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5 Top-Aktien mit monatlichen Dividenden

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.08.2018, 20:59  |  667   |   |   

Viele Anleger verlassen sich auf ihre Portfolios, um zusätzliches Einkommen zu generieren, welches sie benötigen, um über die Runden zu kommen. Dividendenaktien sind für sie dabei eine natürliche Wahl, da sie regelmässige Dividendenausschüttungen bieten, sowie die Möglichkeit, Kursgewinne zu erzielen, wenn das zugrunde liegende Geschäft des Unternehmens erfolgreich ist. Besonders für diejenigen, die im Ruhestand sind und von festem Einkommen leben, ist es eine großartige Möglichkeit, von einer Kombination aus Aktienaufwertung und verlässlichen zusätzlichen Einkünften zu profitieren. Viele erstklassige Dividendenaktien erhöhen zudem regelmäßig ihre Auszahlungen, was zu ihrer Attraktivität noch weiter beiträgt.

Die meisten Dividendenaktien haben jedoch in dieser Hinsicht einen Nachteil: Sie tendieren dazu, ihre Dividenden nur einmal jährlich (Deutschland) oder vierteljährlich (USA) auszuzahlen. Das ist zwar gut für das jeweilige Unternehmen, aber nicht immer gut für Aktionäre, die einen Bedarf nach monatlichen Einkünften haben. Es gibt daher einige wenige Unternehmen, die herausgefunden haben, dass die Erfüllung eben dieses Bedürfnisses ihrer Anleger ein kluger Schachzug sein kann, und haben sich deshalb dazu entschlossen, monatliche Dividendenzahlungen vorzunehmen.

Obwohl diese Gruppe von Anlegern verständlicherweise die höchstmöglichen Dividendenrenditen bevorzugt, die sie finden kann, sind die ertragsstärksten monatlichen Dividendenaktien nicht unbedingt diejenigen mit den sichersten Dividenden. Aktionäre dieser Kategorie müssen Spitzen-Dividendenaktien finden, deren Bewertung nicht nur auf der Rendite beruht, sondern auch auf anderen Merkmalen, wie etwa ob sie Dividenden-Reinvestitionspläne anbieten. In diesem Artikel werden wir uns fünf Top-Aktien mit monatlichen Dividenden anschauen, aber zuerst betrachten wir zusammen etwas genauer, warum monatliche Dividenden attraktiv sind und was du tun musst, um mögliche Fehler bei der Auswahl solcher Aktien zu vermeiden.

Was ist eine Dividende und wie funktioniert sie?

Eine Dividende ist ein Betrag, den ein Unternehmen beschließt an seine Aktionäre auszuzahlen. Für jede Aktie, die du besitzt, zahlt dir das Unternehmen einen bestimmten Betrag, und je mehr Aktien du besitzt, desto höher fällt damit auch deine Gesamtdividende aus. Die meisten Unternehmen zahlen regelmäßig Dividenden, wobei in Deutschland einmal jährlich und in den USA zum Beispiel vierteljährliche Zahlungen (viermal pro Jahr) die üblichsten sind.

Die Mechanismen, wie Dividenden ausgezahlt werden, sind ein bisschen komplizierter und schwieriger zu verstehen. Unternehmen legen ein Datum fest, das so genannte Festlegungsdatum, an dem sie alle aktuellen Besitzer von Aktien feststellen und damit festlegen, an wen sie die Dividenden zahlen werden. Ein zweiter Tag, der so genannte Ex-Dividendentag, bezeichnet den ersten Tag, an dem der Kauf und Verkauf von Aktien dem Käufer keinen Anspruch auf diese bestimmte Dividendenzahlung gibt.

Wenn also das Ex-Dividendendatum einer Aktie der 30. Juni ist und ich die Aktie am 25. Juni kaufe, dann bekomme ich die Dividendenzahlung. Aber wenn ich sie am 1. Juli kaufe, werde ich die Dividendenzahlung nicht erhalten – der Vorbesitzer wird immer noch die Dividende bekommen, auch wenn die Dividende selbst bis zu einigen Wochen später ausgezahlt wird.

