Was Anleger jetzt noch von der Steinhoff-Aktie erwarten können

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
25.07.2018, 09:26  |  12732   |   |   

Plus 200 % in wenigen Tagen, das soll der Steinhoff International Holding (WKN:A14XB9) erst mal jemand nachmachen. Der Skandalkonzern hat große Fortschritte bei der Rückkehr zur Normalität gemacht und die Erleichterung ist groß. Nach dem Kursfeuerwerk und dem anschließenden Abverkauf könnten bald ruhigere Zeiten auf die Aktionäre zukommen.

Die letzten Entwicklungen

Die letzten Monate hat Steinhoff vor allem mit Feuerlöschen zugebracht. Egal ob Zulieferer und Kunden, Aktionäre und Fremdkapitalgeber oder Staatsanwaltschaft und Presse: Alle übten enormen Druck auf das neue Management aus. Diverse Vermögenswerte mussten liquidiert, die Buchhaltung drastisch korrigiert und Kosten gesenkt werden. Vor allem aber musste verhindert werden, dass ein Insolvenzereignis eintritt.

Nachdem der Verlustbringer Kika/Leiner verkauft wurde, gelang es jetzt auch, die akuten Gläubiger dazu zu überreden, einer Verlängerung zuzustimmen. Damit wurde die Pleitegefahr zum großen Teil eliminiert und das führte zu einer Kursexplosion von 7 auf zwischenzeitlich weit über 20 Eurocent – eine Verdreifachung innerhalb von wenigen Tagen.

So kann es wohl nicht weitergehen und es ist durchaus verständlich, dass sich einige Aktionäre verabschiedet haben. Wie zu erwarten, gab es dieses Zugeständnis nämlich nicht umsonst. Für Aktionäre ergibt sich deshalb mit Blick auf die kommenden drei Jahre ein gemischtes Bild.

Die Konditionen des neuen Kredits

Primär geht es um die voll ausgeschöpfte revolvierende Kreditlinie von 750 Mio. Euro für die Immobilientochter Hemisphere International Properties, die Anfang August ausgelaufen wäre. Fast alles andere konnte wohl entweder bereits geregelt werden oder wird erst in einigen Jahren relevant.

Weil Fremdkapital gegenüber dem den Aktionären zustehenden Eigenkapital Vorzugsrechte hat, sind die Gläubiger am Drücker. Diese Macht nutzen sie selbstverständlich, um gute Bedingungen für das erneuerte und nun bis Ende 2021 laufende Finanzierungsvehikel herauszuschlagen. Bis zum 3. August hätte Steinhoff demzufolge noch Zeit, den betreffenden Kreditbetrag durch Tilgungen zu reduzieren, aber da geht wahrscheinlich nicht mehr viel.

Zunächst einmal gibt es dann pauschal ein Verlängerungshonorar in Höhe von 3 % des nominalen Kreditbetrags, der sich somit um 22,5 Mio. Euro erhöht. Die Gesamtsumme wiederum soll mit stolzen 10 % jährlich verzinst werden. Diese rund 78 Mio. Euro müssen, wenn irgendwie möglich, halbjährlich in zwei Raten bezahlt werden. Dividenden sind ausgeschlossen und jegliches überschüssige Kapital muss dafür verwendet werden. Gibt es nicht genug Geldmittel, muss Steinhoff Sachleistungen im gleichen Wert abtreten.

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2 Kommentare

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Kommentare

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25.07.18 22:52:31
Zitat von AktiesuchtBauer: also wird weiter gezockt, bis das Schiff in Flammen aufgeht ***
Schiff Ahoi ***


Falsch! Schiff brennt schon...wird nur gerade gelöscht..🚢 ⚓😜
Avatar
25.07.18 19:07:28
also wird weiter gezockt, bis das Schiff in Flammen aufgeht ***
Schiff Ahoi ***

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