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Gold: Wie lange halten die Shorties durch?

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
06.08.2018, 11:18  |  1073   |   |   

In der dritten Woche in Folge erreichen die Netto-Short-Positionen der Spekulanten gegenüber Gold einen neuen Rekordwert. Langsam könnte es für diese Marktteilnehmer eng werden. Es droht ein Short-Squeeze?

Rekord auf Rekord

Am heutigen Montagmorgen handelte der Goldpreis bei etwa 1.212 Dollar je Unze. Damit liegt er nur 5 Dollar unter dem Wert vom vergangenen Montag.Ganz nebenbei aber auch über dem Wert vom Freitag. Da hatte der Goldpreis zum ersten Mal seit langer Zeit in einem Schwung um mehr als ein Prozent zugelegt und eine schon längst verloren geglaubte Stärke gezeigt. Offenbar deckten sich da einige Shorties ein und sorgten für diesen steilen Anstieg binnen weniger MInuten. Doch das könnte erst der Anfang gewesen sein. Denn insgesamt haben die Marktteilnehmer ihre Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche weiter ausgebaut. Schon in den beiden Wochen zuvor hatte die Kontraktzahl neue Rekordwerte markiert. Wie die CFTC-Statistik vom Freitag zeigt, sind noch weitere Spekulanten dazugekommen und setzen nun ebenfalls auf einen fallenden Unzenpreis.

„Vulgär-Merkantilismus“

Demnach betrug die die Shortposition der spekulativen Finanzinvestoren in New York 42.500 Kontrakte. Das sind noch einmal knapp 17 Prozent mehr als in der Vorwoche. Offenbar shortet der ganze Markt inzwischen den Goldpreis. Doch allmählich dürfte die Luft dünn werden, denn die Einschläge kommen näher. Nur eine Anekdote soll hier beispielhaft erwähnt werden: US-Präsident Donald Trump machte per Twitter und in einer Rede vor Anhängern deutlich, dass der Handelskrieg mit China nicht das Ziel hat, eine gütliche Einigung zu finden, sondern nur dazu dient, seine Anhängerschaft aufzuwiegeln. Die Devisenanalysten der Commerzbank bezeichneten seine Handelsstrategie als „Vulgär-Merkantilismus“. So weit ist es also schon gekommen. Eine weitere Eskalation im Handelskrieg steht somit vor der Tür, zumal in den USA Wahlen anstehen. Zudem beginnen auch bald die Iran-Sanktionen der US-Regierung, die nicht nur Teheran, sondern auch Brüssel treffen. Zu allem Überfluss könnten sich bald auch Trump und Erdoğan bald in einer Sanktionsspirale befinden. Dementsprechend könnte eine Eskalation der vielen Konflikte – man weiß im voraus nie, was dann konkret als Auslöser dient – zu umfangreichen Eindeckungen der Short-Positionen führen und den Goldpreis schnell wieder in alte Sphären bugsieren.

Niedrige Bewertungsniveaus nutzen

Wer sich in dieser Marktlage noch mit Goldaktien eindecken will, sollte sich einmal Cartier Resources (0,15 CAD | 0,08 Euro; CA1467721082) ansehen. Die Kanadier entwickeln vier Goldprojekte in Quebec, als Flaggschiff dient die Revitalisierung der Chimo-Mine, in der bis 1997 insgesamt 379.012 Unzen Gold gefördert wurden und die damals aus Kostengründen (Goldpreis unter 300$/Unze!) schließen musste. Das Team um CEO Philippe Cloutier lieferte zuletzt regelmäßig gute Bohrergebnisse ab. Die nächsten Resultate werden Mitte bis Ende August erwartet. Die Aktie ist etwas für Antizykliker, die sich auf den jetzt niedrigen Bewertungsniveaus einige Qualitätsunternehmen ins Depot holen wollen. Bei einem momentanen Börsenwert von 28,7 Mio. kanadischen Dollar erscheint das Downside-Risiko überschaubar, zumal auch etliche Unternehmens-Insider auf diesem Niveau Aktien zugekauft haben (mehr hier).

Aktieninfo Cartier Resources

ISIN: CA1467721082
Börsenkürzel (TSX-V): ECR
Aktienkurs: 0,15 CAD | 0,08 Euro
Anzahl Stücke: 176.904.747
Voll verwässert: 191.933.147
Marktkapitalisierung: 28,7 Mio. CAD
Top-Anteilseigner: Agnico Eagle (17%); JP Morgan UK (8,3%), Quebec Institutions (13%), weitere Institutionelle Investoren (11,4%)

 

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