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Burkina Faso: Afrikas Hot Spot für die Goldindustrie

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
08.08.2018, 10:18  |  1286   |   |   

Südafrika war gestern. Heute spielt die Musik für die Goldindustrie im Westen Afrikas. Dort hat sich Burkina Faso zu einem der Hot Spots entwickelt. Und dafür sorgt nicht nur die vielversprechende Geologie.

Westafrika macht Südafrika Konkurrenz

Einst war die Republik Südafrika der größte Goldproduzent auf dem schwarzen Kontinent. Doch dort werden die Minen immer tiefer und die Kosten steigen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich mit Westafrika zudem ein neues Investititionsziel für die Mining-Industrie entwickelt. Mit der zunehmenden politischen Stabilität kamen auch die Konzerne. Ein Hot Spot dort ist Burkina Faso. Das Land liegt direkt auf dem afrikanischen Grünsteingürtel, auf dem quasi im Jahrestakt neue Goldvorkommen entdeckt werden. Sie zählen zu den ältesten Gesteinen der Erdgeschichte und beherbergen neben Gold oft auch Zink, Kupfer, Blei und Silber. Die Formation in Westafrika ist beispielsweise mit dem Abitibi-Grünsteingürtel in Quebec vergleichbar. Die kanadische Provinz gehört inzwischen zu den Hot Spots in Nordamerika und zog 2017 die größten Investitionen der Mining-Industrie in ganz Kanada an. Nur fing die Entwicklung in Quebec deutlich früher an.

Quebec in Afrika

Ähnliches passiert nun auch im Westen Afrikas. Burkina ist dabei ein Zentrum und lockt die Unternehmen mit politischer Stabilität und einer attraktiven Besteuerung. So liegt die Gewinnsteuer für Unternehmen bei 27,5 Prozent. Das ist insbesondere auch im regionalen Vergleich ein guter Wert. Noch dazu gibt es inzwischen einen gut deklinierten Genehmigungsprozess. Die Regierung hat erkannt, dass man so die Einnahmen steigern kann und für Jobs sorgt.

Elf Goldminen in Produktion oder Entwicklung

Die Folgen sind gut erkennbar. Inzwischen gibt es elf in Produktion oder in der Entwicklung befindliche Goldminen in Burkina Faso. Mit dabei sind Unternehmen wie IAM Gold, Nordgold, Endeavour Mining oder Roxgold. Das jüngste Highlight war die Inbetriebnahme der Houndé Mine im Oktober 2017. Für Endeauvour Mining ist sie ein Art Flaggschiff geworden. Geplant wird mit einer Produktion von 235.000 Unzen in diesem Jahr. Hinzu kommen niedrige Kosten. Die Kanadier rechnen mit All-In Sustaining Cost (AISC) von 610 US-Dollar je Unze. Damit gehört sie zu den günstigsten Goldminen der Welt und ist laut Endeavour selbst in Afrika einer der Top „Cash-Generatoren“. Die niedrigen Förderkosten sind ein weiterer Grund, warum das Land 2012 zum viertgrößten Goldproduzenten Afrikas aufgestiegen ist.

Weitere Vorkommen sollen entwickelt werden

Doch die Entwicklung ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Die attraktive Geologie lässt vermuten, dass es hier noch weitere Vorkommen gibt. Ein guter Hinweis sind dabei die Arbeiten der Artisinal-Miner. Also Einheimischer, die oft mit minimaler technischer Hilfe nach Gold suchen und auch welches finden, wie im Video oben zu sehen ist. Nicht weit entfernt von Endeavours Houndé Mine hat sich Nexus Gold attraktive Claims gesichert. Auch dort waren einst Einheimische mit Schaufel und Hacke aktiv. Das Unternehment besitzt mit dem Doppelprojekt Rakounga/Bouboulou zwei attraktive Liegenschaften, die sogar über historische Daten verfügen. Nach einer unternehmerischen Neuaufstellung im Frühjahr fährt Nexus nun ein 4.000 Meter umfassendes Bohrprogramm (ausführlich hier). In den nächsten Wochen dürfte mit den ersten Ergebnissen zu rechnen sein. Die Nexus-Aktie (0,28 CAD | 0,15 Euro; CA65341L1040) hat sich trotz des schwachen Goldpreises zuletzt ordentlich entwickelt. Dennoch wird das Unternehmen lediglich mit rund 13 Mio. kanadischen Dollar an der Börse bewertet. Hier bietet sich also eine gute Chance für spekulative Investoren. Wenn die Bohrergebnisse so gut ausfallen wie 2017, dürfte das Unternehmen vor einer Neubewertung stehen.

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