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Aktien Frankfurt Schluss: Ereignisreiche Tage stimmen Anleger vorsichtig
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Schluss Ereignisreiche Tage stimmen Anleger vorsichtig

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.07.2018, 18:19  |  954   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag einen ereignisreichen, aber lustlosen Handelstag hinter sich gebracht. Kurz vor Handelsschluss erhielt er zwar etwas Schwung, doch die moderaten Gewinne bröckelten rasch wieder ab. Letztlich ging der deutsche Leitindex mit plus 0,06 Prozent auf 12 805,50 Punkte fast unverändert aus dem Geschäft. Dank seiner Stärke in den vergangenen Wochen bedeutet dies für den Monat Juli allerdings ein Plus von 4,1 Prozent, was die beste Monatsbilanz seit April ist.

Zahlreiche Unternehmensberichte, aktuelle und noch ausstehende, sowie wichtige Notenbank-Entscheidungen hatten im Tagesverlauf weitgehend für Zurückhaltung unter den Anlegern gesorgt. Nach der Leitzinsentscheidung der japanischen Notenbank an diesem Dienstag stehen nun im weiteren Wochenverlauf die Sitzungen der US-Notenbank (Fed) und ihres britischen Pendants im Blick.

Der MDax schloss mit plus 0,08 Prozent auf 26 907,38 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte im Sog des jüngsten Ausverkaufs von US-Technologiewerten hingegen 1,00 Prozent auf 2883,22 Zähler ein. Der EuroStoxx 50 gewann 0,38 Prozent auf 3525,49 Punkte, womit der Leitindex der Eurozone im Juli ein Plus von 3,8 Prozent verbuchte. In Paris und London ging es am Dienstag ebenfalls aufwärts und auch in den USA stiegen die Börsen zum Handelsschluss in Europa.

Allein aus dem 30 Unternehmen umfassenden Dax legten mit der Lufthansa , HeidelbergCement, Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) vier Großkonzerne Quartalszahlen vor.

Dank einer zuletzt erfreulichen Geschäftsentwicklung setzten die Lufthansa-Aktien ihren Erholungskurs fort und eroberten mit einem Kurssprung von 8,3 Prozent die Indexspitze. Der Baustoffkonzern HeidelbergCement überraschte positiv mit seinem Umsatzanstieg. Das rückläufige operative Ergebnis hingegen wirkte bremsend auf den Kursanstieg, so dass die Aktie letztlich um 0,7 Prozent zulegte.

Die Zahlen von Fresenius und FMC sorgten für wenig Begeisterung: Die Anteilscheine des Medizintechnikunternehmens und seiner Dialysetochter belegten mit Verlusten von 4,3 und 2,2 Prozent die letzten Plätze im Dax. FMC hatte zwar dank des Verkaufs einer Beteiligung einen Gewinnsprung verzeichnet, der starke Euro hatte aber an den Umsätzen gezehrt. Der Mutterkonzern Fresenius hatte im zweiten Quartal ebenfalls unter der ungünstigen Umrechnung von Dollar-Umsätzen in Euro gelitten. Zudem hatten einige Anleger auf eine Anhebung der Jahresziele des Konzerns spekuliert, die aber ausblieb.

Die Titel von Fuchs Petrolub waren nach Halbjahreszahlen mit einem Plus von knapp 8,0 Prozent der Favorit im MDax. Der Aufwärtstrend der Papiere des Schmierstoffherstellers setzte sich somit beeindruckend fort. Dank nachlassender negativer Währungseffekte hatten Umsatz und Gewinne zugelegt und auch der freie Barmittelfluss kam bei den Anlegern gut an.

Derweil führten die Anteilscheine von Rib Software und SLM Solutions mit Abschlägen von 7,8 und 5,0 Prozent die Verliererliste im TecDax an. Während in der Quartalsbilanz des Bausoftwareherstellers die steigenden Ausgaben auf Kritik stießen, machten sich die Anleger beim 3D-Drucker-Hersteller SLM Sorgen über die in Kürze anstehenden Halbjahreszahlen. "Wenn zwei Broker gleichzeitig ihr Anlageurteil senken, ist das bestimmt kein Zufall", meinte ein Händler mit Verweis auf die Abstufungen durch die Deutsche Bank und die Commerzbank in der vergangenen Woche.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,24 Prozent am Vortag auf 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 140,83 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,01 Prozent auf 161,59 Punkte. Der Euro sank am späteren Nachmittag wieder unter 1,17 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1736 (Montag: 1,1684) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8521 (0,8559) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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