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14 äußerst wichtige Anleihe-Begriffe, die man als Investor kennen sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.08.2018, 13:00  |  314   |   |   

Die Grundidee von Rentenanlagen ist einfach zu verstehen. Man kauft einfach eine Schuldverschreibung oder Anleihe von einem Emittenten, kassiert regelmäßige Zinszahlungen über die Laufzeit der Anleihe und erhält dann das Kapital zurück, wenn die Anleihe fällig wird.

Das mag sich wie ein einfaches Konzept anhören, doch die Investoren haben immer wieder Schwierigkeiten mit einigen Begriffen. Hier sind daher 14 grundlegende und wichtige Begriffe, die alle Anleger kennen sollten.

1. Nennwert

Der Nennwert wird auch als Nennwert der Anleihe bezeichnet und ist der Betrag, den der Emittent dem Inhaber bei Fälligkeit zusagt. Die meisten Anleihen werden mit einem Nennwert von 1.000 US-Dollar ausgegeben. Wenn du also eine 30-jährige Staatsanleihe bis zu ihrem Fälligkeitsdatum hältst, gibt dir die US-Regierung 1.000 US-Dollar zurück.

2. Kurs

Kurs und Nennwert werden von Anfängern oft synonym verwendet, doch es handelt sich um zwei unterschiedliche Dinge. Der Kurs bezieht sich darauf, wie viel tatsächlich bezahlt wird, wenn eine Anleihe gekauft wird. Zum Beispiel kann ein Unternehmen Anleihen mit einem Nennwert von 1.000 US-Dollar ausgeben, aber am Ende zu einem reduzierten Kurs verkaufen, um die Investoren zum Kauf zu bewegen. Der Kurs kann sich auf den Betrag beziehen, der für den Kauf einer Anleihe von einem Emittenten oder von einem Dritten gezahlt wird.

Liegt der Kurs einer Anleihe unter ihrem Nennwert, so wird davon ausgegangen, dass sie mit einem Abschlag gehandelt wird — zum Beispiel eine Anleihe mit einem Nennwert von 1.000 US-Dollar, die für 950 US-Dollar verkauft wird. Umgekehrt wird eine Anleihe, deren Kurs über ihrem Nennwert liegt, mit einer Prämie verkauft. Eine Nennwertanleihe von 1.000 US-Dollar, die für 1.100 US-Dollar verkauft wird, wäre ein Beispiel für eine solche Prämie.

3. Emittent

Der Emittent einer Anleihe ist derjenige, der die Anleihe ausgibt und für die Zahlung der vereinbarten Zinsen und die Rückzahlung des Kapitals verantwortlich ist. Zu den Emittenten von Anleihen können unter anderem die US-Regierung, staatliche und lokale Regierungen, verschiedene Regierungsbehörden und Unternehmen gehören.

4. Kupon-Satz

Der Kupon-Zinssatz ist der vom Anleiheemittenten gezahlte Zinssatz und basiert auf dem Nennwert der Anleihe. Zum Beispiel würde eine 1.000-Dollar-Anleihe mit einem Kupon von 6 % jedes Jahr 60 US-Dollar an Zinsen zahlen. Dies wird auch als Nominalzinssatz der Anleihe bezeichnet.

5. Fälligkeit

Die Laufzeit einer Anleihe ist die Zeit bis zur Fälligkeit der Anleihe. Eine 10-jährige Schatzanweisung hat z. B. eine Laufzeit von 10 Jahren ab dem Ausgabedatum. Bei Fälligkeit zahlt der Emittent das Kapital an den Anleger zurück und die Anleihe endet.

6. Dauer

Dieser Begriff ist einer der Gründe, warum ich diese Liste verfasst habe. Die Dauer ist möglicherweise der am häufigsten missverstandene Begriff bei den Investoren und wird oft mit „Laufzeit“ verwechselt.

Die Dauer ist eigentlich ein etwas fortgeschrittener Anleihe-Begriff, der die Anfälligkeit einer Anleihe gegenüber Zinsschwankungen beschreibt. Die Berechnung ist ziemlich komplex — und um das klarzustellen, um diese Kennzahl müssen sich die meisten Anleger nicht sorgen. Einfach ausgedrückt verrät dir die Dauer (die in Jahren ausgedrückt wird), wie viel der Kurs einer Anleihe als Reaktion auf eine Änderung der Zinssätze steigen oder fallen wird.

Wenn die Laufzeit einer Anleihe sechs Jahre beträgt, kannst du beispielsweise mit einem Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte (1 %) rechnen, wodurch der Marktwert der Anleihe um 6 % sinkt. Wenn du mehr über die Anleihedauer erfahren möchtest, hat mein Kollege Jordan Wathen vor ein paar Jahren einen guten Leitfaden (auf Englisch) dazu verfasst. Im Moment solltest du nur beachten, dass Laufzeit und Ddauer zwei sehr unterschiedliche Dinge bedeuten.

7. Basispunkt

Apropos Basispunkte: Ein Grundkonzept, das alle Anleihenanleger kennen sollten, ist, dass ein Basispunkt einem Hundertstel Prozentpunkt bzw. 0,01 % entspricht. Mit anderen Worten, wenn die Rendite der 10-jährigen Schatzanweisungen 3 % beträgt und du hörst, dass sie um 12 Basispunkte gestiegen ist, bedeutet das, dass sie auf 3,12 % gestiegen ist.

8. Aktuelle Rendite

Die aktuelle Rendite einer Anleihe gibt an, wie viel eine Anleihe im Verhältnis zu ihrem Kurs oder aktuellen Wert zahlt. Du kannst die aktuelle Rendite berechnen, indem du die jährlichen Zinszahlungen einer Anleihe durch ihren Kurs dividierst. Wenn du z. B. 900 US-Dollar für eine Anleihe ausgibst, die 50 US-Dollar pro Jahr zahlt, zeigt die Berechnung, dass du eine aktuelle Rendite von ungefähr 5,6 % erhältst.

9. Rendite bis zur Fälligkeit

Das ist eine etwas komplizierte Berechnung, und glücklicherweise gibt es mehrere Rechner dafür, die online verfügbar sind.

Im Wesentlichen gibt dir die Rendite bis zur Fälligkeit Aufschluss über die effektive Rendite, die du auf deine Anleihen erhältst, wenn du diese bis zur Fälligkeit hältst. Das ist eine Kombination aus den von der Anleihe gezahlten Zinsen, dem Kurs, den du dafür bezahlt hast, und dem Rabatt oder Aufschlag, den du auf den Nennwert gezahlt hast, den du bei Fälligkeit zurückerhältst.

10. Kündbare Anleihen

Ist eine Anleihe kündbar, so hat der Emittent die Möglichkeit, die Anleihe zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Fälligkeitsdatum zurückzukaufen, wenn er dies wünscht. Wenn die Zinssätze fallen, oder Emittenten ihre Schuld mit einer niedrigeren Rate neu finanzieren können, als sie auf die Anleihen zahlen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Anleihen früh zurückgezahlt werden. Einige Anleihen haben mehrere mögliche Kündigungstermine, die für die Investoren wichtig sind.

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