DAX+1,48 % EUR/USD+0,10 % Gold+0,11 % Öl (Brent)+1,00 %

Insolvenzgefahr Zentralbanker verbeugen sich vor Erdogan: Abstürze an allen türkischen Finanz-Fronten

24.07.2018, 17:36  |  7058   |   |   

Überraschend lassen die türkischen Notenbanker die Leitzinsen unverändert und folgen damit der gefährlichen Wirtschaftspolitik ihres nahezu diktatorischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die obersten türkischen Währungshüter teilten heute mit, dass der geldpolitische Schlüsselsatz bei 17,75 Prozent bleibe – keine Zinserhöhung. Investoren hofften auf eine Anhebung der Zinsen, welche die grassierende Inflation (fast 15,4 Prozent im Juni 2018 - so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr) zurückdrängen könnte. Analysten rechneten vor der Bekanntgabe mit einer Zinserhöhung um einen Prozentpunkt auf 18,75 Prozent. Zentralbanken versuchen in der Regel, durch höhere Zinsen stark steigende Verbraucherpreise zurückzudrängen.

Mit ihrer heutigen Entscheidung folgen die Nationalbanker der Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der eine Erhöhung des Leitzinses ablehnt und gleichzeitig mehr Kontrolle auf die türkische Nationalbank ausüben möchte. Erdogan möchte z. B. in Zukunft Spitzenfunktionäre der Zentralbank selbst ernennen. Kritiker von Erdogans Politik sorgen sich, dass die Unabhängigkeit der Notenbank in Gefahr gerät.

Sofort nach der heutigen Zinsentscheidung stürzten die Krisenbarometer der türkischen Wirtschaft ab: Die Landeswährung der Türkei, die türkische Lira, verlor deutlich. Zeitweise kostete der US-Dollar (USD) 4,9133 Lira (TRY), was ein Anstieg von 3,7 Prozent ist. Seit Jahresanfang müssen Besitzer der türkischen Lira einen Wertverlust von fast 23 Prozent hinnehmen. Die immer schwächere Landeswährung heizt die wachsende Inflation weiter an.

Bei den Anleihen gab es starke Ausschläge bei türkischen Staatsanleihen, die in US-Dollar begeben wurden. Hier kam es nach der Zinsentscheidung zu deutlichen Kursrückgängen, gleichwohl legte die Rendite bei den zehnjährigen Anleihen um 0,23 Prozentpunkte auf 7,06 Prozent zu. Auf der Seite der Aktien verlor der türkische Leitindex BIST 30 mehr als zwei Prozent.

Quellen:

Reuters

Seite 1 von 2


6 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

krass venezuela seit langem enge freundschaft mit der türkei, auch sofort schlagzeile unnormal. es kann und wkrd nicht ausgebeutet bei den ländern und deswegen solche artikel. da sage ich nur keine regierung im lande nach den wahlen. aso da fehlt bestimmt die souverinität
Mir tut der Gröfdi (Grösster Führer des Islams) irgendwie leid. Ich habe mit Lachen seine Kampagne verfolgt, wo er seine Wähler aufrief, ihn zu wählen und damit den Schurkenstaaten, die Unheil in der Welt anrichten, eine osmanische Ohrfeige zu erteilen...

... und das genau der Kerl jetzt so in seinem Land mit der abgewerteten Währung kämpfen muss, was seine Wähler mit Sparguthaben wohl nicht so toll finden werden.

für Inter-Kartoffel-Döner-Privileged-Partnerships-then-and-when
Allah u akbar!(Oh mein Gott,für mich)Hoffentlich hat der Berater vom Anhänger des Gröfdis(Grösster Führer des Islam),beim FC Arsenal die Gage seines Zöglings in brit.Pfund oder ähnlichem ausgehandelt!Sonst muss der Frosch vielleicht doch noch für sein Doppelpassland spielen.

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel