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Aixtron – weiterhin positiv gesehen

Gastautor: Daniel Saurenz
03.08.2018, 12:20  |  590   |   |   

Aixtron_Presse_3Vor zwei Wochen hatten wir ihnen Aixtron ans Herz gelegt. Bei der Deutschen Bank sieht man das ebenfalls so und bestätigt die Empfehlung. Dort hat man die Einstufung für Aixtron nach Zahlen zum zweiten Quartal auf “Buy” mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Die Kennziffern seien “in line” ausgefallen, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Nachdem der auf die Halbleiterindustrie spezialisierte Anlagenbauer seine Jahresziele angehoben habe, dürften die Konsensschätzungen folgen. Unsere Auswahl bleibt ebenfalls: Discounter DS03N8, Aktienanleihe HW4VKV und Turbo MF3BPB

Übrigens: Wer uns gestern “long” im DAX gefolgt ist, darf sicher über schöne Gewinne freuen. Wer absichern möchte setzt den Stopp knapp unter 12.500 und nimmt die Hälfte der Gewinne mit. Unser kurzfristiges Ziel lautet im besten Fall 12.750. In den USA dürfte die NASDAQ erneut einen Anlauf auf Rekordstände nehmen. Absicherung über 12.700 im DAX gerne mit dem Put-OS VL2PHC.

Ergänzend blicken wir auf die Einschätzung der Commerzbank-Analysten zu einigen “Baustellen” im internationalen Wirtschaftsgeschehen:

Börse_USA_NewYork_4Sanktionen gegen den NATO-Verbündeten Türkei, Androhung „schmerzlicher“ Zölle gegen China durch Trumps handelspolitischen Großinquisitor Wilbur Ross und die Androhung „vernichtender“ Sanktionen gegen Russland durch den US-Kongress: Man kann nicht gerade behaupten, dass sich die USA momentan viele Freunde in der Welt zu machen versuchen. Im Gegenteil, sie isolieren sich. Jetzt schon politisch und – wenn sie mit all der Sanktioniererei und Handelskriegerei so weitermachen – vielleicht in Zukunft auch ökonomisch.

Schon droht die Türkei mit Gegen-Sanktionen. Der US-Präsident ist nicht gerade dafür bekannt, als erster von De-Eskalation zu Eskalation überzugehen. Zumindest nicht, wenn keine US-Landwirte und -Stahlarbeiter betroffen sind. Daher steht zu befürchten, dass sich zwischen USA und Türkei eine Spirale von Sanktionen und Gegen-Sanktionen entwickelt. Das ist einerseits ein erhebliches Risiko für die türkische Wirtschaft (siehe unten). Käme es dazu, wäre das allerdings auch ein weiterer Fall von US-Sanktionspolitik, die nicht im Interesse der Europäer ist und nicht mit ihnen koordiniert ist. Auch Deutschland hatte seinen Streit mit der Türkei über dort inhaftierte Landsleute. Aber gerade der Fall zeigt, dass man mit zivilisierter Diplomatie solche Konflikte lösen kann und nicht den Sanktions-Vorschlaghammer braucht. Daher würden weitergehende US-Sanktionen hier kaum auf Verständnis stoßen. Die Amerikaner sind in diesem Konflikt der Buhmann. Auch wenn die Türkei keine ideale Besetzung für die Opfer-Rolle abgibt.

Hinzu kommen möglicherweise weitere US-Sanktionen gegen Russland. Auch in Europa mag niemand, dass staatlich gelenkte russische Trolle unsere Wahlen beeinflussen. Aber Europa setzt sich mit Russland in anderem Stil auseinander. Das mag man mögen oder als Genscherismus ablehnen. Völlig egal. Der Punkt ist: Die US-Sanktionspolitik steht immer mehr im Widerspruch zu Europas Interessen. Damit erkennt Europas Politik immer deutlicher ihre sanktionspolitische Machtlosigkeit. Die USA setzen ihre Sanktionspolitik weltweit um, weil sekundäre Sanktionsdrohungen und die Hoheit über die weltweiten Dollar-Transaktionen jedes Unternehmen weltweit kuschen lassen. Je mehr Europas Politik damit unzufrieden wird, desto höher ist die Gefahr, dass der Leitwährungs-Status des Dollars ernsthaft von Europas Politik angegriffen wird. Für mich heißt das: Auch wenn kurzfristig der handels- und sanktionspolitische Amoklauf der USA den Dollar unterstützen (weil er in solchen Phasen als sicherer Hafen dient), vergrößert er mittel- bis langfristig die Risiken für die US-Währung.

Quelle: Commerzbank, eigene Recherche

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