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DAX-Wochenplan: DAX und Bitcoin über den "Berg"?

DAX-Wochenplan DAX und Bitcoin über den "Berg"?

Gastautor: Andreas Mueller
29.07.2018, 12:19  |  6865   |   |   

Kann man die 13.000 im DAX schon "einbuchen"? Charttechnisch ist der Weg nun frei, denn mit dem Überwinden des Widerstandes ist eine Art Befreiungsschlag gelungen. Wie kam es dazu im DAX und parallel im Bitcoin?

Einen Anlauf brauchte der DAX wohl noch, bevor er in dieser Woche über seinen Widerstand bei 12780 springen konnte und per Saldo die Woche mit +2,4 Prozent beendete. Dies geschah erneut in der zweiten Wochenhälfte und hatte nicht nur charttechnische Gründe. Er ist auf den Weg zur 13.000 somit - parallel dazu sprang auch Bitcoin über seine 7.500 Punkte. Darauf gehe ich in dieser Analyse näher ein.

 

DAX mit Anlauf über den Widerstand

 

Der Wochenstart verlief noch sehr ruhig im Deutschen Aktienindex. Nur 75 Punkte Bewegungsspanne sorgten für eine Art Sommerträgheit an den Märkten, ähnlich der allgemeinen Sommerstimmung in Deutschlands Büroetagen. Doch schon am Dienstag gaben die Marktteilnehmer Gas und nutzten den Schwung aus, um in Richtung des bekannten Widerstandes zu laufen. Darüber war zuerst mit Erstaunen, aber später mit klarem Ziel vor Augen im Forum zu lesen:

Damit galten die Verluste aus der Vorwoche als ausgeglichen und der Widerstand um 12.780 war das charttechnische Ziel. Nicht umgehend, dafür war der Markt dann doch zu schwerfällig. Aber am Donnerstag geschah es dann. Ein erster Test gleich zur Handelseröffnung XETRA wurde noch abgewehrt und von einer Konsolidierung bis recht genau an die 12.700 zurück vollzogen.

Nach einigen Tests dieser Marke erhöhte sich jedoch die Wahrscheinlichkeit, diese Linie nachhaltiger zu brechen. So schrieb ich im Forum zu diesem Chartbild:

Denke diese Marke dürfte uns heute aber noch einmal beschäftigen dann am Nachmittag.

Die Anspielung galt der EZB-Sitzung, welche einmal im Monat mit Spannung erwartet wird. Nicht nur die aktuelle Zinspolitik wird hier besprochen und veröffentlicht, sondern auch der Ausblick der Europäischen Zentralbank auf deren Geldpolitik vor dem Hintergrund ökonomischer Rahmendaten. So gelang der Sprung über diese Marke am Nachmittag dann. Es war zugleich der Handelstag mit dem höchsten Volumen am Markt.

 

Was geschah in der EZB-Sitzung?

 

Die EZB änderte den Hauptrefinanzierungssatz erneut nicht. Er bleibt unverändert bei 0,00 Prozent bestehen, ebenso wie der Negativzins für Guthaben der Geschäftsbanken bei der EZB unverändert bleibt. Dieser liegt somit weiterhin bei  -0,4 Prozent. Mit Blick auf das billionenschwere Anleihenkaufprogramm ist ebenso keine Änderung vermeldet worden. Dieses läuft zum Jahresende aus und umfasst aktuell monatlich den Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro, welche ab September auf 15 Milliarden Euro monatlich reduziert werden.

Im ersten Effekt startete daher nicht nur der DAX durch, sondern gab auch der Euro nach. Das Währungspaar EUR/USD nähert sich damit erneut der 1,16er-Marke im Chartbild, wie hier kurz dargestellt:

 

Die Korrelation aus schwachem Euro und starkem DAX griff hierbei.

 

Vergleich der DAX-Handelstage

 

Charttechnisch setzte sich der DAX über dem Widerstand fest und etablierte ihn somit. Am Freitag gab es keine Störfeuer und einen eher noch langweiligeren Handelstag, als es schon am Montag der Fall war. Rund 70 Punkte Schwankungsbreite sprechen ihre eigene Sprache. Zu sehen ist dies in der Historie auf wallstreet-online sehr gut:

 

Mehr Bewegung gab es jedoch bei Bitcoin, auf den ich hier auch wieder eingehe.

 

Bitcoin springt ebenfalls nach oben

 

Der Anstieg der Kryptowährung Bitcoin hatte bereits in der Vorwoche für Verwunderung am Kapitalmarkt gesorgt. Hier wurde eine wichtige Marke angelaufen, an der eine weitere Entscheidung notwendig wurde. Mein Hinweis darauf aus der Vorwochenanalyse ist hierzu noch einmal grundlegend eingebunden:

 

Von diesem Dreh- und Angelpunkt aus erfolgte nur eine Woche nach dem Short-Squeeze ein weiterer Anstieg. Dieser führte direkt zur 8000 und damit auf das Niveau zurück, welches wir im Mai 2018 nach unten verlassen hatten. Auf Facebook kommentierte ich dies wie folgt:

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