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Nord Stream 2 schlägt Dänemark alternative Route für Pipeline vor
Foto: Ozgur Guvenc - 123rf Stockfoto

Nord Stream 2 schlägt Dänemark alternative Route für Pipeline vor

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.08.2018, 12:06  |  945   |   |   

MOSKAU/KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Der Pipelinebauer Nord Stream 2 hat Dänemark eine alternative Route für die umstrittene Ostseepipeline vorgeschlagen. Die Gasleitung könne auch nordwestlich der Insel Bornholm verlegt werden, teilte das Unternehmen am Freitag in Zug in der Schweiz mit. Damit würde die Pipeline nur durch die dänische Wirtschaftszone laufen, nicht aber durch die Hoheitsgewässer.

Die dänische Energiebehörde erklärte, sie habe den Antrag für die neue Strecke bekommen und werde ihn nun prüfen. Dänemark hat die Trasse als einziges der nordischen Länder noch nicht genehmigt. Das Parlament schuf sogar eine neue Rechtsgrundlage, nach der auch außen-, verteidigungs- und sicherheitspolitische Gründe herangezogen werden können, um das Verlegen von Stromkabel und Rohren auf dänischem Territorium zu verbieten. Zuvor konnten die Behörden nur Umwelt- und Sicherheitsfragen berücksichtigen.

Nord Stream 2, eine Tochter des russischen Gazprom -Konzerns, will zusätzlich zur bereits existierenden Leitung Nord Stream eine zweite Pipeline durch die Ostsee von Russland nach Deutschland bauen. Durch die 1200 Kilometer lange und 9,5 Milliarden Euro teure Leitung soll ab 2020 russisches Gas nach Europa fließen. Die USA, Polen und die baltischen Staaten kritisieren das Projekt, weil sie eine zu große Abhängigkeit der EU von russischem Gas befürchten.

An der deutschen Ostseeküste werden die ersten Rohre schon verlegt. Parallel zum neuen Antrag hält Nord Stream 2 an dem bisherigen Streckenvorschlag fest. Der Antrag von April 2017 für die bevorzugte Trasse werde nicht zurückgezogen, hieß es in der Mitteilung./tjk/tam/DP/jha

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Kommentare

Hier sollte der ein oder andere der einen Kommentar schreibt mal die Weltkarte studieren und wenn er herausgefunden hat wo Rußland liegt die Ukraine u.Amerika dann sollte er mal sich kundig machen vor welcher Haustür Amerika seine Kriegsmachine sprich Manöver militärische Stützpunkte die letzten 70 Jahre aufgebaut hat und dann mal 1und 1 zusammen zählen.Vieleicht kommt ihm dann die Erkenntnis wer wem ein Friedensangebot zu unser aller Wohlbefinden machen sollte.
"Der Putin soll jetzt einfach mal zeigen, das er auch zu einem Friedenssignal fähig ist. Gerhard Schröder wird im helfen."

Mainstream-Polemik.
Hier geht es um wirtschaftspolitische Entscheidungen. Jeder einzelne Staat will ein eigenes Süppchen mitkochen und Einfluß nehmen. Die Interessenslagen sind völlig kontrovers. Da an Putin zu appellieren, Friedenszeichen zu setzen, ist unrealistisch.
Und: eine See-Pipeline mit keinen oder wenigen Grenzquerungen ist einer über Land mit Grenzquerungen und Landnutzung in den Transitländern vorzuziehen.

Gruß oldmik
So ne Art zweite Ukraine??

Bisher konnten Transitländer das Passieren ihres Territoriums als Druckmittel nutzen, um exklusive Lieferbedingungen für sich selbst durchzusetzen, und so die Versorgungssicherheit Westeuropas gefährden.
Wie wärs mal mit ner alternativen Route über Land z.B. über Litauen nach Polen. Es ist eine ständige Provokation von Gasprom gegen deren Interessen. Schon alleine aufgrund der historischen Sünden der ehemaligen UdSSR wäre dies ein Versöhnungsprojekt besonders mit Polen. Polen kann ja dann eine Weiterverteilung in die baltischen Staaten (man kann Zweifel haben, ob Putin das wirklich will, weil ja die Bedrohungslage ausgehend von der Kaliningradenklave ständig gepflegt wird) organisieren und vor allem die eigene Energiesituation verändern (bisher eigene Kohle und seit neuestem Kohle aus dem Donbass). Der Putin soll jetzt einfach mal zeigen, das er auch zu einem Friedenssignal fähig ist. Gerhard Schröder wird im helfen. Er kann auch anführen, das die Polen bis heute das Gedenken an die Rotarmisten (viele roter Stern Monumente mit Grabmälern) aufrechterhalten. Es prangen dort auf der Spitze die gleichen Sowjetsterne wie auf dem Kreml.

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