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Handelsstreit Deutschen Managern platzt der Kragen

03.08.2018, 12:57  |  5191   |   |   

Deutsche Firmen in China und den USA wollen die Zumutungen des Handelskrieges nicht länger hinnehmen und planen weitreichende Veränderungen.

Jetzt reicht es den Managern in deutschen Unternehmen mit Produktionsstandorten in China und den USA. Sie wollen die schweren Belastungen durch den Handelsstreit zwischen den USA und China nicht länger tatenlos hinnehmen und planen Gegenmaßnahmen in ihrem lokalen Geschäftsbetrieb. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) aus dem Juli dieses Jahres hervor.

Der DIHK wertete Antworten von 150 Mitgliedsunternehmen der deutschen Handelskammern in China und den Auslandshandelskammern (AHKs) in den USA aus. Die Manager wurden laut DIHK "nach einer ersten Einschätzung über die Betroffenheit und Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen den USA und China" befragt. Demnach beschäftigen sich 27 Prozent der Unternehmen in China und sogar 53 Prozent der Unternehmen in den USA damit, ihren Betrieb aufgrund des Handelskonflikts zu verändern. Von diesen Firmen wollen 37 Prozent in China die Produktion eventuell verlagern, in den USA erwägt das jedes vierte Unternehmen.

Ein Drittel der befragten Unternehmenslenker in den USA zieht in Betracht, das Produkt-Portfolio zu verändern. Damit sollen Zölle soweit wie möglich umgangen werden. Investitionen verringern oder Arbeitsplätze abbauen wollen 21 Prozent in China bzw. 26 Prozent in den USA. Dagegen planen nur wenige Unternehmen mit mehr Investitionen und mehr Einstellungen auf dem lokalen Markt gegenzusteuern: in China 16 Prozent, in den USA: 19 Prozent.

Der Handelsstreit USA-China belaste die in den beiden Ländern aktiven deutschen Unternehmen "enorm", meint DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier gegenüber Reuters-Journalisten. "Von den neuen Zöllen ist knapp die Hälfte der Importe deutscher Unternehmen direkt oder indirekt betroffen, weil sie zum Beispiel Rohstoffe oder Bauteile aus dem jeweils anderen Land beziehen", so Treier. Allein in den USA sähen sich drei Viertel der deutschen Unternehmen von den US-Strafzöllen gegen Einfuhren aus China, aus der EU und anderen Ländern belastet.

Laut DIHK sind die USA für die deutsche Wirtschaft Exportpartner Nummer Eins. Mit China erreicht Deutschland das größte Handelsvolumen. Deutsche Firmen haben rund 400 Milliarden Euro in den USA und über 80 Milliarden Euro in China investiert. Deutsche Betriebe beschäftigen mehr als 850.000 Menschen in den USA, in China sind es über eine Million, berichtet der DIHK.

Quelle:

DIHK

Wertpapier
EUR/USD


1 Kommentare

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Kommentare

Deutschland dürfte eh seine besten Zeiten gesehen haben ...

die Zukunft findet in China und den USA statt, wer dies verpennt, wird überrennt ***

selbst unsere Politiker sind doch nur noch damit beschäftigt,
sich einen lukrativen Aufsichtsratsposten wo zu erschachern und zu sichern ..
Qualifikation spielt dabei keine Rolle ...ob aktuell oder in der Zukunft...
mir tun unsere zukünftigen Generationen in der Bevölkerung sehr leid,
die werden doch nur noch für die Kapitalisten als Spielball benutzt ***
Wirtschaftsflüchtlinge sind dazu herzlich Willkommen , mit jedem einzelnen lässt sich hier gutes Geschäft machen ..
ob auf dem Wohnungsmarkt, Gesundheitsbereich, oder Arbeitsmarkt .. usw ...
nur wenn wir alle tot sind, haben wir von diesem System unsere Ruhe ..vorher wird aber nochmals ordentlich zur Kasse gebeten ..
nachdem Motto, verreck oder stirb ***

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