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Devisen: Eurokurs gesunken - Türkische Lira gerät stark unter Druck
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Devisen Eurokurs gesunken - Türkische Lira gerät stark unter Druck

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
24.07.2018, 13:46  |  1542   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Dienstag zugelegt. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg bis zum Mittag auf 1,1711 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch rund einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1716 (Freitag: 1,1670) Dollar festgesetzt.

Am Vormittag veröffentlichte Konjunkturdaten wurden am Devisenmarkt positiv aufgenommen. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hatte sich im Juli zwar überraschend deutlich eingetrübt. Belastet wurde der Indikator durch die schwächere Entwicklung im Dienstleistungssektor, während sich die Lage in der Industrie trotz der Handelskonflikte verbesserte. Dies ist bemerkenswert, da die Industrie besonders unter möglichen Zollkonflikten leidet. Zuletzt hatte sich der von den USA ausgelöste Handelsstreit mit der EU, China, Mexiko und Kanada verschärft.

"Die frohe Botschaft ist: Der fortgesetzte Handelsstreit scheint die Unternehmen in den Sommermonaten nicht weiter zu belasten", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. "Nach einem verhältnismäßig schwachen ersten Halbjahr dürften die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten wieder etwas an Fahrt aufnehmen." Der im Juli etwas schwächere Dienstleistungssektor sollte laut Gitzel hingegen nicht überbewertet werden.

Stark unter Druck geraten ist die türkische Lira. Die türkische Notenbank hatte zuvor trotz einer Rekord-Schwäche der Landeswährung Lira und einer galoppierenden Inflation ihren Leitzins überraschend nicht weiter angehoben. Der Leitzins verharrte bei 17,75 Prozent, während Volkswirte überwiegend mit einer Erhöhung auf 18,75 Prozent gerechnet hatten. Staatschef Recep Tayyip Erdogan ist jedoch ein Gegner hoher Zinsen - und hat die Notenbank unter seine Fittiche genommen. Euro und Dollar legten zur türkischen Lira um mehr als vier Prozent zu./jsl/jkr/jha/

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