richtung China in die Knie ging, ist ein sehr starkes Signal.

Wenn die Aktie bis 17:30 Uhr stark bleibt, kann da allerhand nach oben drin sein, die nächste markantere Widerstandslinie läge immerhin erst bei 19,82 Euro. Und wenn die verbliebenen Leerverkäufer es nicht schaffen, Evotec wieder unter die 16,92 zu drücken, könnten da Eindeckungen von Leerverkäufen aufkommen, die den Anstieg noch intensivieren würden. Fazit: Letzte Chance für die Bären, sonst müssten sie, solange dieser Anstieg nicht schon Anfang kommender Woche zur Bullenfalle würde, wohl einpacken!

 

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