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Die 3 schlimmsten Technologie-Aktien 2018 (bisher)

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.08.2018, 15:00  |  726   |   |   

Technologieaktien haben sich dieses Jahr ganz gut geschlagen. Der Nasdaq 100 Technology Sector Index ist seit Jahresbeginn 12 % im Plus. Damit übertrifft er die 5 % des breiteren S&P 500 deutlich.

Allerdings heißt das natürlich nicht, dass alle Technologieaktien gut dastehen. Manche haben sogar äußert schlechte Ergebnisse erzielt. Lass uns einen kurzen Blick auf die Technologieaktien werfen, die dieses Jahr am schlechtesten abgeschnitten haben, und herausfinden, was dort schiefgelaufen ist.

Im Einzelnen schauen wir uns Windstream Holdings (WKN:A2JMXH), Universal Display (WKN:917585) und Ambarella (WKN:A1J58B).

Windstream Holdings: 63 % im Minus

Windstream Holdings ist ein Telekommunikationsdienstleister, der ländliche Gegenden der USA bedient und seit einiger Zeit in einer schwierigen finanziellen Lage ist. Ein Umschwung läasst sich auch nicht erkennen.

Das Unternehmen legte die Zahlen des ersten Quartals im Mai vor und enttäuschte die Erwartungen der Börse. Der Verlust je Aktie war mit 3,25 US-Dollar höher als die von Analysten erwarteten 2,95 US-Dollar.

Windstream strukturierte einen Teil seiner Schulden um, um seine Finanzen etwas zu verbessern, und schloss sogar einen 1-für-5-Aktienzusammenlegung ab, um die Zahl der Aktien zu reduzieren und den Aktienpreis zu erhöhen. Aber wie der Fool-Autor Billy Duberstein kürzlich schrieb, eine Aktienzusammenlegung erhöht den Wert des Unternehmens nicht und ändert auch nichts an dem massiven Schuldenproblem von Windstream.

Das Unternehmen hat ca. 1o Millionen US-Dollar Schulden. 2015 gliederte es seine profitabelste Sparte in das Unternehmen Uniti Group aus. Daher bleiben für einen Turnaround nur wenige Optionen. Um die Sache noch schlimmer zu machen, änderte Michael Rollins, Analyst bei Citi, seine Empfehlung von Halten auf Verkaufen. All diese Dinge haben den Aktienpreis dieses Jahr in den Keller geschickt.

Universal Display: 45 % im Minus

Universal Display lizenziert Patente für Organische Dioden (OLED) für Smartphones und Fernsehgeräte und verkauft Rohstoffe an Displayhersteller. Der Zugang zu dem lukrativen Smartphonemarkt und die Tatsache, von fast jedem OLED-Gerät und -Display zu profitieren, lies die Aktie zwischen 2015 und 2017 um fast 300 % steigen. Allerdings hat die schlechte Leistung in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres der Aktie einen herben Schlag bereitet.

Der neuste Sturz des Aktienpreises hängt eng damit zusammen, dass sich Apple nicht genau äußert, ob es OLED-Displays für seine Geräte einsetzten will oder nicht. Apple nutze OLED-Displays in seinem iPhone X, wodurch der Aktienpreis von Universal Displays profitierte. Aber die Unsicherheit, ob weitere iPhones OLED-Displays erhalten, zusammen mit Nachrichten über sinkende Absatzzahlen des iPhone X drückten den Aktienpreis.

Investoren wurden zudem enttäuscht, als das Unternehmen das vierte Quartal 2017, welches im Februar endete, schlechter abschloss als erwartet. Das Unternehmen hatte aufgrund der neuen Steuergesetze einmalige Steuerzahlungen in Höhe von 11,5 Millionen US-Dollar zu tragen. Wenn man diese Ausgaben abzieht, dann liegt der Gewinn je Aktie bei 0,93 US-Dollar und hätte somit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Die Gute Nachricht für Universal Display ist, dass das Unternehmen noch in einer guten Lage ist, um vom Smartphonemarkt zu profitieren. Seine Patente sind geräteunabhängig und jedes Unternehmen, welches OLED-Displays einsetzt – egal ob iPhone oder nicht – zahlt Geld an Universal Display.

Ambarella: 40 % im Minus

Ambarella stellt Bildverarbeitungschips her, die in Action-Kameras, Wearables, Sicherheitskameras und mehr eingesetzt werden. Die Entwicklung der Aktie hing eng mit dem Wohl und Wehe von GoPro zusammen.

Der Umsatz, den das Unternehmen mit GoPro machte, betrug zu Jahresbeginn 20 % des Gesamtumsatzes. Allerdings ist der Anteil jetzt geringer. Die schlechten Nachrichten bezüglich der Absatzzahlen von GoPro machten der Aktie das Leben schwer. Und als das Management die Aussicht für das zweite Quartal vorlegte, wurde es nicht besser. Mit einer mittleren Erwartung von 62 Millionen US-Dollar Umsatz lag sie deutlich unter den Schätzungen der Analysten, die 68,2 Millionen US-Dollar vorhergesagt hatten.

Ambarella versucht immer noch, seinen Platz zu finden, während es sich von GoPro löst. Dafür will es mehr Chips in anderen Märkten verkaufen. Das Unternehmen hat seine Transition bereits begonnen, aber es ist ein langsamer Prozess. Und die Konkurrenz aus China macht das Unterfangen nicht gerade einfacher.

Technologieinvestoren wissen, dass Investitionen in Chiplieferanten riskant sein können, da die Margen aufgrund steigender Konkurrenz schmelzen. Außerdem endet es meist böse, von einem großen Kunden abzuhängen. Ambarella scheint in einer Situation zu sein, in der es einen größeren Kunden finden muss, um die Verkaufzahlen zu steigern. Allerdings muss es auch aufpassen, dass der Kunde nicht zu groß ist, damit sich die Probleme nicht wiederholen, die es mit GoPro hatte.

Universal Display hat noch viel Potenzial

Von diesen drei Unternehmen scheint Universal Display das zu sein, welches die größten Chancen hat, das Ruder herumzureißen. Die Patente und die Fähigkeit, vom Verkauf von OLED-Displays zu profitieren, die von unterschiedlichen Herstellern für unterschiedliche Konsumentenmärkte gefertigt werden, verleiht ihm weiterhin Potenzial. Und da Apple OLEDS nur in einem iPhone einsetzt, gibt es noch genug Platz für Universal Displays zu wachsen, sollte Apple stärker auf OLED-Displays setzen.

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