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Deutschland Die neuen Spielregeln für Immobilienmakler und Verwalter

01.08.2018, 11:38  |  3286   |   |   

Am 1. August 2018 treten neue Rahmenbedingungen für die Ausübung des Berufs als Makler und Immobilienverwalter in Kraft. Vielen geht es jedoch nicht weit genug, denn ein Sachkundenachweis muss weiterhin nicht erbracht werden.   

In der neuen Regelung geht es hauptsächlich um die Themen Weiterbildung und Versicherung. Es wird festgelegt, dass Makler und Verwalter innerhalb von drei Jahren 20 Stunden Weiterbildung nachweisen müssen. Dies jedoch nur auf Nachfrage gegenüber der Aufsichtsbehörde (Gewerbeamt, Ordnungsamt u. s. w.). Auch ein Selbststudium, eine betriebsinterne Fortbildung oder andere, nicht konkret beschriebene Formen werden als Weiterbildung anerkannt. Die Fortbildungspflicht könnte ein Schritt in Richtung Sachkundenachweis sein. Makler und Verwalter mit einem entsprechenden Berufsabschluss sind in den ersten drei Jahren nach Tätigkeitsaufnahme von der Weiterbildungspflicht befreit.

Bernd Lorenz vom Frankfurter Immobilien- und Beratungsunternehmen ImmoConcept meint dazu, dass es an klaren, nachvollziehbaren und überprüfbaren Regeln fehle und die Verordnung "inhaltlich weichgespült" sei.

Anders sieht es Carsten Stöben: "Diese neue gesetzliche Fortbildungspflicht stellt zumindest einen ersten wichtigen Schritt in Richtung eines fundierten Sachkundenachweises für Makler und Verwalter dar".

Neben der Fortbildungspflicht gelten für Verwalter ab August grundsätzlich neue Anforderungen - die Berufsbezeichnung lautet offiziell Wohnimmobilienverwalter. Für gewerbliche Verwalter von Wohnimmobilien gilt erstmals eine Erlaubnispflicht. Zu den Voraussetzungen zur Zulassung als Wohnimmobilienverwalter gehören u. a.: Volljährigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, kein Gewerbeverbot, eine Berufshaftpflichtversicherung mit 500.000 Euro Einzelfalldeckung und 1 Million Euro Gesamtdeckung im Jahr.

Die neuen Anforderungen an die Berufshaftpflichtversicherung und die Erlaubnispflicht müssen von bestehenden WEG-Verwaltern bis zum 1. März 2019 übernommen werden. Ausgenommen sind Verwalter eigener Wohnungen sowie von Gewerbeimmobilien und Grundstücken. Bislang waren oftmals Gewerbeimmobilien mit eingeschlossen und dafür muss zukünftig eine separate Versicherung abgeschlossen "oder zumindest ein separater Deckungsstock" eingerichtet werden.

Generell wird empfohlen, dass Immobilienmakler und -verwalter die neue Richtlinie mit ihrem Versicherungsagenten besprechen.

Quellen:

Haufe

OpenPR

Pressnetwork

Unternehmenheute

Bundesregierung

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