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Indien IKEA startet Offensive mit Preissensationen

08.08.2018, 10:16  |  2358   |   |   

Nach einem Jahrzehnt der Vorbereitung und Planung, wird IKEA am Donnerstag seinen ersten Store in Indien eröffnen. Für eine der am schnellsten wachsenden Mittelschichten der Welt setzt das Unternehmen auf besonders günstige Preise.

Ikea rechnet mit bis zu sechs Millionen Besuchern pro Jahr in seinem 13 Hektar großen Komplex in Hitec City, am Rande von Hyderabad, der viertgrößten Stadt Indiens. In dem 400.000 Quadratmeter großen Showroom werden etwa 7.500 Produkte angeboten, von denen etwa 1.000 für weniger als 200 Rupien (2,91 US-Dollar) pro Stück verkauft werden. Es ist der erste von 25 Geschäften, die Ikea bis 2025 landesweit eröffnen will.

"Steigende Einkommen und wachsender Wohlstand sorgen für einen attraktiven Markt in Indien", sagte Sowmya Adiraju, Research-Analystin bei Euromonitor in Bengaluru, gegenüber "Bloomberg". Und weiter: "Die indischen Verbraucher sind neugierig, was Ikea zu bieten hat, und der Einzelhändler ist gut positioniert, um diese Nachfrage zu befriedigen".

Ein weiterer Ikea-Markt soll Anfang 2019 in Mumbai eröffnet werden, gefolgt von Geschäften im städtischen Bengaluru und im Großraum Delhi. Chennai, Kolkata, Ahmedabad, Surat und Pune sind ebenfalls für Geschäfte bestimmt. Im übrigen Asien ist geplant, sich auf den Philippinen und in Vietnam niederzulassen und in den nächsten Jahren weitere Filialen in Bangkok (Thailand) zu eröffnen.

Zu den Konkurrenten von Ikea in Indien gehören Godrej Interio, HomeTown und @Home.

Während Indien schnelleres Wachstum zeigt als Singapur, Japan, Südkorea und andere entwickelte Märkte in Asien, wird sein Markt durch hohe Armutsraten, Einkommensungleichheit und relativ niedrige Ausgaben pro Haushalt für Haushaltswaren und Heimtextilien eingeschränkt. Aus diesem Grund vermarktet Ikea seine Produktangebot in Indien als erschwinglich und für alle verfügbar. 

Besorgt darüber, dass das Fehlen einer starken "Do-it-yourself-Kultur" in Indien die Akzeptanz von Ikeas traditionellem Modell der Selbstmontage von Möbeln behindern könnte, hat sich Ikea mit dem lokalen Start-up-Unternehmen UrbanClap zusammengeschlossen und 150 Mitarbeiter eingestellt, um Liefer- und Montageoptionen anzubieten. Ferner soll der Online-Shop - in Verbindung mit der Eröffnung der Filiale in Mumbai im Jahr 2019 - an den Start gehen.

Quelle:

Bloomberg



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