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Zwischenbilanz Warum gibt es bei Google nichts zu lachen?

24.07.2018, 11:32  |  2993   |   |   

Google-Muttergesellschaft Alphabet berichtete am Montag über einen starken Gewinnrückgang, da das Unternehmen 5 Mrd. US-Dollar Strafe von der EU berücksichtigt.

Die Europäische Union hatte Google Anfang dieses Monats eine Geldstrafe i. H. v. 5 Mrd. US-Dollar auferlegt. Sie basiert auf einer umfassenden Untersuchung der Politik des Technologieunternehmens, die Smartphone-Hersteller zu zwingen, die Such- und Browseranwendungen von Google auf Geräten mit dem mobilen Betriebssystem Android vorzuinstallieren. Das Unternehmen legt gegen das EU-Urteil Berufung ein.

Die EU-Entscheidung wurde von Donald Trump kurz nach ihrer Bekanntgabe angegriffen. "Ich hab's dir ja gesagt! Die Europäische Union hat gerade eine Geldstrafe von fünf Milliarden Dollar gegen eines unserer großen Unternehmen, Google, verhängt. Sie haben die USA wirklich ausgenutzt, aber nicht mehr lange!", so Trump auf Twitter.

Alphabet meldete für das Quartal einen Umsatz von 26,24 Mrd. US-Dollar, was die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf, und erzielte einen Gewinn von 2,8 Mrd. US-Dollar, nach einem Gewinn von 4,1 Mrd. US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ohne die Geldbuße hätte das Unternehmen einen Umsatz von 32,6 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 7,8 Milliarden Dollar erzielt.

In einer Erklärung sagte Ruth Porat, Chief Financial Officer von Alphabet und Google, das Unternehmen habe "ein weiteres Quartal mit sehr starker Leistung" geliefert. Der Kurs der Alphabet-Aktie stieg im Nachbörsenhandel um über sechs Prozent, da die Anleger die langfristigen Auswirkungen der EU-Geldbuße ignorierten.

Alphabet sieht sich auf beiden Seiten des Atlantiks mit regulatorischem Gegenwind konfrontiert, da der Gesetzgeber zunehmend über seine Dominanz bei Online-Werbung besorgt ist. Das Anzeigengeschäft von Google wuchs im Laufe des Quartals um 24 Prozent.

Alphabet ist nun in einem engen Wettlauf mit Apple, Amazon und Microsoft, um das erste Unternehmen zu werden, das jemals mit 1 Billion Dollar bewertet wurde. "Die Android-Geldbuße könnte darauf hindeuten, dass das höchste regulatorische Risiko jetzt im Rückspiegel liegt", schrieb Mark Mahaney von RBC Capital Markets in einer Notiz  vom Montag.

Jüngste Expertenmeinungen vom 23.07.2018:

Die australische Investmentbank Macquarie sieht die Alphabet(A)-Aktie bei einem Kursziel von 1.200 US-Dollar. 

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung der A-Aktie bei 1.330 US-Dollar belassen.

Aktuell kostet eine Aktie 1.211 US-Dollar (+1,10 Prozent).

Alphabet Registered (A)

 

Quelle:

The Guardian

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Wieso regt sich der amerikanische Präsident über die EU so auf? Amerika verhängt doch auch Strafen an EU-Unternehmen.

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