DAX-0,17 % EUR/USD-0,03 % Gold+0,15 % Öl (Brent)-1,59 %
Pressemeldung: Elena Moya (M&G): Japan niest, die Märkte bekommen einen Schnupfen
Foto: www.assetstandard.de

Pressemeldung Elena Moya (M&G): Japan niest, die Märkte bekommen einen Schnupfen

Nachrichtenquelle: Asset Standard
03.08.2018, 11:25  |  648   |   |   

Höhere Zinsen in Japan könnten zu einer sinkenden Nachfrage nach globalen Vermögenswerten führen.

Spekulationen darüber, dass Japan, bisher eine Bastion der Stabilität an den Rentenmärkten, seine ultralockere Geldpolitik verändern könnte, trieb die Renditen von Staatsanleihen der meisten Industriestaaten in den letzten Juliwochen nach oben.

26.07.2018   Höhere Zinsen in Japan könnten zu einer sinkenden Nachfrage nach globalen Vermögenswerten führen, da die Milliarden Yen, die das Land vor zwei Jahren fluchtartig verlassen hatten, da die Geldpolitik im negativen Renditebereich rangierte, wieder Einzug halten könnten. Die Leugnung der Spekulationen durch die Zentralbank dämmte die Reaktion nicht ein, die den Yen gegenüber dem US-Dollar um 1,6% nach oben drückte und so dafür sorgte, dass 30-jährige US-Staatsanleihen unter den 34 von Panoramic Weekly verfolgten Anlageklassen jene mit der schlechtesten Wertentwicklung war.

Auch die anhaltenden Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie den USA und Europa lasteten auf den globalen Rentenmärkten und drückten sowohl den Greenback als auch den Yuan nach unten – die chinesische Währung erreichte beinahe die Marke von 6,8 Einheiten je Dollar, der niedrigste Wert seit über einem Jahr. Trotz des allgemeinen Rückgangs des US-Dollars konnten die meisten Schwellenländer nicht von der Aufwertung ihrer Währung profitieren, da die Emerging Markets nach wie vor unter der andauernden Handelskrieg-Rhetorik leiden. Die Mittelflüsse in Exchange Traded Funds (ETF) aus Lateinamerika waren über den Zeitraum von einem Monat negativ, für die Region Asien-Pazifik waren die Kapitalflüsse weiter positiv. Für den Zeitraum seit Jahresbeginn ist das Ergebnis für beide Regionen positiv.

Das Hochzinssegment, vor allem in den USA und Asien, war über die letzten fünf Handelstage eine der wenigen Anlageklassen mit positiven Erträgen im festverzinslichen Bereich. Die Ertragslage der Unternehmen in den USA liegt bisher größtenteils über den Erwartungen, gleichzeitig wird von sinkenden Ausfällen ausgegangen: Laut Moody’s Investors Service fiel die Ausfallrate bei US- und europäischen Hochzinsanleihen im letzten Quartal auf 2,9%, bis Ende des Jahres könnte sie auf 2,1% sinken. Die positive Stimmung bei asiatischen hochverzinslichen Unternehmensanleihen wurde durch eine Reihe neuer fiskalpolitischer Maßnahmen in China zur Unterstützung der Wirtschaft untermauert, die Anfang der Woche bekannt gegeben wurden.

Nach oben:

Rendite zweijähriger US-amerikanischer Staatsanleihen – Komfortabler Puffer:

Kräftige Unternehmensgewinne und eine sich für Zinserhöhungen einsetzende Zentralbank trieben die Renditen für 2-jährige US-Staatsanleihen auf 2,649%, den höchsten Wert seit zehn Jahren. Nach Berücksichtigung des Effektes von Zinserhöhungen auf die Anleihenkurse bedeutet dieses Niveau, dass 2-jährige Renditen um weitere 1,4% steigen müssen, bevor US-Anleger Kapital verlieren, was ihnen einen komfortablen Puffer verschafft. Wie anhand der Grafik ersichtlich, ist dies ein erheblicher Unterschied zu noch vor wenigen Jahren, als Anleihenrenditen so niedrig waren, dass ein geringer Zinsanstieg die Erträge der Anleger hätte zunichtemachen können. Anleger in 30-jährigen US-amerikanischen Staatsanleihen können das nicht behaupten: Strukturelle Herausforderungen für das Inflationswachstum, eine alternde Bevölkerung sowie eine starke Nachfrage von renditehungrigen globalen Investoren hielten den Deckel auf den langfristigen Renditen von US-Staatsanleihen und schmälerten den Puffer für Anleger vor einem Kapitalverlust. Es überraschte nicht, dass die Auktion von 2-jährigen Treasuries diese Woche mit einer Rendite von 2,657% das höchste Verhältnis zwischen Gebots- und Zuteilungsvolumen seit Januar aufwies. Doch das Bild könnte sich schon bald drehen: Laut M&G Fondsmanager Richard Woolnough könnte die US-Notenbank Fed den Kauf von kurzlaufenden Staatsanleihen bevorzugen und länger laufende Anleihen verkaufen, um das Durationsrisiko in ihrer Bilanz zu reduzieren. Dieses Vorgehen würde auch auf eine steiler werdende Renditekurve hinauslaufen, was Banken zu einer gesteigerten Kreditvergabe anregen würde – lesen Sie hier Richard Woolnoughs „Die Umkehrung der „Operation Twist“ und die Auswirkungen auf die Zinsstrukturkurve.



Der Spar-Tarif für Ihr comdirect Depot!

Sparen Sie sich teure Ausgabeaufschläge und Gebühren: Eröffnen Sie Ihr Depot über FondsDiscount.de und Sie profitieren von dem günstigen Tarifmodell. Sie haben bereits ein Depot bei der comdirect? Kein Problem. Ein einfacher Vermittlerwechsel genügt und der Spar-Tarif wird automatisch hinterlegt.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen

Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel