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Call auf Visa Alles auf eine Karte

17.08.2018, 08:00  |  695   |   |   

Visa bietet Banken in mehreren Ländern elektronische Zahlungssysteme an. Dazu gehören unter anderem die Kreditkarten des gleichen Namens. Partner stellen Einzelhändlern und anderen Anbietern dann Terminals zur Verfügung, an denen Verbraucher bezahlen können. Visa selbst gibt keine Kreditkarten noch Kredite aus und legt auch keine Zinssätze fest. Das alles regelt das Kreditinstitut, von dem der Kreditkarteninhaber seine Karte hat. Visa garantiert für einen reibungslosen Zahlungsvorgang und beansprucht dafür Gebühren. Der Konzern gliedert sich deshalb in nur ein Segment: Payment Services.

Konsum macht Kasse

Mit einem Volumen von fast 18 Milliarden US-Dollar war die Visa-Aktie im Jahr 2008 die bis dato größte Emission an der Wall Street. In Europa agiert der Konzern über die 2015 zurückgekaufte Schwestergesellschaft Visa Europe. Im Vorfeld des Börsengangs war das Europa-Geschäft ausgelagert worden. Jedoch verband beide Seiten ein unkündbarer und unbefristeter Lizenzvertrag. Visa verdient also wie seine Konkurrenten American Express und Mastercard an den Gebühren bei Zahlungen mit seinen Karten. Je häufiger der Kunde an der Kasse seine Visa-Karte zückt, desto mehr verdient Visa.

Wenn der Konsum floriert, zahlt der Kunde häufiger mit Karte. Und das ist der Fall, wenn die Wirtschaft brummt. Wegen der anhaltend guten Wirtschaftslage und der somit höheren Ausgabefreude der Konsumenten verdiente Visa im abgelaufenen Quartal mehr als erwartet, so dass der Überschuss von April bis Juni um 13 Prozent zum Vorjahresquartal stieg. Dabei legten die Einnahmen sogar um 15 Prozent zu. Der Konzern hielt allerdings an seiner Prognose für das laufende Jahr fest. Der nächste Quartalsbericht folgt Ende Oktober. Auch Analysten äußerten sich in der Mehrheit optimistisch zur Visa-Aktie.

Langer Aufwärtstrend

Die Kursziele auf Sicht von zwölf Monaten bewegten sich zwischen 141 und 177 US-Dollar, wobei die Konsensschätzung bei 160 US-Dollar liegt. Zurzeit tendiert die Visa-Aktie um 140 US-Dollar zur Seite und befindet sich dabei übergeordnet im seit Ende 2016 bestehenden Aufwärtstrend, der momentan zwischen 128,40 und 145 US-Dollar beschrieben werden kann. Ende Juli erreichten die Notierungen bei 143,14 US-Dollar ein neues Allzeithoch und dabei zugleich die Oberseite dieses Trendkanals, worauf sie bis um 135 US-Dollar nachgaben. Dort könnte nun eine Unterstützung die Notierungen halten.

Visa (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 143,14 // 145,00
Unterstützungen: 135,31 // 128,40

Mit einem Call-Optionsschein (WKN CY49RK) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Visa-Aktie ausgehen, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 130 US-Dollar und einer Fälligkeit am 20.12.2018 kann eine Rendite von 105 Prozent erzielen, wenn die Visa-Aktie bis zum Laufzeitende auf 160 US-Dollar steigt. Sollte sie sogar höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte mit dieser spekulativen Optionsschein-Idee auch eine höhere Rendite erzielt werden.

Zu beachten ist: Falls die Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis von 130 US-Dollar notiert, verfällt der Optionsschein wertlos. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag unter gleichen Bedingungen bei 144,67 US-Dollar (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee kann dagegen erwogen werden, sollte die Aktie unter die gezeigte Unterstützung um 135 Euro fallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: CY49RK Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 1,28 – 1,29 Euro Emittent: Citigroup
Basispreis: 130,00 US-Dollar Basiswert: Visa
akt. Kurs Basiswert: 140,65 US-Dollar
Laufzeit: 20.12.2018 Kursziel: 2,64 Euro
Omega: 6,97 Kurschance: + 105 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt

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