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Rohstoffe Aluminium zieht weiter an, Strafzölle auf türkische Importe

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Nachrichtenquelle: Shareribs
10.08.2018, 18:54  |  701   |   
London 10.08.2018 - Während Kupfer und Nickel an der London Metal Exchange unter Druck liegen, geht es für Aluminium weiter nach oben.  Angebotssorgen beherrschen gegenwärtig die Stimmung, verschärft durch die jüngsten Entwicklungen in den USA.

Der feste US-Dollar sorgt an den Rohstoffmärkten für ein schwieriges Umfeld. Der Greenback hat sich in dieser Woche nach oben gearbeitet, unterstützt vor allem von der Schwäche bei Schwellenländerwährungen wie der türkischen Lira. Der Dollarindex verbessert sich um 0,7 Prozent auf 96,21 USD und kann damit seine Jahresgewinne auf knapp 4,5 Prozent steigern.

In der Folge geht es für Industriemetalle überwiegend nach unten.

Dem Abwärtstrend widerstehen kann heute Aluminium, da sich hier die Angebotssorgen ausweiten. Ein Streik in Western Australia bei Alcoa und die Möglichkeit, dass Sanktionen gegen den russischen Produzenten Rusal doch in Kraft treten, ziehen die Preise nach oben. Das Defizit hier wird in diesem Jahr bei 500.000 Tonnen gesehen, die Nachfrage bei 60 Mio. Tonnen.

Am Freitag hat dann US-Präsident via Twitter mitgeteilt, dass die Sanktionen gegen die Türkei ausgeweitet werden sollen. Die Importzölle auf türkischen Stahl und Aluminium sollen verdoppelt werden. Trump reagiert damit auf einen Streit um die Inhaftierung eines US-Pastors in der Türkei.

Trump zufolge soll Aluminium mit Zöllen von 20 Prozent, Stahl mit Zöllen von 50 Prozent belegt werden. Bei den Importen von türkischem Stahl durch die USA war in der ersten Jahreshälfte bereits ein Rückgang um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen, wie das Büro der US-Handelsvertretung mitteilte.

Bei Kupfer zeigt sich derweil ein durchwachsenes Bild. Einerseits rechnen einige Marktteilnehmer mit steigenden Preisen, bedingt durch mögliche Streiks in großen Minen. Gleichzeitig aber wird befürchtet, dass der US-Handelsstreit das Wachstum der chinesischen Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Peking will dort zwar gegensteuern, es bleibt aber offen, wie zügig und vor allem effizient diese Maßnahmen sein werden.

Die Aluminiumbestände an der London Metal Exchange sind am Donnerstag um 8.700 auf 1,154 Mio. Tonnen zurückgegangen. Bei Kupfer war ein Anstieg um 3.475 auf 252.625 Tonnen zu verzeichnen, die Nickelbestände sanken um 828 auf 249.720 Tonnen und bei Zink war ein Rückgang um 775 auf 231.125 Tonnen zu verzeichnen.

Die Tonne Aluminium klettert um 1,6 Prozent auf 2.099 USD. Kupfer gibt 0,4 Prozent auf 6.160 USD, Nickel korrigiert um 0,6 Prozent auf 13.768 USD und Zink verbilligt sich um 1,4 Prozent auf 2.564 USD. Blei notiert nahezu unverändert bei 2.099 USD.



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