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Commerzbank mit weiterem Restrukturierungsquartal – was macht die Strategie 4.0?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.08.2018, 08:18  |  340   |   |   

Am 07.08.2018 präsentierte nun auch die Commerzbank (WKN: CBK100) ihre Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal des Geschäftsjahres 2018. Unterm Strich war auch dieses Zahlenwerk wieder einmal geprägt vom tiefgreifenden Umbau, in dem sich die Commerzbank noch voraussichtlich bis zum Jahr 2020 befindet.

Nehmen wir diese Zahlen dennoch zum Anlass, um zu überprüfen, wo die Commerzbank derzeit operativ und bei der Umsetzung der ambitionierten Strategie Commerzbank 4.0 steht.

Zahlen, Daten, Fakten

Zur Erinnerung: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017 belasteten die Kosten der Restrukturierung die Commerzbank erheblich. Daher können die nun präsentierten Zahlen lediglich bedingt mit den Vorjahreswerten verglichen werden.

Nichtsdestoweniger verzeichnete die Commerzbank bei einigen Kennzahlen ein moderates Wachstum. Positiv zu erwähnen ist beispielsweise, dass die bereinigten Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,34 Milliarden Euro auf nun 4,54 Milliarden Euro angewachsen sind. Immerhin ein Plus von 200 Millionen Euro, beziehungsweise 4 %.

Das Konzernergebnis kletterte im ersten Halbjahr insgesamt auf 533 Millionen Euro, nach einem Minus im Vorjahr von 414 Millionen Euro. Nochmal zur Erinnerung: Die letztjährige Vergleichsbasis war insgesamt verzerrt von Restrukturierungsaufwendungen.

Der strategische Wandel machte sich in diesem Quartal insbesondere bei den Verwaltungsaufwendungen bemerkbar. Betrug dieser Kostenberg im Vorjahr noch 3,58 Milliarden Euro, haben diese sich um 100 Millionen Euro auf 3,68 Milliarden Euro verteuert. Es scheint, als investiere die Commerzbank daher weiterhin verstärkt in die Digitalisierung.

Zudem kann die Commerzbank inzwischen auf rund 800.000 Nettoneukunden seit dem Jahre 2016 blicken. Das bedeutet für das erste Halbjahr 2018 ein Nettoneukundenaufkommen von 145.000. Die Commerzbank unterstreicht daher letztlich auch, dass sich das Neukundenwachstum mit diesem Wert zumindest temporär verlangsamt habe.

Durchwachsen, durchwachsen

Insgesamt kann die Commerzbank daher auf ein sehr durchwachsenes Quartal zurückblicken. Zwar ist das Geldhaus inzwischen wieder profitabel und stellt zudem eine Dividende in Höhe von 20 Eurocent für das aktuelle Geschäftsjahr in Aussicht.

Trotzdem tritt die Commerzbank gegenwärtig bestenfalls auf der Stelle. Höhere Verwaltungskosten belasten die Ergebnisse und mit einem verlangsamten Neukundenwachstum scheinen die Zielpunkte von einer Millionen Nettoneukunden bis Ende des aktuellen Jahres sowie zwei Millionen Nettoneukunden bis zum Jahre 2020 in weiter Ferne.

Um euphorische Stimmung zu verbreiten, reicht das einfach nicht. Bleiben wir daher gespannt, wie es innerhalb der nächsten drei Monate mit dem angeschlagenen Geldhaus weitergehen wird.

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Vincent besitzt Aktien der Commerzbank. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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