Türkische Währung: Wann kommt der Erdogan?

Nachrichtenquelle: Markus Miller
14.08.2018, 01:07  |  1881   |   |   

Die Türkische Lira mit dem Währungskürzel TRY ist das gesetzliche Zahlungsmittel der Türkei und der Türkischen Republik Nordzypern. In ihrer ursprünglichen Form wurde die Türkische Lira bereits Mitte der 1870er Jahre als neue Obereinheit der damaligen Währung Kuruş eingeführt. Eine Türkische Lira (TRY) entspricht seitdem 100 Kuruş. Seit Januar 2009 befindet sich bereits die neunte Serie an türkischen Banknoten im Umlauf.

Die „moderne Türkei“ ist unter Erdogan offensichtlich gescheitert!

Die aktuellen Lira-Scheine erinnern derzeit einheitlich mit einem Porträt Mustafa Kemal Atatürks an den Begründer der modernen Türkei. Diese „moderne Türkei“ ist mittlerweile nur noch ein historisches Kapitel in den Geschichtsbüchern. Der aktuelle Präsident Erdogan sieht sich selbst gerne als großen Staatslenker und Modernisierer. Spätestens mit der Einführung des sogenannten Präsidialsystems fungiert Erdogan jedoch weit mehr als autokratischer Sultan, denn als demokratischer Volksvertreter. Die parlamentarische Demokratie ist in der Türkei faktisch aufgehoben. Kein Staatslenker hatte vor Erdogan derart umfassende Befugnisse.

Zuletzt sind die Konflikte zwischen US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geradezu eskaliert. Die Türkische Lira ist dramatisch abgestürzt. Die wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung, aber auch für Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft in der Türkei spitzen sich immer weiter zu. Präsident Erdogan sagte in einer Rede wörtlich, dass sich die USA und andere Staaten in einem Krieg gegen die Türkei befinden.

Erdogan spricht von einem „Nationalen Kampf“. In diesem Wirtschaftskrieg seien Dollar, Euro und Gold die Patronen, Kanonen und Raketen. Vor dem Hintergrund dieser negativen Rahmenbedingungen und Entwicklungen hat Erdogan mittlerweile seine Landsleute dazu aufgerufen, ausländische Devisen, aber auch Gold zu verkaufen, und Türkische Lira zu kaufen, als unterstützende Maßnahmen. Die Aussagen Erdogans verdeutlichen den Ernst der Lage ebenso, wie Erdogans Maßnahmen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit.

Die Türkei: Das führende Land in dem die Bürger ihre Meinung lieber nicht ins Netz stellen

Soziale Medien wie Facebook und Twitter haben es einfach gemacht, seine Meinung öffentlich mit einem relativ großen Publikum zu teilen. Allerdings halten viele Nutzer dennoch mit ihren Meinungen hinter dem Berg. In vielen Ländern tun sie dies, weil sie befürchten müssen, wegen ihrer Meinung ins Visier staatlicher Stellen und Behörden zu geraten.

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