Viele Anleger betrachten die Dividendenrendite als eine wichtige Kennzahl. Die Dividendenrendite entspricht der Summe der jährlichen Dividendenzahlungen dividiert durch den Aktienkurs. Wenn du also eine Aktie besitzt, die zum Preis von 100 USD gehandelt wird und vierteljährliche Dividendenzahlungen von 0,75 USD pro Aktie auszahlt, dann beträgt die Dividendenrendite 3 % – 0,75 USD bei vier vierteljährlichen Zahlungen in einem Jahr entsprechen 3 USD, dividiert durch den Preis von 100 USD pro Aktie.

Warum mögen Anleger monatliche Dividenden?

Auf den ersten Blick mag es völlig unwichtig erscheinen, wie oft eine Firma eine Dividende zahlt. Solange der Gesamtbetrag der Dividendenzahlung über den entsprechenden Zeitraum gleich bleibt, hat die Entscheidung, ob ein Unternehmen diese Zahlungen auf Jahres-, Halbjahres-, Quartals- oder Monatsbasis verteilt, keinen Einfluss darauf, wie viel Geld in deine Tasche fließt.

Aus Sicht des Unternehmens kann es sinnvoller sein, Dividendenzahlungen seltener zu leisten. Einige Unternehmen rechtfertigen dies damit, dass bei häufigen Dividendenzahlungen, sich die Kosten für die Verarbeitung jeder einzelnen Dividendenzahlung summieren können. Vier Zahlungen pro Jahr würden somit also viermal so viel wie eine einmalige Zahlung pro Jahr kosten.

Unterdessen fallen Anleger im Hinblick auf ihren Bedarf an Dividendenerträgen im Allgemeinen in zwei Kategorien. Wenn du eigentlich keine Erträge aus deinem Portfolio benötigst, wirst du häufige Dividendenzahlungen als Kriterium nicht hoch bewerten. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die sich an so genannten Dividenden-Reinvestitionsplänen beteiligen wollen, kurz DRIPs. Diese Pläne nehmen die Dividenden, die du ausgezahlt bekommen hättest, und investieren sie stattdessen in zusätzliche Aktien des entsprechenden Unternehmens. Dies hat den Vorteil, dass du deine Position in einer bestimmten Aktie allmählich erhöhst, wobei es nicht so wichtig ist, ob diese Reinvestitionen einmal, zweimal, viermal oder zwölfmal im Jahr stattfindet.

Monatliche Dividenden funktionieren am besten für Anleger, die regelmäßig aufkommende monatliche Lebenshaltungskosten haben und gerne ein Einkommen haben, das dazu zeitlich passend ausgezahlt wird. Sicher, du kannst auch deine vierteljährlichen oder jährlichen Dividendenzahlungen auf ein separates Bankkonto legen und es über drei oder zwölf Monate budgetieren. Aber es ist viel bequemer einfach jeden Monat das Geld reinkommen zu sehen und damit anstehende Rechnungen rechtzeitig und ohne zusätzlichen Aufwand zu begleichen.

Warum du nicht einfach nur Aktien mit der höchsten Ertragsquote auswählen solltest

Wenn du Einkommen aus deinem Portfolio brauchst, ist die Versuchung groß, sich für die Investitionen zu entscheiden, welche so viel Einkommen wie nur möglich generieren. Es ist möglich Dividendenaktien zu finden, die im Vergleich zu den aktuellen Zinssätzen extrem hohe Renditen aufweisen. Renditen von 10% oder mehr sind nicht ungewöhnlich, und viele weitere Aktien zahlen Dividenden im Bereich von 5% bis 10%. Da die meisten festverzinslichen Anlagen wie Anleihen und Sparbriefe viel weniger Zinsen zahlen, sehen diese hochverzinslichen Dividendenaktien sehr verlockend aus.

Es ist jedoch gefährlich, sich vollständig nur auf Dividendenaktien mit den höchsten Renditen zu konzentrieren. In vielen Fällen ist die Rendite hoch, da der Aktienkurs des Unternehmens aufgrund von Problemen mit dem zugrunde liegenden Geschäft drastisch gesunken ist.

Es ist möglich für ein Unternehmen in solcher Situation, dass es sich erholen kann, ohne seine Dividendenpolitik ändern zu müssen. Was jedoch häufig vorkommt, ist, dass ein Unternehmen seine Dividende reduzieren oder sogar vollständig streichen muss, um das Kapital für seine eigenen Geschäftsbedürfnisse zu nutzen. Wenn dies passiert, hat das oft einen doppelten Nachteil für Anleger: Der Aktionär erhält nicht nur weniger (oder keine) Einnahmen, sondern für gewöhnlich fällt dabei auch der Aktienkurs.

Eine Möglichkeit, diese so genannten Renditefallen aufzudecken, besteht darin, das zugrunde liegende fundamentale Geschäft des Unternehmens zu prüfen, um zu sehen, ob es in der Lage ist, künftige Dividendenzahlungen weiterhin zu unterstützen. Eine einfache Möglichkeit das zu tun ist, den Gesamtbetrag der jährlich zu zahlenden Dividenden mit den jährlichen Gewinnen des Unternehmens zu vergleichen. Wenn ein Unternehmen viel mehr verdient als es ausschüttet, dann hat das Unternehmen die Möglichkeit, seine Dividendenzahlungen aus der Vergangenheit nicht nur weiterhin zu gewährleisten, sondern womöglich auch zu steigern.

Umgekehrt kann es bei einem Unternehmen, welches mehr an Dividenden auszahlt als es verdient, ein Anzeichen dafür sein, dass die Höhe der derzeitigen Dividendenzahlung nicht nachhaltig tragfähig ist, und das Unternehmen sich verschulden müsste, um seine Dividenden auf gleichem Niveau weiterhin zahlen zu können. Anleger beziehen sich dabei häufig auf die Ausschüttungsquote, das heißt die jährliche Dividendenrate geteilt durch den Jahresgewinn pro Aktie, ausgedrückt in Prozent. Auszahlungsquoten über 100% zeigen an, dass ein Unternehmen mehr Dividenden auszahlt als es verdient, während Auszahlungsquoten unter 100% einen Überschuss an Gewinnen ausweisen.

Auszahlungsquoten sind keine perfekte Kennzahl für die Erkennung von Renditefallen, da die Unternehmenserträge nicht immer der beste Indikator für die Gesundheit eines Unternehmens sind. Insbesondere einige der speziellen Arten von Unternehmen, die für monatliche Dividendenzahlungen bekannt sind – wie zum Beispiel REITs (Real Estate Investment Trusts), Royalty Trusts und Unternehmensentwicklungsgesellschaften (BDCs = Business Development Companies oder auch Beteiligungsgesellschaften) – haben spezielle Bilanzierungsregeln, welche die gemeldeten Unternehmenserträge drastisch verzerren können.

Für diese Branchen gibt es alternative Indikatoren, welche zukünftige dividendenbezogene Maßnahmen besser reflektieren können. Zu diesen Alternativen zählen zum Beispiel die Einbeziehung der Angaben zum freiem Cashflow oder Mittel aus dem operativen Geschäft.

Der freie Cashflow, der die Menge an Bargeld misst, die das operative Geschäft eines Unternehmens generiert, und dann das für Großprojekte ausgegebene Geld abzieht, kann ein klareres Bild davon vermitteln, was mit dem tatsächlichen Barguthaben des Unternehmens passiert. Dies trifft besonders bei Unternehmen zu, die eine größere Zahl von unbaren buchhalterischen Anpassungen vorweisen, welche die Angaben zu dem offiziellen Gewinn irreführend darstellen könnten.

In ähnlicher Weise werden bei Mitteln aus dem operativen Geschäft Anpassungen vorgenommen, die Wertabschreibungen von Grundstücken, sowie Gewinne und Verluste von Immobilienverkäufen mit einbeziehen. Dies macht sie besonders für Immobilienunternehmen interessant, die viele Transaktionen mit Immobilien vornehmen, welche die operative Leistung des Unternehmens verzerren können.

Bedenke auch, dass einige Unternehmen bestimmte Auszahlungsquoten haben müssen, um verschiedenen Regeln und Vorschriften zu entsprechen. Als Beispiel erhalten REITs und BDCs eine spezielle steuerliche Behandlung, müssen dafür aber 90% ihrer Gewinne als Dividenden auszahlen. Eine so hohe Ausschüttungsquote könnte bei einem regulären Unternehmen Zweifel an der Dividendentragfähigkeit aufkommen lassen, da selbst die etabliertesten Unternehmen Ausschüttungsquoten unter dem Bereich von 75% bis 80% halten, um sich eine gewisse Flexibilität bei der Rückführung von Kapital in ihr Geschäft zu verschaffen.

Für Dividendenaktien mit erheblichem Wachstumspotenzial, sind sogar niedrigere Ausschüttungsquoten zu bevorzugen, damit das Unternehmen ausreichend Kapital zur Verfügung hat, um sich bei potenziellen strategischen Chancen beteiligen zu können.

Top-Monatsdividendenwerte, die einer genaueren Betrachtung wert sind

Mit all dem Hintergrundwissen sind nachfolgend fünf der vielversprechendsten monatlichen Dividendenaktien, die du als potenzieller Anleger genauer betrachten solltest:

Aktie Aktuelle Rendite Ausschüttungsquote
AGNC Investment (WKN: A2AR58) 11,4 % 75 %
LTC Properties (WKN: 884625) 6,5 % 104 %
Pembina Pipeline (WKN: A1C563) 5,3 % 109 %
Realty Income (WKN: 899744) 5,2 % 231 %
Shaw Communications (WKN: 905979) 4,5 % 94 %

AGNC Investment

AGNC Investment ist die ertragreichste monatliche Dividendenaktie auf dieser Liste, und das aus einem sehr guten Grund: Sie ist eine der risikoträchtigsten. AGNC ist ein REIT, der in hypothekarisch besicherte Wertpapiere investiert, anstatt echte Immobilien zu halten. Das Unternehmen wettet im Wesentlichen darauf, dass die Renditen, die es aus seinen Anlagen erzielen kann, seine Kapitalkosten, beziehungsweise die Beträge die es von Banken oder anderen Kredit- oder Kapitalgeber geliehen hat, übersteigt.

Das beste Umfeld für AGNC ist, wenn die kurzfristigen Zinssätze niedrig sind und sich noch weiter abwärts bewegen. Ein solches Umfeld ermöglicht es dem Hypotheken-REIT, umfangreiche Kredite bei kurzfristiger Finanzierung aufzunehmen, wobei das Geld verwendet wird, um ein größeres Portfolio von Mortgage-Backed Securities mit längerer Laufzeit aufzubauen. Wenn die Renditen langfristiger Anleihen wesentlich höher sind als die Zinssätze für kurzfristige Kredite, kann die AGNC erhebliche Gewinne erzielen. Diese günstigen Bedingungen haben sich während des letzten Jahrzehnts weitgehend durchgesetzt, und die Gesamtrenditen der AGNC waren sowohl bei Dividenden als auch bei Aktienkursbewegungen gut.

