DAX+0,15 % EUR/USD-0,14 % Gold-0,18 % Öl (Brent)-0,43 %

Wie man in Blockchain-Technologie investiert – und wie nicht

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
11.08.2018, 09:00  |  1454   |   |   

Was für eine wüste Zeit für Blockchain-Anleger!

Wir hören ja schon gar nicht mehr hin, wenn jemand erzählt, wie er in kürzester Zeit mit Blockchain-Investments reich geworden ist. Es scheint, als hätte jeder Hampelmann eine todsichere Blockchain-Strategie am Laufen, die funktioniert.

Schauen wir doch mal zurück, was allein bei Bitcoin in der Vergangenheit los war.

  • Die Entstehung der Idee vom schnellen Geld begann, als Kryptowährungen direkt der Öffentlichkeit angeboten wurden. Es war nicht mehr notwendig, ein akkreditierter Investor zu sein oder mit Finanzdienstleistern zusammenzuarbeiten. Börsen wie Coinbase und Circle gaben Personen ohne vorherige Investitionserfahrung eine Möglichkeit, Bitcoin zu kaufen, bevor die meisten Leute überhaupt wussten, was das war.
  • Die Spekulationen wucherten. „Bitcoin“ wurde zu einer Marke, von der jeder wissen wollte, und der Preis stieg allein im Jahr 2017 von 1.000 auf 20.000 US-Dollar. Fast 1.000 weitere Krypto-Währungen wurden der Öffentlichkeit durch Initial Coin Offerings zur Verfügung gestellt.
  • Die massiv ansteigenden Spekulationen lockten Institutionen wie Motten ans Licht. Anlageprodukte wie der Bitcoin Investment Trust (WKN:A14S73) von Grayscale konnten über traditionellere Börsenmakler wie Fidelity gekauft oder verkauft werden. Dies gab Anlegern die Möglichkeit, auf den Preis von Bitcoin zu spekulieren, ohne die Kryptowährung direkt zu besitzen.
  • Dann wurde es seltsam. Long Island Iced Tea änderte offiziell seinen Namen in Long Blockchain (WKN:A2JSGS) und seine Anteile verdreifachten sofort ihren Wert. Bitconnect hat ein progressives Empfehlungsprogramm entwickelt, um den Wert seiner Token zu erhöhen. Niemand kümmerte sich darum, dass solche Aktionen eigentlich keinerlei Werte schufen.
  • Plötzlich überdachte scheinbar jeder seinen blinden Optimismus. Die Aktien von Long Blockchain fielen innerhalb von sechs Monaten um 95 %, und Bitconnect schloss seine Pforten, nachdem es als Ponzi-Schema gebrandmarkt war.

Wenn „Euphorie“ die Einstellung der Öffentlichkeit zu Blockchains im Jahr 2017 beschreibt, dann scheint „Zögerlichkeit“ das Wort für 2018 zu sein. Diese Achterbahn der Volatilität hat Investoren zwar zögerlich werden lassen, aber sie sind immer noch gespannt darauf, was als nächstes passiert.

Gibt es also Hoffnung für die Zukunft von Bitcoin?

Zeit für ein bisschen Wahrsagerei

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir verstehen, dass sich die oben beschriebenen Aktivitäten auf die Interaktion der Öffentlichkeit mit Bitcoin beziehen. Alles ging hopplahopp, es gab eine riesige Spekulationswelle, und die meisten Leute hatten keine Ahnung, wie oder wo Bitcoin tatsächlich verwendet werden konnte.

Aber unternehmensseitig ist das eine ganz andere Geschichte.

Denn große Unternehmen haben tatsächlich großes Interesse an Blockchainn, um ihre operativen Prozesse zu verbessern. Und die Verbesserung des operativen Geschäfts könnte sich wiederum in steigenden Gewinnen für die Aktionäre niederschlagen.

Vor kurzem sprach ich auf der Veranstaltung Future of Fintech mit Arieh Levi, dem Analysten von CB Insights. Levi sagte, dass Unternehmen Blockchains anders sehen als die breite Öffentlichkeit:

Man muss zwei Arten von Blockchain-Unternehmen verstehen. Erstens die Unternehmen, die in den Jahren 2015 und 2016 entstanden sind und die Blockchain-Technologie im Unternehmen als Unternehmensinfrastruktur zur Unterstützung von Back-Office-Prozessen einsetzen wollen. Diese haben langsames Wachstum erlebt – zwar wurde viel Geld eingesammelt, aber das Wachstum hat sich dort verlangsamt.

Dann gibt es natürlich noch den ICO-Wahnsinn. Das sind Unternehmen, die versuchen, ein neues, dezentrales Web aufzubauen. Und zu einem großen Teil hat diese Herangehensweise viel Geld angezogen – diese Unternehmen haben im vergangenen Jahr kumulativ 18 Milliarden US-Dollar gesammelt, was mehr ist als die meisten anderen Sektoren zusammen – und das ist schon verrückt. Gleichzeitig wird dieser Sektor, dieser Bereich der Blockchainforschung schwächer und bewegt sich mit der Preisbewegung seitwärts. Ich denke, wir können in Zukunft noch mehr davon erwarten, da einige der schlimmsten und unsinnigsten Projekte dort einfach sterben.

Diese langsam wachsenden Unternehmens-Infrastruktur-Blockchain-Projekten könnten vielversprechend sein. Walmart (WKN:860853) ist – vielleicht überraschend – einer der ersten Anwender von Blockchain, der sie in einem Lebensmittelsicherheitsprogramm für seine Schweinelieferanten einsetzt. Starbucks (WKN:884437) hat kürzlich auch ein Blockchainprojekt für seine Kaffeebauern in Costa Rica, Kolumbien und Ruanda gestartet, um die Preistransparenz zu verbessern. Nicht vergessen: Starbucks‘ neuer CEO Kevin Johnson hat zuvor bei IBM, Microsoft und Juniper Networks gearbeitet, so dass er die eine oder andere Sache über Technologie weiß. Das wird sicher nicht das letzte Blockchain-Projekt des Kaffeeriesen sein.

Transaktionsstarke Unternehmen können Blockchain nutzen, um ihre unglaublich komplexen Lieferketten zu vereinfachen. WalMart gibt jährlich mehr als 100 Milliarden US-Dollar für Gemeinkosten aus, so dass selbst eine Verbesserung der Effizienz um 3 % oder 5 % zu enormen Einsparungen führen würde.

Levi fuhr fort, einige Anwendungsfälle zu beschreiben, in denen Blockchain für größere Unternehmen absolut sinnvoll wären:

Seite 1 von 4

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel