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Zwischen 1.718 € und 105.885 €: soviel können dich Kaffee, Kippe und Co. im Ruhestand kosten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.08.2018, 09:11  |  354   |   |   

Kleinvieh macht auch Mist! Man mag es manchmal gar nicht glauben, aber selbst unscheinbare Beträge können sich erheblich läppern. Vor allem, wenn diese für teilweise wenig durchdachten Konsum stehen, auf den man eigentlich auch verzichten könnte.

Wie sehr sich diese Beträge anhäufen, das habe ich im Folgenden mal versucht, für dich zusammenzutragen. Mehr als 105.000 Euro lassen sich manche ein „teures Hobby“ über 30 Jahre – ein möglicher Referenzzeitraum bis zum Ruhestandseintritt – hinweg kosten.

Vergleichspunkt sind hierbei die Opportunitätskosten, die eine durchschnittliche breite Investition mit einer Rendite von 7 % im direkten Vergleich gebracht hätte, was in etwa einer marktüblichen Rendite bei einer langjährigen Haltedauer entspricht.

Bist du gespannt, wo genau die besagten 105.000 € lauern?

Der morgendliche Kaffee

Doch zunächst fangen wir etwas kleiner an. Wie ich bei meinen Recherchen herausgefunden habe, gab der durchschnittliche Bürger hierzulande im Jahr 2017 51 Euro für Kaffee aus. Das meiste für selbstgebrühten Filterkaffee (sehr gut, weil preiswerter!), rund ein Drittel – oder 17 Euro – aber auch für den teuren Kaffee beim Bäcker um die Ecke.

Sofern man das konsequent angespart und zu marktüblichen Renditen investiert hätte, könnte man nach 30 Jahren über einen Betrag von 1.718 Euro verfügen. Das ist nicht die Welt, aber immerhin ein Urlaub für dich und den/die Liebste/n wäre hier drin.

Essen gehen

Nun geht es schon etwas mehr in die Vollen. Denn alleine für das Essengehen gaben die Deutschen einem Bericht der Bild – ja, sorry! – aus dem Jahre 2010 – etwas alt, ich weiß – zur Folge durchschnittlich 804 Euro aus. Auch wenn die Prämissen dieser Zahlen aufgrund der Quelle und der Aktualität nicht die besten sind, lass uns das Ganze einfach als grobe Orientierungswerte nehmen.

Wie auch immer. Im Umkehrschluss bedeutet diese Zahl, dass jeder Durchschnittsbürger hierzulande 67 Euro monatlich dafür ausgegeben hat, auswärts essen zu gehen. Hätte man diesen Betrag stattdessen 30 Jahre lang mit einer Rendite von 7 % angelegt, erhalten wir einen Betrag von über 78.000 Euro. Hier wäre folglich mehr als lediglich eine simple Reise drin gewesen. Vielleicht eher eine Weltreise.

Das ungesunde Rauchen

Tja, bleibt zuletzt noch das teure Hobby des Rauchens übrig. Du ahnst es vielleicht schon, dass sich hier die besagten 105.885 Euro Opportunitätskosten verbergen. Und mit dieser Annahme hast du absolut recht.

Zugrunde gelegt wurden hierbei übrigens durchschnittliche Konsumwerte von 12,5 Zigaretten pro Tag und Raucher, was bei derzeitigen Schachtelpreisen von um die 6 Euro in etwa einen gerundeten Wert von 3 Euro pro Tag ausmacht. Oder im Monat runde 90 Euro.

Wenn man dieses Geld nicht einfach so in die Luft pusten würde, und stattdessen investiert, kann man über 30 Jahre hinweg ein sehr üppiges Ruhestandspolster generieren. Einziger makaberer Trost: Nach einer Raucherkarriere von 30 Jahren hat man vielleicht eh nicht mehr allzu viel Ruhestand vor sich.

185.603 Euro…

… könnten einem insgesamt nach einem Zeitraum von 30 Jahren gehören, sofern man durchschnittlich gesehen den teuren Kaffee beim Bäcker um die Ecke, Restaurantbesuche sowie das ungesunde Rauchen weglässt, und stattdessen marktüblich investiert. Ein nettes Sümmchen, wie ich finde. Und gewiss eine sehr solide Basis für schöne Tage im Ruhestand.

Nun will ich dich natürlich nicht dazu animieren, asketisch zu Leben und dir nicht mal einen Kaffee oder einen Restaurantbesuch zu gönnen. Nein, ganz gewiss nicht! Unterm Strich möchte ich dich einfach nur dafür sensibilisieren, dass selbst kleine, vermeintlich unbedeutende Ausgaben langfristig ein Vermögen kosten können – zumindest wenn sie regelmäßig sind.

Vielleicht hinterfragst du dich daher an der einen oder anderen Stelle, wo du dein Geld effizienter einsetzen könntest. Neben Rauchen, Kaffee und Restaurant gibt es gewiss noch viele andere Ansatzpunkte. Letztlich könnte hier wirklich ein Vermögen schlummern!

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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