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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
25.07.2018, 16:56  |  542   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Handelsstreit: Trump empfängt Juncker - ifo-Index etwas leichter

DAX im Minus

- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion -

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will offenbar selbstbewusst in das Treffen mit Donald Trump gehen und hofft auf ein Angebot des US-Präsidenten zum Handelsstreit. “Wir sitzen hier nicht auf der Anklagebank. Insofern brauchen wir uns auch nicht zu verteidigen”, sagte Juncker in einem Interview des ZDF vor dem Besuch im Weißen Haus am Mittwoch. “Es kann ja auch sein, dass Herr Trump uns auch etwas anzubieten hat.” Die Bundesregierung hat Juncker und dessen Delegation unterdessen zu einer harten Haltung im Handelsstreit aufgefordert.

Vor seinem Treffen mit der EU-Führung zum Handelsstreit hat US-Präsident Donald Trump tatsächlich bereits einen Deal vorgeschlagen, an dessen Umsetzung er aber offenkundig selbst nicht glaubt. Sowohl die USA als auch die Europäische Union könnten sämtliche Zölle, Handelsbarrieren und Subventionen aufheben, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. “Das wäre dann endlich das, was man Freien Markt und fairen Handel nennt! Ich hoffe, sie tun es. Wir sind dazu bereit - aber sie sind es nicht!”

Deutschland und Japan wollen die bestehende internationale Ordnung gemeinsam gegen zunehmende nationale Alleingänge verteidigen. Die Außenminister Heiko Maas und Taro Kono vereinbarten heute bei einem Treffen in Tokio eine engere Zusammenarbeit für Freihandel, Klimaschutz und Menschenrechte. Beide großen Wirtschaftsmächte wollen in den Staatengruppen G7 und G20 sowie in den Vereinten Nationen enger kooperieren.

Die Staats- und Regierungschefs der aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika kommen heute in Johannesburg zu einem Gipfeltreffen zusammen. Bei den dreitägigen Beratungen der sogenannten BRICS-Staaten soll es unter anderem um Wirtschaftsthemen, UN-Friedensmissionen und die Gründung eines gemeinsamen Zentrums zur Impfstoffforschung gehen. Es wird erwartet, dass bei den Gesprächen der Schwellenländer auch der jüngst von US-Präsident Donald Trump begonnene Handelskonflikt eine Rolle spielen könnte.

Nach seiner scharfen Drohung gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump signalisiert, dass er womöglich zu einem neuen Atomabkommen mit der Islamischen Republik bereit wäre. “Wir werden sehen, was passiert, aber wir sind bereit, einen richtigen Deal zu machen, nicht so einen Deal, wie ihn die Vorgängerregierung gemacht hat, was eine Katastrophe war”, sagte Trump am Dienstag bei einer Rede vor Veteranen in Kansas City.

Der DAX startete heute schon mit leichten Abschlägen in den Tag. Aktuell notiert das deutsche Börsenbarometer bei 12.603 Punkten mit 0,7 Prozent im Minus.

Ifo-Geschäftsklima etwas eingetrübt

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli etwas weniger als erwartet verschlechtert. Wie das ifo-Institut heute in München mitteilte, fiel der von ihm erhobene Geschäftsklimaindex um 0,1 Punkte auf 101,7 Zähler. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 101,5 Punkte gerechnet.

Die befragten Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als zuletzt, die Erwartungen für das nächste halbe Jahr haben sich aber verschlechtert. Das ifo-Geschäftsklima gilt als der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft.

Linde profitiert vom Anlagenbau - Praxair-Fusion im Plan

Der vor der Fusion mit Praxair stehende Linde-Konzern hat im zweiten Quartal von besseren Geschäften in der kleineren Sparte Anlagenbau profitiert.

Der Umsatz der Münchner legte von April bis Juni um 1,1 Prozent auf 4,46 Milliarden Euro zu, wie der DAX-Konzern heute in München mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte wären die Erlöse sogar um acht Prozent gewachsen.

Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte nicht zuletzt dank Kosteneinsparungen um 3,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 429 Millionen Euro übrig. Das waren gut 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Allerdings rückt die Bilanz derzeit eher in den Hintergrund. Denn bei Linde steht schon seit längerem die geplante Fusion mit dem kleineren US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Gase-Anbieter im Mittelpunkt. Der Abschluss der Fusion sei weiterhin in der zweiten Jahreshälfte geplant, hieß es.

Um die Kartellbehörden in Europa, den USA und Brasilien zur Genehmigung des Deals zu bewegen, kündigten beide Konzerne milliardenschwere Verkäufe an. Denn während die Aktionäre bereits dem Zusammengehen zugestimmt haben, könnte die Fusion noch an zu hohen Auflagen oder dem Veto der Kartellbehörden scheitern.

Deutsche Bank arbeitet sich langsam aus dem Tief heraus

Die in einer schweren Krise steckende Deutsche Bank hat unter ihrem neuen Chef Christian Sewing erste Fortschritte verzeichnet. Denn die lange schrumpfenden Einnahmen stabilisierten sich im zweiten Quartal weitgehend und auch der Gewinn fiel besser aus als befürchtet. Allerdings sind die Kosten im Branchenvergleich immer noch hoch. Das einst so lukrative Geschäft rund um den Kapitalmarkt bereitet weiter Probleme.

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