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Amazon, Apple, Facebook – Tauziehen bei Bulle und Bär

Gastautor: Daniel Saurenz
19.08.2018, 07:00  |  698   |   |   

USA_GoldenGateDie Kursanstiege im S&P 500 waren in der Vergangenheit hauptsächlich durch das solide Gewinnwachstum gekennzeichnet. Fahren die US-Unternehmen Gewinne ein, geht es auch bei dem Index bergauf. Aktien wie Amazon und Apple konnten in der Vergangenheit natürlich besonders glänzen, während sich Facebook jüngst einigen Herausforderungen wie dem Umgang mit dem Datenskandal stellen musste. Als Handwerkszeug auf Facebook, gibt es den Turbo-Bull UW7QNN und den Turbo-Bear CQ9P14.

Experten gehen weiterhin davon aus, dass das Wachstum im kommenden Jahr stabil bleibt, jedoch deutet die Renditekurve auf eine sich anbahnende Rezession hin. Und eine schwächere Wirtschaft würde dann natürlich auch die US-Riesen belasten.

Im zweiten Teil Apple, Daimler, BMW – Zykliker an der Spitze  der Analyse von den J. P. Morgan-Experten blickten wir bereits auf die Gewinndaten bei den Zyklikern, im dritten und letzten Teil beschäftigten sich die Experten mit der Frage “Sollte man sich Sorgen um die Renditekurve machen?”:

Mit der Zeit folgen die Aktienkurse den Gewinnen, und in den letzten 18 Monaten waren die Gewinne für fast alle Kursanstiege, die wir im S&P 500 verbuchen konnten, verantwortlich. Aktien sollten ihre Kursanstiege fortsetzen können, solange die Unternehmensgewinne steigen. Da sich jedoch im kommenden Jahr das Gewinnwachstum verlangsamen dürfte und außerdem wohl die Zinsen weiter steigen werden, wird das Ertragsumfeld schwieriger werden. Darüber hinaus befindet sich die Steigung der Renditekurve (gemessen an der Renditedifferenz zwischen zehn- und zweijährigen US-Staatsanleihen) fast auf dem in diesem Zyklus niedrigsten Niveau. Daher fragen sich einige Anleger, ob eine Rezession und ein Ende dieser Hausse bevorstehen könnten.

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Historisch deutete eine inverse Renditekurve recht zuverlässig auf eine Rezession hin. Allerdings könnten die massiven Interventionen der Zentralbanken seit der Finanzkrise die Signale dieses Indikators durchaus verzerrt haben. Darüber hinaus deutet eine Inversion und nicht eine Verflachung auf eine Rezession hin. Und sobald die Renditekurve einen inversen Verlauf einschlägt, dauert es gewöhnlich immer noch zwischen sechs und acht Monate, bis die Wirtschaft in eine Rezession abrutscht. Schließlich erreichen die Aktienmärkte, wie in Diagramm 4 ersichtlich, ihren Höhepunkt erst dann, wenn die Renditekurve schon invers ist, und nicht davor.

Diagramm 4_J.P.

Wir sind uns durchaus dessen bewusst, dass sich die US-Wirtschaft in einer Spätzyklusphase befindet, sich die Renditekurve derzeit verflacht und die Politik zur Unsicherheit noch beiträgt. Allerdings dürfte die US-Wirtschaft bis zur Mitte des nächsten Jahres weiterhin ein Wachstum von 3 % aufweisen, bevor es in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu einer Abkühlung kommen wird, da die fiskalischen Anreize nachlassen und sich Angebotsengpässe bemerkbar machen. Dies wird sich auf das Gewinnwachstum auswirken, weshalb die Anleger ihre Sektorallokationen entsprechend anpassen sollten.

Trotzdem dürften die kurzfristigen Rahmenbedingungen mit einem soliden Wirtschaftswachstum und steigenden Zinsen Aktien allgemein und insbesondere den zyklischen Segmenten des Value-Index zugutekommen. Bedenken über die Handelspolitik und ein stärkerer US-Dollar haben Anleger dazu veranlasst, Small Caps wegen ihrer stärkeren Binnenorientierung gegenüber Large Caps vorzuziehen. Aber diese Unternehmen dürften unter Druck geraten, sollte sich der US-Dollar in der zweiten Hälfte dieses Jahres abschwächen. Letztlich steht der Gewinner dieses Tauziehens zwischen fundamentalen Faktoren und Politik noch nicht fest. Daher sollten sich die Anleger auf eine holprige Zeit mit Kursanstiegen gefasst machen.

Quelle: J. P. Morgan, eigene Recherche

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