Die Herausforderung für AGNC besteht derzeit darin, dass sich diese Bedingungen aktuell zu ändern scheinen. Die Amerikanische Zentralbank hat damit begonnen, die kurzfristigen Zinssätze zu erhöhen, und der Abstand zwischen hypothekenbesicherten Wertpapierrenditen und Finanzierungskosten hat sich damit erheblich verringert. Teilweise im Vorgriff auf diese Schritte hat AGNC die Anlagestrategie angepasst, was unter anderem dazu geführt hat, dass der Hypotheken-REIT seine Dividende seit dem Wechsel zu einer monatlichen Dividendenausschüttung im Jahr 2014 bereits zweimal reduzieren musste. Bislang hat sich der Kurs von AGNC im Vergleich zu seinen Mitbewerbern jedoch gut gehalten. Trotz der Risiken scheinen viele Dividendenanleger, der Kombination von hohen Renditen und langfristigen Wachstumsaussichten weiterhin Vertrauen zu schenken.

LTC Properties

LTC Properties ist ebenfalls ein REIT, der aber vollwertige Immobilien statt Wertpapiere besitzt. Die Initialen im Namen des REITs geben einen Hinweis auf sein Schwerpunktgebiet, da es in Seniorenwohnungsentwicklungen und -projekte sowie in Gesundheitsimmobilien investiert, die darauf abzielen, den Bedarf nach langfristiger Pflegebedürftigkeit für die zunehmend alternde US-Bevölkerung zu erfüllen (LTC = Long-Term-Care oder Langzeitbetreuung).

Das LTC-Portfolio mit mehr als 200 Einrichtungen umfasst Immobilien, die auf betreutes Wohnen, Pflege von Menschen mit Gedächtnisproblemen, allgemeine Pflegeleistungen und post-akute Pflegedienste spezialisiert sind. Die Immobilien, die LTC besitzt und durch Joint Ventures, Sale-and-Leaseback-Transaktionen, Hypothekenfinanzierungen, Vorzügen und Mezzanine-Darlehen verwaltet, erstrecken sich über ganz Amerika, von der gesamten Westküste, den Südwesten und den Großteil des inneren Landes, sowie des Südens. Typischerweise arbeitet LTC mit Partnern, welche ihre Einrichtungen betreiben. Der REIT hofft, seine geografische Reichweite noch weiter ausbauen zu können, um die Chancen in allen Regionen des Landes bestmöglich zu nutzen.

Im Gegensatz zu AGNC hat LTC Properties eine lange Geschichte von monatlichen Zahlungen, die bis ins Jahr 2005 zurückreichen. In diesem Zeitraum hat der REIT seine monatliche Dividende neun Mal erhöht. Über die Zeitspanne von 13 Jahren entspricht das einer Gesamtsteigerung von mehr als 70% des Anteils, den Aktionäre pro Monat erhalten.

LTC verspricht zudem, noch deutlich stärker wachsen zu können. In den nächsten 45 Jahren wird sich die Zahl der Senioren in den USA voraussichtlich verdoppeln, und die Zahl der über 85-Jährigen wird sich bis 2050 verdreifachen. Angesichts der Tatsache, dass insbesondere das ältere Segment der Rentner, die Art von langfristiger Pflege benötigen, die die Einrichtungen von LTC bieten, könnte dieser demographische Wandel auf lange Sicht hervorragende Wachstumsaussichten für den REIT bedeuten – und für seine Ausschüttungen an die Aktionäre.

Pembina Pipeline

Im Gegensatz zu den ersten beiden Aktien ist Pembina Pipeline kein Immobilieninvestmentfonds. Pembina ist ein führender Pipeline-Betreiber und Anbieter von Midstream-Energieinfrastrukturdienstleistungen, zu denen Öl- und Erdgaspipelines, Lagertanks und Terminals gehören, um den Transport von Energieprodukten auf dem Land- oder Seeweg zu ermöglichen, sowie die Vermarktung von Energieprodukten an nachgelagerte Unternehmen wie Gas Stationen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Kanada und die dortige Stärke der Aktivitäten in der Energiebranche hat Pembina in den letzten Jahren viele Projekte ermöglicht.

