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Die Bitcoin Group SE: Chancen und Risiken

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.08.2018, 08:29  |  897   |   |   

Der Bitcoin polarisiert. Manche sehen in ihm eine großartige Chance, um schnell reich zu werden, andere erwarten sein baldiges Ende. Auch bei Kryptowährungen kann es jedoch klug sein, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Für Anleger, die nicht in viele einzelne Kryptowährungen investieren möchten, bietet sich möglicherweise die Bitcoin Group SE (A1TNV9) als Alternative an. Somit kann es Sinn machen, sich die Chancen und Risiken gründlich anzuschauen.

Genau genommen handelt es sich bei der Bitcoin Group SE um eine Unternehmensbeteiligungsgesellschaft. Der Handelsplatz Bitcoin.de wird dabei von der Bitcoin Deutschland AG betrieben, an der die Bitcoin Group SE wiederum 100 % hält. Beteiligungen an weiteren Unternehmen aus den Bereichen Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain werden für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

Die Chancen

Die Zahlen können sich sehen lassen. Die Kundenzahl konnte von 213.000 im Jahr 2015 auf 667.000 im Jahr 2017 gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurde noch ein Bilanzverlust von knapp über 144.000 Euro ausgewiesen. Das hat sich nun grundlegend geändert. Mittlerweile beläuft sich das Jahresergebnis auf fast 7,5 Mio. Euro (im Geschäftsjahr 2017). Starke Zahlen. Das Wachstum ist somit mehr als beeindruckend.

Geld verdient der Handelsplatz Bitcoin.de mit Marktplatzgebühren beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen. Vorrangig ist es also nicht entscheidend, zu welchen Kursen die Kryptowährungen gehandelt werden. Wichtig ist, dass überhaupt gehandelt wird. Dabei ist man in Deutschland der einzig regulierte Marktplatz für digitale Währungen. Womit wir bei einem Alleinstellungsmerkmal wären.

Vielleicht fragt ihr euch, wie es um die Sicherheit bestellt ist? Laut der Internetseite von Bitcoin.de stehen alle Server in gesicherten Rechenzentren in Deutschland. Weiterhin werden demnach über 98 % der Bitcoin-Kundenbestände offline gespeichert und durch eine öffentlich-rechtlich bestellte deutsche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Das macht auf mich soweit einen seriösen Eindruck.

Derzeit beschränkt sich das Angebot noch auf Bitcoins und Ethereum. Weitere Kryptowährungen sollen jedoch aufgenommen werden, um das Angebot zu erweitern. Hier sehe ich sehr gute Möglichkeiten. Neben einem hierdurch möglichen Umsatzwachstum, ist eine Diversifizierung aus meiner Sicht absolut notwendig. Lass mich erklären, warum ich das denke:

Ich bin kein Fan von Bitcoins und bin somit auch nicht investiert. Für mich ist das Ganze eine Art Schneeballsystem. Letztendlich geht es darum, immer jemanden zu finden, der eben noch mehr zahlt. Dennoch denke ich, dass Krypotwährungen nicht mehr komplett verschwinden werden. Vielmehr stellt sich für mich die Frage, wie sich der Bereich weiterentwickelt und welche Kryptowährungen sich durchsetzen werden. Das der Bitcoin so populär bleiben wird, glaube ich eher weniger. Ein Handelsplatz für Krypotwährungen muss somit die Auswahl meines Erachtens breiter streuen, um dadurch das Risiko zu minimieren. Die Abhängigkeit vom Bitcoin ist derzeit noch recht hoch.

Die Risiken

Ihr werdet es wohl schon vermuten: Das größte Risiko ist sicherlich, dass Kryptowährungen wieder verschwinden. Entpuppt sich das ganze als Hype und platzt die Blase irgendwann, würden der Bitcoin Group SE die Umsätze wegbrechen.

Ein Blick in den Geschäftsbericht 2017 offenbart, dass sich die Bilanzsumme auf knapp über 53 Mio. Euro erhöht hat. In 2016 waren es noch 6,8 Mio. Euro. Auch das Eigenkapital hat sich signifikant auf etwas über 36 Mio. Euro (2016 ca. 6 Mio. Euro) erhöht. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Anstieg insbesondere durch die Erhöhung von selbstgehaltenen Bitcoins und Kurssteigerungen des Bitcoins erzielt wurde. Auch hier zeigt sich die Abhängigkeit vom Bitcoin. Ein Crash des Bitcoins hätte somit sicherlich auch negative Auswirkungen auf die Bilanz.

Eine weitere Gefahr könnte sich durch staatliche Regulierungen sowie steuerliche Risiken ergeben. Änderungen in der Gesetzgebung könnten negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben. So hat z. B. das Bundesministerium für Finanzen am 27. Februar 2018 ein Schreiben über die umsatzsteuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen virtuellen Währungen veröffentlicht. Hieraus könnte sich ergeben, dass die Bitcoin Deutschland AG ggf. nachträglich Umsatzsteuer zahlen muss, und auch zukünftige Provisionen für die Vermittlung von Kryptowährungen umsatzsteuerpflichtig werden würden.

Sehr wichtig bei einem Unternehmen ist für mich eine gewisse Transparenz. Hier kann die Bitcoin Group SE nicht so richtig bei mir punkten. Die Informationen auf der Internetseite sind sehr knapp gehalten. So finden sich z. B keine weiterführenden Informationen zur Geschäftsführung oder zum Verwaltungsrat. Auch der Geschäftsbericht 2017 umfasst gerade einmal 72 Seiten.

Zwar hat die Bitcoin Group SE einen Wechsel in den regulierten Markt bereits geprüft, um die Transparenz zu steigern, sich jedoch erst einmal dagegen entschieden. Als Gründe werden die hohen Kosten genannt und das dies derzeit zu viele Kapazitäten binden würde.

Nichts für risikoscheue Investoren

Zugegeben, die bemerkenswerte Entwicklung des Unternehmens fasziniert mich. Ich denke jedoch, dass die Aktie nur für langfristige Investoren geeignet ist, die den Kryptowährungen einen zukünftigen Siegeszug zutrauen. Anleger, die mit Kryptowährungen nicht viel am Hut haben, werden vermutlich auch um die Bitcoin Group SE einen weitern Bogen machen. Derzeit habe ich nicht vor, in Kryptowährungen zu investieren. Sollte sich das in Zukunft doch ändern, wäre die Bitcoin Group SE  vermutlich meine erste Wahl.

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Sven Knaak besitzt keine der erwähnten Aktien. Sven Knaak besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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