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Platzt die größte Blase aller Zeiten? Finanz-Rekorde: Schulden von fast 250 Billionen (!) US Dollar!

Gastautor: Volker Glaser
11.08.2018, 00:02  |  5289   |   |   

Der Hochsommer 2018 ist eines der beherrschenden Themen im Land. Doch darf die Hitzewelle keine Ausrede auf dem Börsenparkett sein, denn die gerade gestartete Berichtssaison per 30. Juni ist spannend, und in der Vielzahl der Unternehmensnachrichten gilt es, den Überblick zu wahren und Chancen zu erkennen. Neben dem Auf und Ab der Unternehmensmeldungen fällt auf, dass einige Rekorde bei den Finanzkennziffern gebrochen wurden. Da stehen die US-Märkte in einigen Indizes auf einem Rekordhoch und die Stimmung ist gut, aber nicht ausgelassen. Währenddessen stellt das Institute of International Finance (IFF), einer in Washington beheimateten Lobbyeinheit einer Gruppe von internationalen Großbanken, nüchtern fest, dass die globalen Schulden von Staaten, Unternehmen und dem Privatsektor  per Ende März 2018 auf  atemberaubende 247.2 Billionen US-Dollar geklettert sind.

Wahrlich ist der (Schulden)Turmbau zu Babel das wohl größte ökonomische Experiment der Menschheitsgeschichte, und wir befinden uns mittendrin im Getümmel von Babylon, nur eben nicht im Jahr 1750 v. Chr., sondern im Jahr 2018. Wie die Sache damals ausging ist bekannt, die seinerzeitige Wiege der Menschheit versank in Schutt und Asche und in der Bedeutungslosigkeit für eine lange Zeit. Nun, das sollte diesem unserem Globus nicht passieren, doch dürfte es am Tag der Tage, also dem Punkt, wo die Masse erkennt, dass man Geld nicht essen kann und dieses Objekt eh nur ein gedrucktes Zahlungsversprechen (und keine Garantie) ist, ungemütlich werden.

Ich für meinen Teil hoffe, dass sich die Sache noch etwas hinauszieht und nicht mehr meine aktive Kapitalmarktzeit trifft, dann würde es wohl etwas erträglicher werden. Kaum noch erträglich für Nichtinvestoren ist der Spurt der Apple-Aktie, nun mit 1 Billion Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt. Und wie geht’s weiter? Ich sage nichts mehr dazu, zu groß ist die Gefahr, mich mit Apple und mit Ideen dazu zu blamieren. Doch losgelöst von dieser ureigenen Angst des Beobachters – jede Story ist mal zu Ende. 

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