Wie viele Midstream-Energieversorger hat Pembina in den letzten Jahren aufgrund von schwachen Ölpreisen, unter starkem Druck auf sein Kerngeschäft gelitten. Dies zeigte sich nicht nur in den Geschäftsergebnissen, sondern auch in den Dividendenausschüttungen. Diese fielen, als die Rohölpreise von einst dreistelligen Niveaus auf bis zu 30 USD pro Barrel gesunken sind, bevor sie sich wieder erholten.

Das Unternehmen scheute sich dennoch nicht, in Wachstumschancen zu investieren, auch wenn die Märkte keine Anzeichen zu wieder zurückkehrenden, anhaltenden Preissteigerungen signalisiert hatten. Es beteiligte sich an Öl- und Gasinfrastrukturprojekten im Wert von fast 3 Milliarden kanadischen Dollar, vor allem in den westlichen kanadischen Provinzen Alberta und British Columbia. Einen sogar noch größeren strategischen Schritt wagte Pembina mit dem im Mai 2017 angekündigten Aufkauf von seinem Mitbewerber „Veresen“ im Wert von 9,7 Milliarden kanadischen Dollar. Die kombinierten Portfolios vergrößerten das Unternehmen um Pipeline-, Terminal-, Speicher-, Gasverarbeitungs- und Fraktionierungsanlagen.

Derzeit beginnen die Dinge für Pembina deutlich besser zu laufen. Das Unternehmen arbeitet hart daran, verflüssigtes Erdgas aus reichen Gasfeldern im Inland zu fördern und an Terminals an der Westküste der USA und Kanada zu bringen. Hierzu zählt auch dss Jordan-Cove-Projekt in Oregon, an dem Pembina arbeitet. Auch wenn Pembina seine Investitionsausgaben leicht reduzieren sollte, so kann das Unternehmen dennoch durch die steigenden Energiepreise große Gewinne erzielen. All dies könnte noch mehr Kunden dazu veranlassen, die Energieinfrastruktur von Pembina zu nutzen und das Wachstum für die bereits solide Dividendenrendite von 5,3% weiterhin zu unterstützen.

Realty Income

Es gibt kein Unternehmen, welches das monatliche Dividendenkonzept besser verkörpert als Realty Income. Der Immobilieninvestment-Fond hat seinen Slogan als „The Monthly Dividend Company“ sogar patentiert, und die Aktionäre des Unternehmens haben von den Vorteilen der Unternehmensphilosophie und des Erfolgs seit Jahrzehnten profitieren können. Realty Income hat 574 aufeinanderfolgende monatliche Dividenden gezahlt, und für 82 Quartale in Folge – mehr als 20 Jahre – hat der REIT diese monatlichen Zahlungen erhöht. Mit einer Gesamtrendite von durchschnittlich fast 16% pro Jahr und einem Dividendenwachstum von fast 5% pro Jahr ist Realty Income der Referenzwert, wenn es darum geht, seinen Aktionären ein verlässliches monatliches Einkommen zu bieten.

Realty Income erzielt seine Dividendenausschüttungen durch ein stark diversifiziertes Immobilienportfolio. Der REIT verfügt über mehr als 5.300 Liegenschaften unter langfristigen Mietverträgen, die die Mieter für bestimmte Ausgaben wie Instandhaltung, Versicherungsschutz und Grundsteuer verantworten lassen und somit zu einem zuverlässigen und berechenbaren Einkommen für den Immobilienkonzern führen. Diese Immobilien decken alle außer einem der 50 Staaten in den USA ab. Realty Income hat mehr als 250 gewerbliche Mieter gefunden, um seine Immobilien zu verpachten. Obwohl der REIT einen erheblichen Fokus auf den Einzelhandel legt, verfügt das Unternehmen über Mieter in fast vier Dutzend verschiedenen Branchen.

Einige Anleger befürchten, dass das Engagement im Einzelhandel von Realty Income ein Risiko darstellt. Bei dem Trend weg vom Kaufhaus-basierten Handel hin zu E-Commerce-Shopping, ist die Sorge, dass Mieter, die Immobilien von Realty Income leasen, schließlich aus dem Geschäft gedrängt werden, oder ihren Betrieb in das online Segment verschieben.

