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156-Prozent-Chance mit Volkswagen

26.07.2018, 07:30  |  619   |   |   

Börsianer kamen gestern und kommen heute ums Thema Handelsstreit nicht herum, denn gestern verhandelte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Weißen Haus über die Streitpunkte mit US-Präsident Donald Trump. Dabei gab es offenbar weitreichende Zugeständnisse Junckers, wie Diplomaten verkündeten. Die Kurse zogen an der Wall Street kurz vor Handelsschluss auf breiter Front an und auch der DAX tendierte nachbörslich deutlich nach oben. Zuvor war Trump auf die Idee gekommen, doch sämtliche Zölle, Hürden und Subventionen in den beiden Wirtschaftsräumen fallenzulassen. Möglicherweise konnte er sich hier weitreichend durchsetzen.

Trend intakt

Als Folge legten im Späthandel vor allem die Autowerte zu und könnten ihre steigende Tendenz aus Erleichterung heute fortsetzen. Somit könnte die Aktie von Volkswagen zu den großen Gewinnern zählen. Sie hatte seit Mitte Mai den übergeordnet bestehenden Aufwärtstrend, der aktuell zwischen 142,80 und 190 Euro beschrieben werden kann, nach unten durchquert und sich zuletzt an der Unterseite aufgehalten, diese jedoch als eine Unterstützung bestätigt. Sollte die Autobranche von der Last der Handelshemmnisse befreit werden und Trump seine Drohungen, Zölle auf Autoimporte in die USA einzuführen, aufgeben, könnte die Aktie im Trendkanal nach oben streben.

Hohe Kursziele

Mögliche Kursziele finden sich in den Analystenkommentaren zur Aktie. Diese waren bereits zuvor durchgehend positiv ausgefallen. Vor einer Woche hatten die Analysten von Barclays ein Ziel von 210 Euro genannt. Einen Tag später bestätigte das Analysehaus Jefferies das gleiche Ziel und begründete, dass die Volkswagen-Aktie mit ihrem Chance-Risiko-Verhältnis aussichtsreicher sei als die meisten Wettbewerber. Zudem wies der zuständige Analyst daraufhin, dass es gelingen könnte, die Mehrheit am Nutzfahrzeughersteller Navistar noch in diesem Jahr ohne Kapitalerhöhung zu übernehmen. Bei Kepler Cheuvreux lag das Kursziel Anfang dieser Woche bei 222 Euro.

Neuer Vorstand

Personell stellte Volkswagen in dieser Woche weitere Weichen. In Wolfsburg folgt nach Herbert Diess nun Markus Duesmann, der dort in den Vorstand aufrücken soll. Aktuell ist der 49-Jährige bei BMW und seit 2016 im Vorstand für die Bereiche Einkauf und Lieferanten zuständig. Bei den Münchenern leitete der Diess-Vertraute ab 2007 erst den Bereich Formel-1-Antrieb, dann Fahrdynamik und Antrieb, nachdem er zuvor bereits bei Daimler beschäftigt war. Bei Volkswagen könnte Duesmann seine Tätigkeit aufnehmen, sobald er von BMW dafür freigestellt wurde. Eine entsprechende Vereinbarung soll laut den Angaben Volkswagens bereits unterzeichnet worden sein.

Volkswagen (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Volkswagen (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 166,08 // 179,60 // 190,00
Unterstützungen: 142,80 // 141,54 // 138,60

Mit einem Mini Future Long (WKN UV07BB) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Volkswagen-Aktie ausgehen, mit einem Hebel von 4,5 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt aktuell 15,4 Prozent. Der Einstieg in die spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte hier im Basiswert bei 145 Euro platziert werden. Im Mini Future Long ergibt sich ein Stoppkurs von 2,74 Euro. Ein Kursziel nach oben könnte sich bei einer steigenden Volkswagen-Aktie um 200 Euro befinden. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee beträgt 10 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: UV07BB Typ: Mini-Future Long
akt. Kurs: 3,19 – 3,21 Euro Emittent: UBS
Basispreis: 117,510 Euro Basiswert: Volkswagen
KO-Schwelle: 123,385 Euro akt. Kurs Basiswert: 150,00 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 8,24 Euro
Hebel: 4,5 Kurschance: + 156 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt

Trends-Update: AB Inbev

Unsere Mitte Juni vorgestellte Idee, mit der WKN CQ77WQ auf eine steigende AB-Inbev-Aktie zu setzen, erhöhte ihren Gewinn. Der Mini Future Long schloss gestern an der Börse Frankfurt zum Geldkurs von 1,90 Euro und liegt mit 68 Prozent im Plus. Die Aktie setzte ihre steil steigende Tendenz nach einer Bodenbildung um 80 Euro wie von uns erwartet fort und überquerte gestern die 200-Tage-Linie um 91 Euro. Wer in Erwartung einer steigenden Aktie in dieser Position investiert bleiben möchte, kann den risikobegrenzenden Stoppkurs nun unter die im Chart dargestellte Unterstützung im Basiswert auf 88,50 Euro nachziehen. Im Mini Future Long ergibt sich ein neuer Stoppkurs bei 1,62 Euro, womit ein Gewinn von mehr als 40 Prozent abgesichert werden kann. Ein Ziel könnte sich um 100 Euro befinden.

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