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Anlegerverlag Netflix: Rettungskäufe vergebens … sind jetzt die Bären dran?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
23.07.2018, 08:00  |  1016   |   |   

Die Hand in Hand mit der Hausse der Aktie steigende Erwartungshaltung der Anleger wurde am Montag vergangener Woche nach US-Handelsende jäh „abgeschossen“: Netflix (ISIN: US64110L1061) verfehlte die Prognosen im zweiten Quartal, vor allem die klar hinter den Erwartungen zurückgebliebene Zahl neuer Abonnenten stieß sauer auf. Die Aktie sackte am nächsten Tag zu Handelsbeginn über 13 Prozent durch. Aber dann geschah ein scheinbares Wunder:

Die Verluste wurden kleiner und kleiner, am Ende stand am Dienstag eine gewaltige weiße Kerze und ein Abschlag von „nur“ etwa fünf Prozent zu Buche. Das wirkte, als hätten die Investoren diese negative Reaktion als ideale Einstiegschance wahrgenommen, immerhin beeilten sich nicht wenige Analysten, diese anfänglich dramatische Reaktion auf das Verfehlen ihrer Prognosen als eine solche darzustellen. Aber trog der Schein womöglich?

 

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Das ist sehr gut denkbar. Dass nach diesen „Rettungskäufen“ nichts mehr nachkam, Netflix drei Tage am Stück abbröckelte und damit per Freitagabend mit 361 US-Dollar schon wieder näher am Selloff-Tief von 344 US-Dollar als am im Zuge der Aufholjagd erreichten Hoch von 385 US-Dollar schloss, ist bezeichnend. Schlechte Nachrichten bleiben schlechte Nachrichten, auch, wenn versucht wird, mit aller Macht einen umgehenden Abverkauf zu verhindern. Vor allem, wenn die Motivation dafür so durchschaubar ist wie in diesem Fall. Denn am Freitag war die Abrechnung der Optionen an der Terminbörse. Und einige große Adressen dürften immense Verluste kassiert haben, wenn die Netflix-Aktie zuvor dort durchgerutscht wäre, wo sie durchzurutschen drohte, bevor diese überraschende Kaufwelle auftrat:

Durch die mittelfristige, seit Dezember geltende Aufwärtstrendlinie und die Supportzone 334/339 US-Dollar. Beide konnten am Dienstag durch diese Rallye gehalten werden. Aber per Freitagabend fiel die Aktie doch noch durch die Aufwärtstrendlinie. Und das auch noch nach einem Pullback an die Nackenlinie des Doppeltopps, das durch die Reaktion auf die schwache Quartalsbilanz vollendet wurde. Damit ist diese Trendwendeformation bestätigt, die Trendlinie trotzdem gebrochen … und das Zugpferd in Form der Terminbörsen-Abrechnung vom Tisch. Gut möglich also, dass nicht wenige jetzt zusehen, dass sie hier auf noch gutem Niveau aus der Aktie herauskommen, immerhin war Netflix‘ Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis schon ungewöhnlich hoch, bevor diese Quartalsbilanz die hochfliegenden Erwartungen zurechtstutzte. Wer besonnen und vorsichtig agiert, würde indes den Bruch dieser Unterstützungszone 334/339 US-Dollar abwarten!

 

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