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Devisen: Eurokurs kaum bewegt - Fokus auf Treffen zwischen Trump und Juncker
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Devisen Eurokurs kaum bewegt - Fokus auf Treffen zwischen Trump und Juncker

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.07.2018, 21:21  |  581   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch auch im US-Handel keine klare Richtung gefunden. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1700 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit ungefähr auf dem Niveau im frühen europäischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1690 (Dienstag: 1,1706) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8554 (0,8543) Euro.

Vorübergehend etwas Auftrieb bekam der Eurokurs durch überraschend robuste Konjunkturdaten aus Deutschland. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich im Juli trotz der Verunsicherung durch den Handelsstreit nur leicht eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima befindet sich weiter auf einem hohen Niveau. Analysten hatten einen stärkeren Rückgang erwartet.

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, stuft den leichten Rückgang des Indikators als bedeutungslos ein: "Der Abschwung ist abgesagt. Die Chancen für ein wieder kräftigeres Wachstum im zweiten Halbjahr stehen gut, auch wenn es mit dem Handelsstreit zwischen den USA und dem 'Rest der Welt' sowie dem näher rückenden Brexit zwei gewichtige Risiken gibt."

Im Blick stand zudem das Treffen von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Beide Politiker bemühten sich zum Auftakt ihres Krisentreffens im Handelsstreit öffentlich um Entspannung. Trump zeigte sich optimistisch, bestand aber zugleich auf seiner Forderung nach fairen Handelsbedingungen. Juncker sagte: "Wir sind enge Partner, Verbündete, keine Feinde. Wir müssen zusammenarbeiten."

Die türkische Lira erholte sich etwas von den deutlichen Verlusten vom Vortag. Die türkische Notenbank hatte am Dienstag trotz einer extremen Schwäche der Landeswährung Lira und einer galoppierenden Inflation überraschend von einer weiteren Leitzinsanhebung abgesehen. "Gar nichts zu tun war Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die Unabhängigkeit der Zentralbank bereits beschädigt sehen", kommentierte Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann. Die Abwertung am Dienstag sei daher nicht übertrieben gewesen, sondern als moderat anzusehen./la/he

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