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Devisen: Türkei-Krise belastet Euro - Sorgen um Banken aus der Eurozone
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Türkei-Krise belastet Euro - Sorgen um Banken aus der Eurozone

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.08.2018, 10:28  |  704   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Freitag durch einen rasanten Kursverfall der türkischen Lira belastet worden. Am Morgen rutschte der Kurs der Gemeinschaftswährung unter 1,15 US-Dollar und erreichte bei 1,1432 Dollar den tiefsten Stand seit Juli 2017. Im Vormittagshandel konnte sich der Euro wieder leicht erholen und wurde bei 1,1464 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Donnerstagnachmittag deutlich höher auf 1,1593 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einer nervösen Stimmung am Markt. Sie erklärten die Kursverluste mit einem rasanten Verfall der türkischen Lira, der mittlerweile auch die Gemeinschaftswährung belastet. Am Freitagmorgen kam es im asiatischen Handel zu einer für die türkische Währung extremen Talfahrt. Die Lira erreichte so neue Rekordtiefststände zum Euro und zum Dollar. Zuletzt machte die Lira jedoch einen Teil ihrer Verluste wieder wett.

"Sorgen vor möglichen negativen Auswirkungen der Währungskrise in der Türkei auf Europa, vor allem auf deren Banken, ließen den Euro im asiatischen Handeln deutlich nachgeben", kommentierte Devisenexperte Manuel Andersch von der BayernLB den Handel. Zuvor hatte die "Financial Times" gemeldet, dass der Kursverfall der türkischen Lira der Bankenaufsicht der EZB zunehmend Sorge bereite.

Vor allem die Großbanken BBVA , BNP Paribas und Unicredit stünden unter besonderer Beobachtung, berichtete die "Financial Times" am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Situation sei aber noch nicht kritisch.

Auch Experte Carsten Hesse von der Berenberg-Bank sieht keine Krise für die Banken der Eurozone heraufziehen. Die Geldhäuser des Währungsraums hätten zu geringe Summen in der Türkei investiert, um eine "signifikante Krise" verursachen zu können, lautet die Einschätzung des Experten./jkr/jsl/jha/

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