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Barrick Gold und Goldcorp melden Verluste

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
26.07.2018, 09:31  |  4328   |   |   

Die Goldriesen Barrick Gold und Goldcorp haben Zahlen für das zweite Quartal gemeldet. Beide Konzerne meldeten Verluste, bei Goldcorp enttäuschten auch die Produktionszahlen. Immerhin bekommt der Goldpreis wieder etwas Rückendwind – trotz vermeintlicher Einigung im Handelsstreit.

Barrick: „Wir liegen im Plan!“

Noch ist Barrick Gold der größte Goldproduzent der Welt. Aber schon in diesem Jahr wird wahrscheinlich Newmont Mining mehr Gold fördern und die Spitzenposition übernehmen (mehr hier). Nun meldete Barrick Zahlen für das zweite Quartal. Dabei verbuchten die Kanadier einen Nettoverlust von 94 Mio. US-Dollar oder 8 Cent je Aktie. Die Aktie gab darauhin in New York leicht nach. Die Goldproduktion lag im Q2 bei 1,07 Mio. Unzen, die All-In-Sustaining-Costs (AISC) lagen bei soliden 856 Dollar je Unze. Laut Unternehmensangaben schrumpften Gewinn und Cashflow aufgrund von geplanten Betriebspausen in den Minen in Nevada und Peblo Viejo. Trotz allem sei man in Sachen Guidance im Plan. Man werde die ausgegebenen Ziele erreichen. 2018 will Barrick 4,5 bis 5 Mio. Unzen Gold fördern.

Goldcorp enttäuscht, bestätigt aber Guidance

Während mal also in Toronto weiter optimistisch ist, sieht die Lage bei Goldcorp anders. Das in Vancouver beheimatete Unternehmen ist schon seit Jahren auf dem absteigenden Ast und war 2017 nur noch der fünftgrößte Goldproduzent der Welt. Nun meldete man eine mehr als enttäuschende Produktion von 571.000 Unzen im Q2. Die Kosten je produzierter Einheit lagen bei 850 US-Dollar (AISC). Goldcorp litt aber „unter nicht cashwirksamen Währungsverlusten aufgrund von Steuerverändeurngen“. Dementsprechend meldete man für den Zeitraum von April bis Juni einen Verlust von 131 Mio. US-Dollar oder 15 Cent je Aktie. Die 2018er Guidance – Produktion von 2,5 Mio. Unzen bei Kosten von 800 Dollar (beides +/-5%) – hat Goldcorp dennoch bestätigt. Dafür muss sich der Konzern im zweiten Halbjahr aber nun richtig strecken.

Gold

Goldpreis erholt sich ein bisschen

Immerhin gab es gestern ein wenig Rückenwind für den Goldpreis. Wir würden mal tippen, dass einige Spekulanten vor dem Treffen zwischen Donald Trump und Jean Claude Juncker Gewinne mitgenommen und ihre Positionen geschlossen hatten (mehr hier). Aufschluss darüber werden die Marktdaten am Freitag geben. Fakt ist aber auch, dass der Goldpreis trotz der vom Markt positiv aufgenommenen Einigung zwischen den USA und der EU in Sachen Autozölle heute stabil ist. Dies entspricht nicht dem Muster der vergangenen Wochen. Wir sehen das als guten Hinweis, dass der Unzenpreis nun seinen Boden gefunden haben könnte (mehr hier).

Guter Zeitpunkt zu Rückkehr in den Markt?

Auf dem aktuellen Marktniveau sind viele Goldaktien aber historisch gesehen unterbewertet. Und auch die überverkaufte Marktlage sowie die schlechte Stimmung gegenüber Gold sprechen dafür, dass nun ein guter Einstiegszeitpunkt gekommen sein könnte. Wer noch einen Goldexplorer mit einer großen Ressourse und Übernahmefantasie sucht, sollte sich die Papiere von Integra Resources (0,80 CAD  0,54 Euro; CA45826T1030) näher anschauen. Die Kanadier entwicklen in Idaho das Doppelprojekt DeLamar/Florida Mountain und besitzen bereits eine Ressource über 3,57 Mio. Unzen Goldäquivalent in der Kategorie „inferred“. Noch in diesem Jahr sollen die Ergebnisse aus dem laufenden Bohrprogramm (20.000 Meter) in eine aktualisierte Studie einfließen. Die Analysten haben zuletzt Kursziele von 2,25 CAD für die Aktie ausgerufen (mehr hier). Dementsprechend bietet sich auch auf kurze Sicht jede Menge Potenzial für mutige Anleger.

Integra Resources

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