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Starker Monat für den Bitcoin – doch dieser Altcoin springt nach oben

Gastautor: Nikolas Keßler
01.08.2018, 12:10  |  375   |   |   

In dieser Woche dominieren weiter rote Vorzeichen den Krypto-Markt. Der Bitcoin konnte die 8.000-Dollar-Marke nicht halten und notiert aktuell rund sieben Prozent im Minus. Dennoch war der Juli einer der stärksten Monate für den Bitcoin. Getrieben von Fantasien über den Einstieg von Großinvestoren und Bitcoin-ETFs legte die digitale Leitwährung in den letzten 31 Tagen über 20 Prozent zu. Ein Altcoin entwickelte sich jedoch noch deutlich besser: Stellar.

XLM zu USD

Die aktuelle Nummer 6 nach Marktkapitalisierung wuchs im Juli um mehr als 40 Prozent. Im Gegensatz zu den meisten anderen alternativen Digitalwährungen konnte kann sich so deutlich abheben. Für die Kursrallye gab es drei Gründe.

Mitte des Monats kamen Gerüchte auf, dass Coinbase – eine der weltweit größten Handelsplattformen – über ein Listing des XLM-Tokens nachdenkt. Kurz darauf stieg der Kurs um rund 20 Prozent in der Spitze.

Des Weiteren sorgte der Kooperationspartner IBM für Aufmerksamkeit. Wie Reuters berichtete, unterstützt der Tech-Riese einen neuen, an den US-Dollar gebundenen Stable-Coin. Der „Stronghold USD“ wird vom gleichnamigen Fintech-Start-up Stronghold ausgegeben und basiert – wie sollte es anders sein – auf der Blockchain von Stellar. Die Partnerschaft zwischen IBM und Stellar besteht bereits seit Herbst letzten Jahres. Zusammen will man grenzüberschreitende Zahlungen effizienter gestalten. Das aktuelle Projekt bietet laut Bridget van Kralingen, Vizepräsidentin für globale Industrien, Plattformen und Blockchains bei IBM, eine „enorme Chance“. Das bisher existierende System war sowohl Wechselkursschwankungen der Lokalwährungen als auch der hohen Volatilität der Kryptowährungen ausgesetzt. Ein Stable-Coin würde diese Hindernisse zum Großteil beseitigen und „eine sehr große Rolle bei der Kostensenkung“ spielen.

Zusätzlichen Rückenwind gab es dann noch von religiöser Seite. Stellar ist die erste Kryptowährung, die ein Scharia-Zertifikat erhalten hat, siehe hier. Dies wurde erst vor wenigen Tagen von der Stellar Development Foundation bekannt gegeben. Das Shariyah Review Bureau (SRB), eine international führende Scharia-Beratungsagentur und lizenziert von der Zentralbank Bahrains, nahm Stellar näher unter die Lupe und erteilte ihr das erste Scharia-Compliance-Zertifikat für eine Kryptowährung. Zudem hat das SRB Richtlinien herausgegeben, die die Scharia-konforme Anwendung der Technologie in islamischen Finanzinstituten ermöglichen. Durch die Partnerschaft mit SRB hat Stellar die Möglichkeit, in Regionen zu wachsen, in denen Finanzdienstleistungen Scharia-konform sein müssen. Hierzu gehören beispielsweise die Staaten des Golf-Kooperationsrates (Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate). Des Weiteren betrifft es Teile Südostasiens wie Indonesien oder Malaysia. In einer Stellungnahme schreibt Stellar: „Wir freuen uns, noch mehr Vielfalt und Eingliederung im Ökosystem von Stellar zu erreichen.“

Quelle: Twitter, hier.

Mit dem Scharia-Zertifikat kann sich Stellar von der Konkurrenz abheben. Vor einem Einstieg sollte jedoch eine Beruhigung des angespannten Marktumfeldes abgewartet werden. Konkrete Handlungsempfehlungen finden Sie in der nächsten Ausgabe des bitcoin report Premium.

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Hinweis auf potenzielle Interessen­konflikte gemäß §34b WpHG:

Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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