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Dialog Semiconductor: Ist das die Entwarnung?

Gastautor: Holger Steffen
13.08.2018, 07:30  |  602   |   |   

Nach einem zuvor drastischen Kursabsturz läuft bei Dialog Semiconductor immer noch die Ende Juni gestartete dynamische Gegenbewegung. Die jüngsten Zahlen haben für Rückenwind gesorgt – ist damit das Schlimmste vorüber?

Im Juni hatte Dialog Semiconductor den Plan bekannt gegeben, Synaptics, einen Hersteller von Touchscreens und Fingerabdrucksensoren aus den USA, zu übernehmen. Das stellte eine weitere Kursbelastung dar, da eine erfolgreiche Umsetzung ein hohes Gebot bedingt hätte, was von Analysten skeptisch beurteilt wurde. Im Anschluss ist die Aktie auf ein neues Mehrjahrestief abgesackt. Wir hatten Dialog Semiconductor daraufhin Ende Juni als Titel für kurzfristige Spekulanten eingestuft, die auf eine kräftige Gegenbewegung setzen wollen.

Diese ist danach auch eingetreten. Zunächst war es lediglich ein Pullback auf die vorherigen Verluste, doch dann kam auch Rückenwind von Unternehmensseite. Als Erstes hat Dialog Semiconductor Ende Juli die Übernahme von Synaptics abgesagt, was positiv aufgenommen wurde. Dann folgten gute Zahlen für das zweite Quartal sowie ein positiver Ausblick auf den Zeitraum von Juli bis September.

Das Unternehmen wächst in vielen kleineren Bereichen deutlich, auch die Integration der zugekauften Gesellschaft Silego verläuft gemäß den Gesellschaftsangaben zufolge nach Plan. Und die Apple-Nachfrage entspricht ebenfalls abseits der reduzierten Volumina für den Hauptchip zum Smartphone-Powermanagement den Erwartungen.

Trotzdem bleibt die Frage offen, wie groß die Einbußen im Applegeschäft noch werden können – und ob das durch Zusatzgeschäft gegebenenfalls überkompensiert werden kann. Für eine Entwarnung ist es aus unserer Sicht noch zu früh, auch, wenn die aktuelle Entwicklung durchaus Hoffnung weckt. Und mit einem Konsens-KGV von 7,1 für 2018 bleibt der Risikopuffer auch nach der Kurserholung beträchtlich.

Trotzdem würden wir nach dem kräftigen Pullback bei der Aktie zunächst einmal die Ausbildung eines „zweiten Beins“ abwarten, denn dann wäre das Chance-Risiko-Verhältnis auch charttechnisch deutlich besser.

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