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3 große, günstig bewertete Pharma- und Dividendenaktien, die du jetzt kaufen und langfristig halten kannst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.08.2018, 13:11  |  1879   |   |   

Einer der größten Feinde der Anleger ist der allzu rege Handel. Zu häufiges Ein- und Aussteigen reduziert die Aktienrendite auf lange Sicht drastisch. Deshalb lohnt es sich, Aktien zu finden, die man kaufen und jahrelang halten kann.

Aktien, die folgende drei Kriterien erfüllen, sind oft die besten Dauerinvestments. Erstens sollte die Bewertung attraktiv sein. Die Aktienbewertungen tendieren dazu, im Laufe der Zeit wieder zu ihren Mittelwerten zurückzukehren. Zweitens sollte das Unternehmen hohe Dividenden zahlen. Unterschätze nicht, wie wichtig reinvestierte Dividenden für die Gesamtrendite sind. Drittens sollte das Unternehmen langfristig gute Wachstumsaussichten besitzen.

Ich denke, dass gegenwärtig drei große Pharmaaktien diese Kriterien erfüllen: AbbVie (WKN: A1J84E), Gilead Sciences (WKN: 885823) und Pfizer (WKN: 852009). Im Folgenden erfährst du, warum sie preiswerte Dividendenaktien sind, die du jetzt kaufen und langfristig halten kannst.

1. AbbVie

Die AbbVie-Aktie ist derzeit definitiv günstig bewertet. Der Aktienkurs des großen Pharmakonzerns notiert nur bei etwas mehr als dem Zehnfachen des für 2018 erwarteten Gewinns und liegt damit deutlich unter dem Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 von 16,7. Unter Berücksichtigung der Wachstumsprognosen sieht die Bewertung von AbbVie noch attraktiver aus. Das Kurs-Gewinn-zu Wachstums-Verhältnis (PEG) der Aktie liegt aktuell bei niedrigen 0,73.

Das Unternehmen ist eine der dividendenstärksten großen Pharmaaktien. AbbVies Dividendenrendite liegt derzeit bei 3,96 %. Seit 2013, als AbbVie ein eigenständiges Unternehmen wurde, genießen die Investoren jedes Jahr eine schöne Erhöhung der Dividendenausschüttung. Seit 2013 erhöhte AbbVie seine Dividendenausschüttung um satte 140 %.

Wie sieht es mit dem zukünftigen Wachstum aus? Die Wall Street geht davon aus, dass AbbVies Gewinn in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich um mehr als 16 % pro Jahr steigen wird. Obwohl AbbVies umsatzstärkstes Medikament, Humira, durch die Biosimilar-Konkurrenz zwar in Zukunft an Umsatz verlieren wird, wird es bis 2024 aber weiterhin als das meistverkaufteste Medikament der Welt eingeschätzt.

AbbVie sollte in der Lage sein, die Umsatzrückgänge bei Humira ausgleichen zu können und dennoch ein solides Wachstum zu erwirtschaften. Die Krebsmedikamente Imbruvica und Venclexta, das Hepatitis-C-Virus- (HCV) Medikament Mavyret und das kürzlich zugelassene Endometriose-Medikament Orlissa (Elagolix), dürften der Schlüssel zum Unternehmenserfolg sein. Das Marktforschungsunternehmen EvaluatePharma stuft AbbVies Pipeline als die zweitbeste der Branche ein, wobei weitere potenzielle Blockbuster-Medikamente, wie Risankizumab und Upadacitinib, bereits auf dem Weg sind.

2. Gilead Sciences

Gilead Sciences sieht mit einem 2018er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12 auch preiswert aus. Aber das niedrige Enterprise Value zu EBITDA-Verhältnis, von nur 7,35, unterstreicht noch deutlicher die attraktive Bewertung von Gilead.

Obwohl Gilead erst seit 2015 Dividenden ausschüttet, hat das Unternehmen die Gewinnrückführung an die Aktionäre in Form von Dividenden intensiviert. Gilead hat seither seine Dividendenausschüttung durchschnittlich um mehr als 10 % pro Jahr erhöht. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt derzeit leicht über 3 %.

Aufgrund der sinkenden Hepatitis-C-Virus(HCV)-Mittel-Verkäufe, war ein weiteres Wachstum in den letzten Jahren eine Herausforderung. Für den Biotechwert ist jedoch die gute Nachricht, dass sich der HCV-Mittel-Umsatz im Jahr 2018 stabilisieren wird, während das Unternehmen mit AbbVie um Marktanteile kämpft. Dies sollte die Aufmerksamkeit der Investoren auf Gileads HIV-Medikamente lenken. Zur HIV-Produktpallette gehört nun auch Biktarvy, das wahrscheinlich das wichtigste neue Medikament ist, welches 2018 auf den Markt gebracht wurde und voraussichtlich auf dem besten Weg zu einem Jahresumsatz von 6 Milliarden USD oder mehr ist.

Gilead sollte dank seiner starken Marktstellung bei HIV-Mitteln, der zunehmenden Nachfrage nach dem Krebsmedikament Yescarta und einer vielversprechenden Produkt-Pipeline wieder wachsen können. Der sich im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befindliche Kandidat für rheumatoide Arthritis, Filgotinib, sollte einen Jahresumsatz von mindestens 2 Milliarden USD und bei weiteren Indikationen möglicherweise sogar noch deutlich mehr erzielen. Gilead könnte mit dem Spät-Studien-Anwärter Selonsertib auch ein Führer im wahrscheinlich lukrativen nicht-alkoholischen Steatohepatitis-Markt (Fettleber-Hepatitis) werden.

3. Pfizer

Die Pfizer-Aktie handelt mit etwas mehr als dem 12-fachen des 2018 zu erwarteten Gewinns – nur geringfügig höher als Gilead. Pfizers Enterprise Value zu EBITDA -Verhältnis von 11,6 liegt ebenfalls deutlich unter dem historischen Durchschnitt der Gesundheitswerte.

Das Unternehmen ist seit langem bei einkommensorientierten Anlegern beliebt. Es besitzt nach wie vor eine Dividendenrendite von 3,66 %. In den vergangenen fünf Jahren hat der Arzneimittelhersteller seine Dividendenausschüttung um fast 42 % erhöht. Wie wichtig ist die Dividende für die Pfizer-Aktie? Bedenke, dass sich der Aktienkurs allein in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat. Wenn du aber Pfizer vor 10 Jahren gekauft und die Dividenden reinvestiert hättest, hättest du heute deine Anfangsinvestition verdreifacht.

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