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Cryptos with Block66 Stark gestiegene Bitcoin-Shorts könnten einen Wal-Pump triggern.

Gastautor: Oliver Michel
10.08.2018, 00:02  |  1513   |   |   

Die Zahl der Short-Seller ist durch den Absturz der Coins massiv angestiegen. Futter für die Wale? Das hatten wir vor kurzem schon mal.

09. August 2018 - 20:30 Uhr

Die Zahl der Short-Seller ist durch den Absturz der Coins massiv angestiegen. Futter für die Wale? Das hatten wir vor kurzem schon mal.

Bevor ich in den Blog-Beitrag einsteige, möchte ich zwei Anmerkungen loswerden. Erstens. Mit diesem Blogbeitrag möchte ich auf einige Leserfragen hinsichtlich des Long-Short-Verhältnisses im Bitcoin antworten. Und zweitens. Dieser Blog soll Ihre Phantasie anregen. Ich möchte aufzeigen, was möglich ist. Mehr nicht.

Los geht´s. Die Charts, die diesen Blog grafisch begleiten, stammen aus der Software TrandingView. Hier kann ich unter Indikatoren auch das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen abrufen und mir unter dem Preisverlauf anzeigen lassen, wie beispielsweise auch das Handelsvolumen. Ich beziehe mich in meinen Angaben immer auf die Daten der Handelsplattform Bitfinex. Deshalb steht in meinem Blog hinter den Dollar-Angaben immer Bitfinex in Klammern. Ich nutze Bitfinex deshalb, weil es eine der größten Plattformen und damit eine mit sehr repräsentativen Datenbeständen ist. Apropos Bitfinex. Bitfinex ist mit gut 160.000 Bitcoins der drittgrößte Bitcoin-Besitzer weltweit.

Bitte werfen Sie nun Ihren Blick auf den logarithmischen 1-Tages-Chart des Bitcoins. Oben sehen Sie wie gewohnt den Preisverlauf des Bitcoins und unten das Verhältnis von Long- (grün) und Short- (rot) Positionen. Auffällig ist, dass mit dem Abrutschen des Bitcoins die Zahl der Short-Seller bzw. Ihrer Positionen dieser Tage offensichtlich stark angestiegen ist (siehe unten rechts). Stärker und steiler als sonst. Wen wundert das. Viele gehen davon aus, dass es weiter fällt. Das ist legitim.

Ein ähnlich starkes Ansteigen der Short-Seller hatten wir seit dem Hoch im Dezember letzten Jahres schon zwei Mal. Diese beiden Male habe ich mit den grünen Pfeilen markiert. Ich möchte diese beiden Stellen kurz erklären und auf die Unterschiedlichkeit in der Interpretation schon mal vorab hinweisen.

Linker grüner Pfeil. Die Short-Positionen bauten sich auf, weil der Markt fiel. Die Short-Seller hatten ein preisliches Ziel für ihren Take Profit (das waren damals die exakt 6.000 USD) und machten ihren Profit. Das heißt, sie kauften quasi Bitcoins, um ihre Shorts glattzustellen. Und damit konnte der Bitcoin wieder steigen. Wie bei einem Ballon, aus dem man den Ballast abwirft. Deshalb ist das Fallen der Short-Linie auch vor (!) dem Anteigen des Preises.

Rechter grüner Pfeil. Jetzt wird es interessant. Ende März bzw. Anfang April baute sich ebenfalls nach einem starken Abstieg des Bitcoin-Preises ein symmetrisches Dreieck auf. Es war ganz klar damit zu rechnen, dass dieses Dreieck nach unten ausbrechen würde. Deshalb sind viele short gegangen. Siehe ansteigende rote Short-Linie. Und was passierte? Ein brutaler Squeeze out der Short-Seller durch einen Mega-Pump von 1.300 USD. Nach dem Pump war dann Ruhe. Man sieht, dass das Abfallen der Short-Linie erst nach dem Pump geschieht. Viele hatte mit hohem Leverage gekauft, zu knappe Stopp-Loss-Orders oder gar keine und wurden zu Wal-Futter.

Und heute? Alles weitere überlasse ich Ihrer Phantasie. Einen kleinen Pump hatten wir heute am frühen Nachmittag schon. Nein, ich möchte den Markt nicht mit aller Gewalt hochschreiben. Wer den Blog verfolgt, weiß, dass ich seit Anfang des Jahres die Konsolidierung des Coin Markets über ein Crash Pattern im großen Ganzen propagiere. Wir reden hier nur über mögliche Bewegung im Kleinen.

Oliver Michel

 

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