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Anlegerverlag Tesla: Wenn erst einmal die SEC anklopft …

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
10.08.2018, 13:50  |  890   |   |   

Oha. Das waren überaus kritische Nachrichten gestern Abend. Die SEC, d.h. die US-Börsenaufsicht, ermittle gegen Tesla (ISIN: US88160R1014), es stehe eine breite Untersuchung ins Haus, berichtete Bloomberg gestern. Und Tesla habe bereits vor diesen überraschenden „Privatisierungs-Tweets“ von CEO Elon Musk im Fadenkreuz der Ermittler gestanden, hieß es. Eines ist in jedem Fall auffällig gewesen: Händler berichteten von zumindest einem Blocktrade mit Call-Optionen, der kurz vor Musks ersten Tweets am Dienstag lief und sich auf heute fällige Optionen bezog .. zu einem Basispreis, der vor Musks Aussagen noch aus, dann aber satt im Geld lag. Was hieße, dass es eventuell eine undichte Stelle gab und sich jemand kursrelevante Informationen zunutze gemacht hätte. Aber so etwas ist nicht unbedingt einzigartig. Und wenn gemeldet wird, dass die SEC auch vorher schon vorhatte, sich mit Tesla zu beschäftigen, geht es wenn, dann bestenfalls sekundär um Insider-Trading in Bezug auf diese Tweets, dann hätten wir hier nach der völlig offenen Frage, ob und wann Tesla das Geld ausgeht, das nächste Damoklesschwert.

So richtig ausgegoren ist diese Privatisierung ohnehin nicht. Musk hatte ja auch mitgeteilt, dass er das erwäge, nicht, dass es wirklich passieren wird. Wie genau das ablaufen könnte, ob sich Tesla überhaupt die Rücknahme der eigenen Aktien zu 420 US-Dollar leisten könnte, falls zu viele Anleger dieses Angebot nutzen, statt bei einer Aktie dabei zu bleiben, die nicht mehr den strengen Börsenregeln unterliegt und nicht an der Börse gehandelt werden kann … es scheint nichts wirklich zu stehen. Die New York Times schrieb gestern, dass sich Großbanken gerade eifrig an Planspiele machen würden, wie so ein „Delisting“ zu bewerkstelligen wäre, denn die würden für die Unterstützung, ohne die Tesla nicht auskäme, Milliarden kassieren. Die Tesla dann noch obendrein zahlen müsste. Das klingt langsam, als würde man bei einem Unternehmen, das jetzt kühle Köpfe und besonnenes Handeln braucht, um nicht finanziell auf Grund zu laufen, Luftschlösser bauen. Und dann auch noch welche, die die SEC interessiert. Konsequenz:

 

 

Am Donnerstag sackte die Aktie, die bereits am Mittwoch knapp zehn US-Dollar unter dem Rallye-Closing des Dienstags geschlossen hatte, weitere 18 US-Dollar durch. Dass die Aktie ausgerechnet im Bereich des bisherigen Verlaufsrekords bei 389 US-Dollar drehte, die für den Fall der Fälle versprochenen 420 US-Dollar gar nicht erst angesteuert wurden, zeugt vom Zweifel der Investoren an der Nachhaltigkeit von Musks getwitterten Gedanken zu einer Privatisierung. Damit ist die Aktie auch wieder durch die wichtige Linie bei 360 US-Dollar gefallen. Kurzfristig ist hier nichts unmöglich, die Nachrichtenlage offen. Aber momentan wächst der Zweifel, die Verunsicherung, so dass die Unterseite derzeit die wahrscheinlichere Richtung stellt. Aufpassen sollte man besonders, wenn die Aktie durch die Zone von 20-Tage- und 200-Tage-Linie im Bereich 318/323 US-Dollar rutschen sollte!

 

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