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Türkei Mützenich fürchtet Entfremdung zwischen Türkei und Nato-Partnern

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
15.08.2018, 07:10  |  906   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD-Fraktionsvize Rolf Mützenich hat vor einer Entfremdung zwischen der Türkei und den Nato-Partnern gewarnt. "Die aktuelle Währungskrise ist kein allein fiskalisches Problem und darf in ihrer außenpolitischen Wirkung nicht unterschätzt werden", sagte Mützenich der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Neben den hilflos wirkenden, die innenpolitische Stimmung absichtlich anheizenden Reden des Staatschefs seien derzeit mögliche militärische Zuspitzungen in den kurdischen Gebieten und zwischen türkischem und US-Militär im syrischen Grenzgebiet die größten Gefahren.

Mützenich verwies auch darauf, dass nach den personellen Veränderungen im Offizierskorps in Folge des Militärputschs, den Umbrüchen im Nahen Osten und durch den Bedeutungszuwachs Chinas in der internationalen Politik die Stimmen zugunsten einer anderen Rolle der türkischen Armee im regionalen Umfeld und als "asiatische Macht" an Gewicht gewonnen hätten. "Die Nato muss ein Interesse an der Bindung der Türkei haben", sagte Mützenich. Das dürfe allerdings nicht unter Preisgabe der Prinzipien und Werte des Bündnisses erfolgen.


2 Kommentare

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Kommentare

Mal abgesehen davon, dass die Nato aus mehreren Gründen in einer existenziellen Krise ist (man schaue sich mal die Umfragen in Deutschland an, welcher Prozentsatz der Bevölkerung überhaupt noch bereit ist, im Verteidigungsfall zu den eingegangenen Verpflichtungen zu stehen; man prüfe realistisch, welche Verteidigungskraft die europäischen Länder überhaupt noch haben; man mache sich den im Moment unüberbrückbaren Dissens zwischen den USA (Trump) und den Europäschen Nato-Ländern hinsichtlich der Lastenverteilung bewusst), so gibt es außerdem noch - nicht nur in Deutschland - viele europäische Politiker, die hinsichtlich der türkischen Nato-Mitgliedschaft echt den Schuss nicht gehört haben.
Die Türkei war in der NATO von Anfang an ein "falscher Fünfziger": lediglich am Abgreifen von Vorteilen interessiert, siehe die WIRKLICHEN Gründe für die Entsendung der "Gastarbeiter" in den sechziger Jahren in die BRD, hat sie in den letzten Jahren in Gestalt dieses unsäglichen Möchtegern-Sultans nun wirklich jedes Anrecht auf Unterstützung verspielt.
"Politiker" wie Mützenich mit ihrem Horizont, der sie nicht von 12 Uhr bis Mittag denken lässt (bezogen auf historische Entwicklungen und strategische Notwendigkeiten und Chancen), quaken fröhlich die unbedarftesten Fehleinschätzungen in die Welt, so dass man sich nur wünschen kann, sie mögen nie die Konsequenzen ihres Handelns erleben. Nein, erleiden.
Oder gerade doch???!!
Entfremdung? Aha, und was ist das jetzt?

Merken denn unsere neunmalklugen Politiker tatsächlich nicht, dass der Kerl über Leichen geht? Unglaublich, aber wundern muss man sich wirklich über gar nichts mehr bei solchen Laien und Lakaien.

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