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Pressemeldung: DJE: FMM-Strategie - Fokus auf die Berichtssaison
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Pressemeldung DJE: FMM-Strategie - Fokus auf die Berichtssaison

Nachrichtenquelle: Asset Standard
25.07.2018, 12:05  |  958   |   |   

Das Analystenteam von DJE beobachtet und bewertet die Märkte laufend anhand der hauseigenen FMM-Methode nach fundamentalen, monetären und markttechnischen Kriterien. Einmal im Monat fassen sie ihre Ergebnisse zusammen.

Vom Analystenteam der DJE Kapital AG

Wir behalten den eingeschlagenen eher defensiven Kurs bei. Die jüngste Aktienmarktkorrektur hatten wir antizipiert und vorsorglich geraten, die Investitionsquote um 10% zu reduzieren. Die Markttechnik hat sich in der Zwischenzeit verbessert, weshalb wir mit der Investitionsquote wieder etwas höher, sprich zurück Richtung Neutral, gehen. Nach der jüngsten Welle überwiegend schlechter Nachrichten dürfte sich der Fokus in den nächsten Wochen auf die nun anlaufende Berichtssaison konzentrieren. Diese sollte in den USA gut ausfallen und auch in Europa dürfte der etwas schwächere Euro Entlastung bringen. Den Euro sehen wir bei 1,15 gut unterstützt, sowohl von der Kaufkraft als auch von den Sentiments.


Fundamental

Es fällt uns schwer, eindeutig einen abrupten Konjunkturabschwung zu attestieren. Mit einem Zeithorizont von 1 bis 3 Monaten sind wir weitgehend neutral. Zugegeben, Aktien sind nicht billig, und der Zyklus ist sehr reif, aber es erscheint uns noch zu früh, die Bremse voll zu treten.

Die schwachen Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes, Ifo und Sentix wären normalerweise gute Vorboten für eine konjunkturelle Abschwächung, aber unseres Erachtens sind die Rückgänge dieser Indikatoren primär auf die medial sehr präsenten Handelsstreitigkeiten zurückzuführen und weniger auf eine tatsächliche Abschwächung der Wirtschaft. Insofern besteht die Chance, dass sich die Situation deutlich entspannt, sobald Einigungen gefunden werden können. Leider ist der Ausgang sehr digital und im Moment gibt es noch kein Zeichen, dass eingelenkt wird.

Wir möchten nicht zu lange an der Hoffnung einer konstruktiven Lösung festhalten, aber einstweilen sind in Europa extrem viele Konjunkturenttäuschungen eingepreist. Das dürfte sich zunächst einmal beruhigen (jüngste positive Signale kamen von den Auftragseingängen und der Industrieproduktion in Deutschland). Die Konjunktur in den USA läuft ohnehin sehr gut. Sollte US-Präsident Trump 2019 noch einmal Geld für Infrastrukturausgaben in die Hand nehmen, dann dürfte der Arbeitsmarkt sogar Überhitzungserscheinungen zeigen.

Uns ist bewusst, wie wichtig es sein wird, das klassische Zyklushoch zu erkennen. Gut möglich, dass wir uns auch schon vor 2019 deutlicher drehen, aber zunächst schätzen wir die Chancen noch größer ein als die Risiken. Gerade der US-Markt ist sehr stark in allen Bereichen (Aktien, Immobilien, Arbeitsmarkt).

In China dagegen ist die Stimmung scheinbar besser als die Lage, denn weder die Aktien noch die Immobilien laufen gut. Dennoch sind die Umfragewerte, etwa im Verbrauchervertrauen, weiter gut. Wir gehen stark davon aus, dass China sehr schnell auf eine ernstere wirtschaftliche Abschwächung reagieren kann, indem z.B. bestehende Restriktionen für den Immobilienmarkt gelockert werden. Angeblich wäre die Nachfrage sofort verfügbar. Am gefährlichsten schätzen wir aktuell die Schwellenländer ein. Mit dieser Meinung sind wir nicht allein. Das ist inzwischen Konsensus, nachdem die Stimmung zu Anfang des Jahres noch recht euphorisch war. Uns stört aber nach wie vor die hohe Verschuldung in US-Dollar.


Monetär

Monetär sind wir neutral. Die Wachstumsraten der Geldmengen und der Überschussliquidität haben sich schrittweise reduziert und geben nur noch schwachen Rückenwind. In China sind die Geldmengen sogar rückläufig, allerdings zeigen unser Regressionsanalysen keinen signifikanten Zusammenhang zur Aktienmarktperformance. In China ist uns positiv aufgefallen, dass die Produzentenpreise zuletzt mit 4,7% stiegen, was üblicherweise ein gutes Zeichen ist.

Aufgrund der steigenden Ölpreise rechnen wir im Sommer mit weiter steigenden Inflationsraten in den USA und sehen auch noch nicht das Ende des Ölpreisanstiegs, wenn der Iran tatsächlich vom Markt verschwinden sollte.

In den USA sehen wir positive Signale von der Kreditvergabe, die jüngst wieder deutlich anzieht. Die Zinsen am langen Ende steigen in den USA wie erwartet nicht nachhaltig über die Marke von 3%. Das führt dazu, dass die Zinsstrukturkurve sehr flach verläuft, denn für die Fed gibt es – auch wegen des hervorragenden Arbeitsmarktes – kaum Gründe, vom Zinserhöhungspfad abzurücken. Wir sehen die flache Zinsstrukturkurve noch nicht so negativ wie viele andere. Erstens ist die Kurve noch nicht invers, zweitens ist das lange Ende künstlich gedrückt, u. a. durch die starke internationale Nachfrage, und drittens tritt die Signalwirkung zeitlich meist stark verzögert ein.

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