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Zweifel überwiegen Deutsche Bank: Analysten bleiben trotz Fortschritten skeptisch

25.07.2018, 15:29  |  2766   |   |   

Trotz über 400 Millionen Euro Gewinn, hat die Mehrheit der Analysten bei der Deutschen Bank Bedenken. Deutschlands größte Bank baut unterdessen seine Strategieabteilung um.

Bei der kriselnden Deutschen Bank scheint es trotz Konzernumbau aufwärts zu gehen: Im zweiten Quartal dieses Jahres machte Deutschlands größtes Bankhaus einen Gewinn von 401 Millionen Euro. Viele Analysten bleiben dennoch skeptisch. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Analystenmeinungen:

Barclays: "Underweight"

Aktienanalysten der britischen Investmentbank Barclays sprechen eine teilweise Verkaufsempfehlung aus. Sie belassen die Deutsche Bank-Aktie auf "Underweight" mit einem Kursziel von 8 Euro. Zwar sei der Gewinn erwartungsgemäß ausgefallen, allerdings sei das Geschäft mit Anleihen, Rohstoffen und Währungen sehr schwach verlaufen.

Commerzbank: "Hold"
Commerzbank-Analysten belassen die Deutsche Bank-Aktie auf "Hold" bei einem Kursziel von 11 Euro. Analyst Christoph Blieffert erklärte, dass sich die Kapitalsituation von Deutschlands größtem Geldhaus verbessert habe, die geringe Profitabilität bleibe aber weiterhin ein Problem. Bei dem derzeitigen Kursniveau gebe es insgesamt eher Potenzial als Risiken.

Independent Research: "Sell"
Das Analysehaus Independent Research spricht eine Verkaufsempfehlung für die Deutsche Bank aus und belässt das Kursziel bei 9 Euro. Zwar verlaufe der Konzernumbau nach Plan, allerdings fielen die Erträge weiterhin stärker als die Kosten, so Analyst Markus Rießelmann.

JPMorgan: "Neutral"
Die US-Bank JPMorgan belässt das Papier auf "Neutral" und rät damit zum Halten der Aktie. Das Kursziel bleibt unverändert bei 11 Euro. Analyst Kian Abouhossein bemängelt, dass der Vorsteuergewinn niedriger als prognostiziert gewesen sei. Fortschritte konnten aber bei Kapitalausstattung und Schuldenquote gemacht werden. Der hohe Kapitalpuffer sei jedoch vorteilhaft für Investitionsentscheidungen.

RBC: "Underperform"
Analysten des Analysehaus RBC glauben, dass sich der Aktienkurs der Deutschen Bank schlechter entwickeln wird als der Gesamtmarkt. Sie belassen die Deutsche Bank-Aktie auf „Underperform“ mit einem Kursziel von 8 Euro. Zwar verlaufe der Konzernumbau nach Plan, trotzdem sei das zweite Quartal schlechter verlaufen als gedacht, so die RBC-Analystin Anke Reinigen.

Die WirtschftWoche liegt indes eine interne Mitteilung vor, dass die Deutsche Bank ihre Strategieabteilung umbaut. Alexander von zur Mühlen soll den neuen Deutsche Bank-Chef Christian Sewing unterstützen und den "Umbau des Konzerns begleiten".

Im Xetra-Handel steht die Deutsche Bank-Aktie derzeit mehr als ein Prozent im Minus (Stand: 25.07.2018, 15:01:18  Uhr)

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