Der Immobilieneinkommen verteidigt sich gegen dieses Risiko jedoch, indem er sich auf diejenigen Teile des Einzelhandels konzentriert, die weniger anfällig für negative Trends sind. Zum Beispiel sind viele seiner Mieter Drogeriemärkte und andere Anbieter notwendiger Güter und Dienstleistungen. Realty Income zählt auch Fitnesszentren und Kinos zu seinen wichtigsten Mietern und nutzt damit die Vorteile einer Verlagerung hin zu einer größeren Bereitstellung von Dienstleistungen an gewerblichen Immobilienstandorten.

Die Fokussierung auf Einzelhändler, die generell ihren Kunden niedrige Preise anbieten, trägt auch dazu bei, störende Risiken durch Online-Konkurrenz zu reduzieren. Mit einer solch langen Erfolgsgeschichte verfügt Realty Income über die Erfahrung und das Know-how, um den wandelnden Trends zu begegnen und Wege zu finden, die monatlichen Dividendenerträge zu erzielen, auf die sich Aktionäre verlassen.

Shaw Communications

Die Telekommunikationsbranche war historisch betrachtet eine gute Wahl für Dividendenzahler, und Shaw Communications ist keine Ausnahme. Als einer der führenden Anbieter auf dem kanadischen Telekommunikationsmarkt bedient Shaw fast 7 Millionen Verbraucher und Unternehmenskunden mit notwendigen Breitband-, Sprach- und Videodiensten. Shaws monatliche Dividenden machen derzeit eine Rendite von 4,5% aus.

Shaw steht vor den gleichen Herausforderungen, mit denen auch seine Branchenkonkurrenten in letzter Zeit zu kämpfen hatten. Kunden nördlich der US-Grenze verzichten ebenfalls zunehmend auf die Kabelversorgung, und Shaw hat Tendenzen zu sinkenden Abonnentenzahlen für traditionelle Festnetz- und Kabelfernsehdienste feststellen können. Bisher hat Shaw gute Arbeit geleistet, um Kunden zu ermutigen, ihren Breitband-Service noch stärker zu nutzen, um damit die Verluste auf der Voice- und Video-Seite des Geschäfts auszugleichen, aber einige Investoren sorgen sich dennoch um Shaws Zukunft.

Dennoch weiß Shaw, was getan werden muss, um der Konkurrenz voraus zu sein. Der Telekommunikationsgigant gab kürzlich bekannt, dass seine ersten technischen 5G-Tests auf dem Markt in Calgary gut gelaufen seien. Dies zeige, dass das Tempo des technologischen Fortschritts in der kanadischen Telekommunikationsbranche genauso wichtig ist wie in den USA und anderen Teilen der Welt.

Mit einer langen Geschichte solider Leistung hat Shaw die Nase vorn, um neue Wege zu finden, um im schnelllebigen Kommunikationsgeschäft weiter zu wachsen.

Wie bei allen Unternehmen auf dieser Liste müssen die Aktionäre von Shaw, die außerhalb von Kanada ansässig sind, auf die relativen Werte des kanadischen Dollar und ihrer Heimatwährung achten, wenn sie ihr Dividendeneinkommen genauer überschauen möchten.

Wenn du an Dividenden denkst, denk monatlich

Nicht alle Anleger benötigen regelmäßige Einnahmen, aber wenn du sie brauchst, dann sind monatliche Dividendenaktien eine der besten Anlagen, die du finden kannst. Indem du den Zeitpunkt des Einkommens aus deinem Portfolio an den Zeitpunkt, an dem du für deine Lebenshaltungskosten aufkommen musst, anpasst, kannst du sicherer sein, dass du in der Lage bist, deine finanziellen Bedürfnisse durch deine Investitionen zu decken.

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Dan Caplinger besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel von Dan Caplinger erschien am 22.06.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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