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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow tiefer, Techs im Plus - Starke Apple-Aktie
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Dow tiefer, Techs im Plus - Starke Apple-Aktie

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
01.08.2018, 22:35  |  1229   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed kaum reagiert. Bei den Standardwerten gab es leichte Verluste. Die Technologie-Indizes an der Nasdaq-Börse setzten ihre Vortages-Erholung fort.

Im Fokus standen hohe Kursgewinne bei den Apple -Aktien, die im Leitindex Dow Jones Industrial größere Verluste verhinderten beziehungsweise die Gewinne im Tech-Sektor stützten.

Für den Dow ging es zum Handelsschluss um 0,32 Prozent nach unten auf 25 333,82 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 sank um 0,10 Prozent auf 2813,36 Punkte. Der Nasdaq 100 gewann 0,57 Prozent auf 7272,89 Punkte.

Die Fed tastete ihre Zinsen wie erwartet nicht an und beließ den Leitzins bei 1,75 bis 2,00 Prozent. Die Tür für eine Erhöhung im September wurde jedoch noch weiter geöffnet. Die Wirtschaft wachse mit einer "hohen Rate", teilte die US-Notenbank nach ihrer Zinssitzung mit. Zuvor hatte sie von einem "soliden" Tempo gesprochen. "Die noch positivere Beschreibung der US-Wirtschaft ist die größte Änderung im Vergleich mit dem Juni-Statement", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Die Fed werde ihren Weg schrittweiser Zinserhöhungen weitergehen.

Das leidige Thema Handelskrieg war auch am Mittwoch präsent. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg denkt US-Präsident Donald Trump darüber nach, die bis Ende August geplanten Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von den geplanten 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Dies nehme derzeit Schwung aus dem Markt, sagten Börsianer.

Der schwelende Handelskonflikt sei ein Bremsfaktor und gehe für die USA aktuell nach hinten los, schrieben die Experten der BayernLB in einem Kommentar zur jüngsten Stimmung in der US-Industrie. Diese hatte sich im Juli überraschend deutlich eingetrübt. Dafür wurden im Juli in der Privatwirtschaft mehr Stellen geschaffen als erwartet, wie aus den Daten des Dienstleiters ADP hervorgeht. An diesem Freitag steht der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung auf der Agenda. Die ADP-Daten gelten am Markt als Indikator für die Regierungszahlen, obwohl die Zuverlässigkeit nicht besonders hoch ist.

Der iPhone-Konzern Apple hatte mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Analystenerwartungen übertroffen. Die Apple-Aktien legten daraufhin zur Wochenmitte bis auf ein Rekordhoch bei 201,76 Dollar zu und schlossen mit plus 5,89 Prozent bei 201,50 Dollar. Damit waren sie im Dow und im Nasdaq 100 der jeweils beste Wert. Schlusslicht im Dow-Index waren die am Vortag noch gut gelaufenen Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar mit minus 3,66 Prozent.

Die starken iPhone-Geschäfte treiben die Apple-Aktien schon seit Jahren an. Aktuell ist das teure iPhone X eine Geldmaschine: Apple hatte im vergangenen Quartal den Gewinn um 32 Prozent auf gut 11,5 Milliarden Dollar gesteigert. Zahlreiche Analysten hoben zur Wochenmitte ihre Kursziele an.

Der viertgrößte US-Mobilfunker Sprint steuert nach einem besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt mit Zuversicht auf die erhoffte Fusion mit der Telekom-Tochter T-Mobile US zu. Das Unternehmen wachse solide, sagte Sprint-Chef Michel Combes am Mittwoch laut Mitteilung. Die Zahl der Kunden nehme zu, zudem schreibe das Unternehmen das dritte Quartal in Folge schwarze Zahlen. Seine Prognose für das Gesamtjahr hob der Konzern leicht an. Die Sprint-Aktien verloren trotzdem 0,92 Prozent.

Die Anteile der Autobauer Ford und Fiat Chrysler büßten nach Absatzahlen 1,39 beziehungsweise 2,24 Prozent ein.

Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1660 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1696 (Dienstag: 1,1736) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8550 (0,8521) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren 10/32 Punkte auf 98 30/32 Punkte und rentierten mit 3 Prozent./ajx/he

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