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20 Weisheiten von Jeff Bezos

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.08.2018, 15:00  |  389   |   |   

Wenn es um Aktionärsbriefe geht, ist keiner beliebter als der jährliche Brief von Berkshire Hathaways CEO Warren Buffett. Und das zu Recht: Buffett ist wohl der erfolgreichste Investor der Welt, und seine prägnanten Weisheiten sind für jeden leicht verdaulich.

Aber es gibt noch einen anderen Gründer bzw. CEO, der Buffett vielleicht bald den Rang abläuft: In den letzten 20 Jahren hat Jeff Bezos von Amazon (WKN:906866) die gleiche Art von unverwüstlicher Weisheit zu Papier gebracht, die keiner verpassen sollte.

Hier die besten Zitate aus jedem dieser 20 Briefe.

1997: Wir setzen auf Langfristigkeit

Von Anfang an machte Bezos klar, dass er den Modus Operandi der Wall Street ignorieren und sich auf das Langfristigkeit konzentrieren würde:

Aufgrund unserer langfristigen Ausrichtung können wir Entscheidungen treffen und Kompromisse anders abwägen als manche anderen Unternehmen. … Wir werden weiterhin Investitionsentscheidungen im Hinblick auf eine langfristige Marktführerschaft treffen, anstatt mit dem Blick auf kurzfristige Reaktionen der Wall Street.

1998: So wollen wir Mitarbeiter einstellen

Das Zitat ist zwar etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber es bietet immer noch einen Einblick, wie es das Unternehmen geschafft hat, einige der klügsten Köpfe der späten 90er zu rekrutieren:

Bei unseren Einstellungsgesprächen wollen wir drei Fragen zu berücksichtigen, bevor wir eine Entscheidung treffen:

  • Werden wir diese Person bewundern?
  • Wird diese Person das durchschnittliche Niveau der Effektivität der Gruppe, in die sie kommt, erhöhen?
  • In welchen Bereichen könnte diese Person ein echter Star sein?

1999: E-Commerce wird nie wieder so schlimm sein wie jetzt

Es mag jetzt offensichtlich erscheinen, aber Bezos hat ganz klar vorausgesehen, wie sich der E-Commerce im Laufe der Zeit verändern würde.

Das aktuelle Online-Shopping-Erlebnis ist schlimm… aber es wird unendlich viel besser werden.

Und jetzt das Lustige: Bezos würde wahrscheinlich heute sagen, dass das Online-Shopping-Erlebnis schlimm ist und nur besser werden kann.

2000: Wir lernen aus unseren Fehlern

Wie alle Dot-Coms litt auch Amazon unter dem Platzen der Technologieblase. Bezos gibt zu, dass es auch ihn erwischt hat:

Im Nachhinein haben wir deutlich unterschätzt, wie viel Zeit für den Einstieg in diese Kategorien zur Verfügung steht und wie schwierig es für E-Commerce-Unternehmen der einzelnen Kategorien wäre, die für den Erfolg notwendige Größenordnung zu erreichen.

2001: Warum wir begonnen haben, die Preise zu senken

Ab 2001 begann das Unternehmen, die Preise für Waren zu senken. Das von ihm unten im Zitat erwähnte „Loop“ wird in der Folgezeit an den Wirtschaftsunis gelehrt:

Die Konzentration auf Kostenverbesserung ermöglicht es uns, die Preise zu senken, was das Wachstum fördert. Das Wachstum verteilt die Fixkosten auf mehr Umsatz und reduziert die Stückkosten, was weitere Preissenkungen ermöglicht. Das schätzen Kunden, und es ist gut für die Aktionäre. Diesen Loop, also die Schleife, werden wir immer wieder wiederholen.

2002: Niedrige Preise und Kundenservice

Wenn ein stationärer Einzelhandel hervorragenden Service will, muss er mehr Geld für Mieten und Einrichtung ausgeben. Nicht so beim E-Commerce:

Eine unserer interessantesten Eigenschaften wird noch nicht so verstanden. Die Leute sehen, dass wir entschlossen sind, sowohl das weltweit führende Kundenerlebnis als auch die niedrigstmöglichen Preise anzubieten, aber manchen erscheint dieses Ziel paradox.

2003: Zurück zum langfristigen Denken

Bezos kehrt zum langfristigen Denken zurück. Hier erklärt er den Unterschied zwischen „Besitzern“ von Amazon-Aktien und „Mietern“.

Eigentümer sind anders als Mieter. Ich kenne ein Paar, das sein Haus vermietet hat. An eine Familie, die ihren Weihnachtsbaum auf den Parkettboden genagelt hat, anstatt einen Baumständer zu benutzen. … Kein Besitzer würde so etwas Unüberlegtes tun. Ebenso sind viele Investoren im eigentlichen Sinne bloß kurzfristige Mieter, die ihre Portfolios so anlegen, dass sie die Aktien, die sie vorübergehend „besitzen“, in der Realität nur mieten.

2004: Freier Cashflow ist wichtiger als das Ergebnis

Während das Beispiel, das er verwendet, ein wenig weit hergeholt ist, liefert Bezos ein Beispiel für ein Unternehmen, das einerseits auf dem Papier hervorragende Gewinne erzielt und in Wirklichkeit Geld verliert.

Ein Unternehmen kann den Shareholder Value unter bestimmten Umständen sogar durch steigende Erträge beeinträchtigen.

2005: Die Daten sind gut, aber die langfristige Beurteilung ist besser

Ein weiteres langfristiges Unterscheidungsmerkmal von Bezos ist, dass er genau überlegt, wann er Daten zur Entscheidungsfindung verwendet und wann er sie ignoriert und sich darauf konzentriert, was Daten nicht messen können:

Wir können abschätzen, was eine Preissenkung in dieser Woche und in diesem Quartal bewirken wird. Aber wir können die Auswirkungen einer konsequenten Preissenkung auf unser Geschäft über einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren und mehr nicht genau mit Zahlen belegen. Wir denken aber, dass dies einen positiven Kreislauf schafft, der langfristig zu einem viel größeren freien Cashflow in Dollar führt.

2006: Wie man sich für eine neue Chance entscheidet

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