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Prognose Hat diese Aktie ein Kurspotenzial von bis zu 50%?

Gastautor: Volker Glaser
23.08.2018, 00:09  |  6099   |   |   

Der Spezialist für Finanzberatung und intelligente Finanztechnologie ist stark ins Jahr 2018 gestartet. Die Einnahmen expandierten um 13 % auf 22.5 Mio. Euro. Das EBITDA machte einen Sprung von gut 30 % auf 1.5 Mio. Euro. Vor Steuern und Zinsen betrug der Gewinn im 1. Quartal 0.8 Mio. Euro. Wie uns Sebastian Grabmaier, CEO von JDC Group, im Hintergrundgespräch erläutert, entwickelt sich das Geschäft im bisherigen Jahresverlauf erfreulich.

„2018 wird ein gutes Jahr für uns. Wir sehen einen saisontypischen Verlauf. Das Q1 war stark. Die Zeit von April bis Juni war am schwächsten. Das wird deutlich besser werden im 3. Quartal und endet traditionell mit einem sehr robusten Q4. In der Summe entwickeln wir uns entlang unserer Planung“, so Grabmaier.

Seit Mitte Januar dieses Jahres läuft das mit der Lufthansa-Tochter Albatros vereinbarte Outsourcing. Das Outsourcing-Geschäft für den Großkunden entwickelt sich ordentlich. „Bei derartigen Großprojekten wäre es vermessen, von einem perfekten Verlauf zu sprechen. Wir können in der Summe zufrieden sein. Bisher wurden bereits 300 000 von insgesamt 400 000 Verträge auf unsere Plattform übertragen und wir sind vermutlich einer von ganz wenigen Unternehmen, die solche Bestände an Verträgen in die digitale Plattform integrieren können.“

Das Projekt mit dem Kranich hat in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt. „Wir sind ein idealer Partner für Großmakler, Vertriebe und Banken, die Outsourcing-Lösungen für die Abwicklung ihres Versicherungsgeschäftes suchen“, sagt Grabmaier. JDC befindet sich daher auf der Suche nach diesen Kunden. „Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir bis Jahresende noch 2 bis 3 Großkunden gewinnen werden.“ Branchengerüchten zufolge soll es sich dabei um eine größere Bank handeln und einen Konzern im DAX 30. Grabmeier wollte sich dazu nicht äußern.

Für das Jahr 2018 erwartet der Firmenchef weiterhin einen Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro und ein EBITDA von über 6 Mio. Euro. „Wir stehen zu unserer Prognose.“ Der CEO hatte einst perspektivisch ein Margenziel von mindestens 10 % ausgerufen. Grundsätzlich steht diese Vorgabe. „Wir investieren jedes Jahr signifikante Beträge in unsere IT-Plattform und Digitalisierung. Ohne diese Investitionen könnten wir schon sehr schnell diese Marge zeigen. Langfristig würde sich das aber rächen.“ Laut Grabmaier befindet sich die Branche in einer Konsolidierung.

„Es gibt im deutschen Raum mehr als 40 Plattformen. Das macht auf Dauer keinen Sinn. Unser Ziel ist die Branche zu konsolidieren und dafür der Treiber zu sein, weil wir dadurch signifikante Synergien heben können. Am Ende werden weniger als 10 Plattformen übrigbleiben, und wir wollen ganz vorne mit dabei sein. In UK ist das bereits vollzogen“, erklärt Grabmaier. Behält der CEO Recht, könnte sich JDC Group ähnlich wie beispielsweise Hypoport entwickeln.

Strategisch schauen sich die Wiesbadener intensiv nach weiteren Zukäufen um. Einerseits sollen weitere Bestandsgeschäfte gekauft werden und andererseits Wettbewerber. „Wir sprechen mit allen möglichen potenziellen Kandidaten. Ich bin optimistisch, dass uns kleinere Zukäufe in diesem Jahr noch gelingen können. Interessant wäre natürlich auch ein größerer Kauf, der uns schnell in eine andere Liga wachsen lässt. Das wäre unser Wunsch; aber dazu braucht es immer 2 Parteien.“

Grundsätzlich strebt JDC Group an, pro Jahr um mindestens 15 oder sogar um bis zu 20 % zu wachsen. „Unser Markt macht diese Wachstumsraten organisch möglich“. Eine Zielgröße für das EBITDA des kommenden Jahres wollte uns der CEO nicht nennen. „Die Frage hängt vor allem von der Größenordnung der Investitionen in IT ab. Ich wäre aber enttäuscht, wenn wir 2019 beim EBITDA nicht schneller wachsen würden als beim Umsatz.“

Nicht aufgegeben wurden die Pläne für die Ausgabe eines Initial Coin Offering (ICO). „In einem ersten Schritt müssen wir die entsprechende Infrastruktur schaffen für derartige Krypto-Assets und Kryptowährungen. Diese Infrastruktur für einen sinnvollen Token sollte in den kommenden Wochen stehen. Erst dann legen wir los“. Der Grundstein wurde durch eine umfängliche Kooperation mit der JDC Group-Tochter JDC B-Lab mit Bank Frick in Liechtenstein gelegt. Ziel des Unternehmens ist es, die Blockchain-Technologie im Finanz- und Versicherungsmarkt professionell einzusetzen. „Der Hype bei Kryptowährungen ist für die erste Phase sicherlich vorbei. Das ist für uns aber nicht relevant. Mit dem Einsatz der Blockchain-Technologie werden wir Strukturen in unserem Geschäft ganz erheblich optimieren, wovon der Endkunde profitiert.“

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