DAX+2,10 % EUR/USD+0,09 % Gold-0,68 % Öl (Brent)+1,10 %

3 Unternehmen, die Anleger mit Rückkäufen erfreuen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.08.2018, 08:46  |  424   |   |   

Es war bislang ein gutes Jahr für Aktienrückkäufe.

Das Wall Street Journal berichtete vor kurzem, dass die Unternehmen im S&P 500 dabei sind, um insgesamt etwa 800 Milliarden US-Dollar an Aktien zurückzukaufen. Dieser Betrag würde den bisherigen Rekord (589 US-Milliarden Dollar, im Jahr 2007) um mehr als 200 Milliarden US-Dollar brechen.

Das ist schon eine enorme Menge Geld, das zugeteilt wird. Aber ist dies überhaupt der richtige Zeitpunkt für Unternehmen, Aktien zurückzukaufen?

Wie sich herausstellt, ist die Antwort wahrscheinlich ja. Der COO von Catalyst Funds, Michael Schoonover, der auch den Buyback Strategy Fund von Catalyst leitet, hat über den Zeitraum der letzten 28 Jahren festgestellt, dass Unternehmen, die Aktien zurückkaufen, im Allgemeinen besser abschneiden als der breitere Markt. Diese Zeitspanne umfasst Bullenmärkte, Bärenmärkte und Seitwärtsmärkte.

Ich sprach vor kurzem mit Schoonover über das Rückkaufumfeld in Amerika, und er erwähnte drei Unternehmen, die Investoren in Betracht ziehen sollten. Doch zunächst sollten wir uns genauer ansehen, was Unternehmen im Hinblick auf Aktienrückkäufe tun sollten und was nicht.

Wie man Rückkäufe NICHT durchführt

Das erste, was wir beachten sollten, ist, dass nicht alle Rückkäufe gleich sind.

General Electric (WKN:851144) war wohl das Musterbeispiel für schlechtes Rückkaufverhalten. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren Milliarden von Dollar für den Rückkauf von Aktien ausgegeben, nur um den Aktienkurs sprunghaft fallen zu sehen.

Ein genauerer Blick gibt Aufschluss darüber, was schief gelaufen ist. GE hat seine Umsatzziele kontinuierlich verfehlt, gleichzeitig aber seine Ertragsziele locker erreicht. Das hätte für Investoren eine Warnung sein sollen.

Wie sich herausstellte, hat GE innerhalb seiner Sparten die Finanzen hier und da chic gemacht. Nichts Illegales, aber es war eine großzügige Gewinnverteilung zwischen den Sparten und ein mehrjähriger Aktienrückkauf. Dies reduzierte den Nenner bei der Berechnung des Gewinns pro Aktie, der den Erwartungen der Wall Street gegenübergestellt wurde.

Schoonover teilte auch einige Einblicke über GE, und dass Investoren wissen müssen, wie große Unternehmen Aktienrückkäufe angehen:

Bei so viel Rückkaufaktivität kommt es darauf an, wie man die geeignetsten Hinweise findet, damit sich ein Investment lohnt. GE ist ein gutes Beispiel, ebenso wie IBM. Sie haben Aktienrückkäufe eher als Instrument der Bilanzschönung genutzt, um den Gewinn pro Aktie in einem rückläufigen Ergebnisumfeld zu halten, als die Möglichkeit, ihre Aktien zu einem guten Preis zu kaufen.

Der Umfang des Rückkaufprogramms sagt viel über das Vertrauen des Unternehmens und das Vertrauen in die langfristige Anlagemöglichkeit der Aktie aus. Wenn man darüber nachdenkt, sind es am Ende der Vorstand und die Führungskräfte des Unternehmens. Sie evaluieren alle möglichen laufenden und angedachten Projekte, und sie sagen: „Wir wollen zum Rückkauf eigener Aktien ermächtigt werden. Wir denken, dass dies jetzt die beste Option ist.“ Im Gegensatz zu dem, was man bei GE oder IBM sieht, wo es heißt: „Wenn wir diese Menge an Aktien zurückkaufen, können wir unsere Einnahmen pro Aktie in einem für das Unternehmen herausfordernden Umfeld nicht aufrechterhalten.“

Der Vorstand eines Unternehmens sollte eine lange Liste von Ideen haben, wie man Kapital generiert. Als Investoren sollten wir sicherstellen, dass sie die langfristig klügsten Entscheidungen treffen.

3 Faktoren, auf die man achten sollte

Rückblickend war ja immer alles ganz glasklar. Es fällt uns jetzt leicht, die bisherigen Rückkaufentscheidungen von GE zu kritisieren.

Aber mit Blick auf die Zukunft teilt Schoonover auch drei quantitative Dinge, nach denen Catalyst Funds sucht. Die könnten darauf hindeuten, dass ein Unternehmen diese langfristigen strategischen Entscheidungen nicht nur auf dem Zettel hat, sondern auch richtig trifft.

Das erste, was Catalyst laut Schoonover sehen will, ist, dass der Aktienrückkauf neu und frisch in den Köpfen der Investoren ist.

Wir schauen uns an: wie lange ist die Ankündigung her? Je näher dran an der Ankündigung, desto besser. Wir haben herausgefundne, dass die überwiegende Mehrheit des Alphas während 30 Tagen passiert, obwohl man immer noch Alpha bis zu 90 Tagen hat.

Das zweite ist der Anteil der Aktien, die zum Rückkauf zugelassen sind, sagt Schoonover, verglichen mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien:

Ein zweiter Faktor, den wir untersuchen, ist die Größe der Ankündigung. Und das ist die Größe in Prozent der ausstehenden Aktien. So könnte ein kleines Unternehmen, das einen Rückkauf in Höhe von 100 Millionen Dollar ankündigt, viel sinnvoller sein als ein sehr großes Unternehmen, das beispielsweise nur einen Rückkauf in Höhe von 1 Milliarde Dollar ankündigt. Und das liegt daran, dass eine Rückkaufstrategie wirklich eine Strategie mit einem sehr intuitiven Katalysator ist.

Wenn Unternehmen glauben, dass ihre Aktien unterbewertet sind, dürfen sie bis zu 25 % des durchschnittlichen täglichen Volumens ihrer Aktien kaufen. Das kann große Auswirkungen haben. Für uns gilt: Je größer die Rückkaufankündigungen, desto besser. Das zeigen unsere Daten.

Seite 1 von 4

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel