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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Anleger setzen auf Handelskonflikt-Entspannung
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Anleger setzen auf Handelskonflikt-Entspannung

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.07.2018, 22:58  |  1511   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Spekulationen über eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU haben die Wall Street am Mittwoch angetrieben. Die wichtigsten Aktienindizes nahmen am Mittwoch im späten Handel Fahrt auf und schlossen teils deutlich im Plus. Die technologielastigen Auswahlindizes Nasdaq 100 und Nasdaq Composite schwangen sich sogar zu Rekordhöhen auf.

Die Anleger hofften, dass US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bei ihrem Treffen im Weißen Haus Fortschritte erzielt haben. Nach Börsenschluss wurde dann mitgeteilt, dass die EU und die USA tatsächlich eine Einigungen in mehreren Bereichen erzielt haben.

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,68 Prozent auf 25 414,10 Punkte, nachdem er am Dienstag von überwiegend guten Unternehmenszahlen profitiert hatte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,91 Prozent auf 2846,07 Punkte nach oben. Der Nasdaq 100 verzeichnete ein Plus von 1,38 Prozent auf 7508,59 Punkte. Seine Bestmarke liegt nun bei gut 7511 Punkten.

An der Dow-Spitze stiegen die Aktien von Microsoft um rund 3 Prozent. Im Handelsverlauf hatten die Papiere des Software-Unternehmens ein Rekordhoch erreicht. Die Anteilscheine von Coca-Cola zogen um knapp 2 Prozent an. Der Getränkeriese hatte im zweiten Quartal weiter vom Trend zu kalorienarmen Produkten profitiert. Auch dank Kosteneinsparungen hatte der Unternehmensgewinn deutlich zugelegt und die Analystenerwartungen übertroffen.

Die Aktien von Boeing hingegen gaben um 0,66 Prozent nach. Der Flugzeugbauer hatte zwar gute Quartalszahlen präsentiert und die Umsatzprognose angehoben. Offenbar störten sich die Anleger aber daran, dass die neuen Tankflugzeuge für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten das Unternehmen teuer zu stehen kommen.

Bei General Motors (GM) sorgten Belastungen durch den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit für schlechte Stimmung. Der im zweiten Quartal bekanntgegebene Ergebnisrückgang veranlasste die Amerikaner zu einer Gewinnwarnung, was die Aktien um 4,64 Prozent absacken ließ.

AT&T-Aktien verloren angesichts durchwachsener Zahlen rund 4,5 Prozent. Der Telekomkonzern hatte zwar im abgelaufenen Quartal überraschend gut verdient, war aber mit dem Umsatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Dass ein geplanter Stellenabbau den erwarteten Gewinnanstieg bei UPS gebremst hatte, störte die Investoren nicht, im Gegenteil: Die Aktien des Paketdienstes gewannen fast 7 Prozent. Der um den Stellenabbau bereinigte Gewinn je Aktie war höher als erwartet ausgefallen.

Mit Blick auf die Technologiewerte legte der Chip-Spezialist Texas Instruments eine Woche nach dem unerwarteten Rücktritt von Vorstandschef Brian Crutcher überraschend gute Quartalszahlen vor. Dennoch gaben die Anteilscheine um rund 0,5 Prozent nach. Analyst Timothy Arcuri von der schweizerischen Großbank UBS hatte gemahnt, es drohe eine zyklische Abschwächung zum Ende des Jahres, die negative Auswirkungen auf die Nachfrage aus der Industrie haben dürfte.

Bei den Aktien von NXP stand ein Minus von mehr als 2 Prozent zu Buche. Bereits kurz vor Börsenschluss war durchgesickert, was nach Ertönen der Schlussglocke offiziell bestätigt wurde: Der Chiphersteller Qualcomm bläst die Übernahme des niederländischen Branchenkollegen ab, nachdem er zuvor bereits mehrmals die Angebotsfrist für den Kauf verlängert hatte. Die Qualcomm-Papiere gingen rund 1 Prozent höher aus dem Handel.

Ebenfalls nach Börsenschluss wurde bekannt, dass das Online-Netzwerk Facebook beim Umsatz und den Nutzerzahlen enttäuscht hatte: Die Anteilscheine sackten im nachbörslichen US-Handel um knapp 8 Prozent ab.

Der Eurokurs profitierte von den Spekulationen über eine Entspannung im Handelsstreit und stieg auf zuletzt 1,1733 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1690 (Dienstag: 1,1706) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8554 (0,8543) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren angesichts der Gewinne an der Wall Street 6/32 Punkte auf 99 5/32 Punkte und rentierten mit 2,973 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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